Bild

Der PTBS-Beauftragte der Kreisgruppe Franken stellt sich vor

Am 27. September 2012 startete der Reservistenverband der deutschen Bundeswehr e.V. die Initiative „Kameraden helfen Kameraden – PTBS – Seelische Verwundung im Einsatz“ mit Herausgabe einer Info-Broschüre.

Diese Aktion wurde umbenannt in „Psycho-soziale Kameradenhilfe“ (PSKH), um die Bandbreite psychosozialer Erkrankungen nach Einsatzerlebnissen treffender zu beschreiben. Nicht nur Traumata gehören dazu, sondern auch z.B. Depressionen.
 
Ansprechpartner und Beauftragter für posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) der Kreisgruppe Franken ist Oberstleutnant a.D. (Oberstlt a.D.) Frank Schwartz.
 
Er unterstützt die einzelnen Reservistenkameradschaften und Kreisgruppen des Verbandes zum Beispiel mit Vorträgen aus Erfahrungen mit PTBS aus der eigenen Familie.
 
Als Fallmanager der Veteranenhilfe (www.veteranenhilfe.de) betreut er die in der Region vom Schicksalsschlag PTBS-Betroffenen aktiven und ehemalige Soldaten, sowie auch Reservisten.
 
Die Hauptproblemgruppen sind nach seiner Einschätzung einerseits Soldaten auf Zeit, welche sich erst nach, beziehungsweise kurz vor dem Ende ihrer Dienstzeit offenbaren und andererseits von einer Einsatzübung zurückkehrende Reservisten.
 
Oberstlt a.D. Frank Schwartz ruft dazu auf, sich das Problem bewusst zu machen und einzugestehen. Dies ist seiner Meinung nach der erste und wichtigste Schritt in die richtige Richtung, gefolgt von der Beantragung einer Wehrdienstbeschädigung (WDB) als Voraussetzung für das weitere Vorgehen.
 
Zwar ist der Psychotherapeut durch niemanden zu ersetzen, jedoch um einem Betroffenen zu helfen, sind die Einbindung und das Verständnis der gesamten Familie sehr wichtig. Jede Reservistenkameradschaft kann zur Stabilisierung des seelisch verwundeten Kameraden beitragen, indem sie ihn mitbetreut und ihm mit Verständnis zur Seite steht.
 
Zahlreiche Kontakte konnte Oberstlt a.D. Frank Schwartz durch seine Teilnahme an Fachseminaren des Reservistenverbandes als auch bei Veranstaltungen der Landesverbände Thüringen und Hamburg knüpfen und Anregungen zur Hilfe und Unterstützung durch Reservisten sammeln.
 
Interessierte zur Problematik eines PTBS-Betroffenen können Oberstlt a.D. Frank Schwartz unter seiner E-Mail-Adresse info@schwartz-tbb.de kontaktieren und den Erfahrungsbericht über die Entstehung, Entwicklung und erfolgreiche Therapie der Krankheit seines Sohnes mit dem Titel „Für die Dunkelziffer unter uns“ auf Wunsch erhalten. 

Sabine Zipf

Archivbild oben: Der Beauftragte für PTBS Oberstlt a.D. Frank Schwartz in Bosnien
(Foto: Frank Schwartz)