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Bericht über die Durchschlageübung am 27.+28.07.2019




Lorenz Rohde

Bildautor: Lorenz Rohde

Bericht über die Durchschlageübung am 27.+28.07.2019

Die Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald (RNO) führte ihre diesjährige D-Übung Ende Juli durch. Der Kreisvorsitzende RNO OTL d.R. Wilfried Meissner konnte beim Antreten 33 Teilnehmer an der Waldhütte in Neckarzimmern begrüßen.

Im Vorfeld wurden die gemeldeten Teilnehmer ständig über die fiktive Lageentwicklung informiert, um am Übungstag „in der Lage zu leben“.

Die eingeteilten Gruppenführer wurden dann mittels LADEF in die Lage eingewiesen. Der Abtransport der Gruppen erfolgte mit einem Führungsfahrzeug planungsgemäß zum Starting Point. Während der Fahrt – simulierter Hubschrauberflug – wurden die Mannschaften über die Flugroute informiert. Letztendlich kam es zum „Abschuss“ des Hubschraubers. Die Patrouillen hatten ihre Augen verbunden und wussten natürlich nicht, wo sie abgesetzt wurden. Jetzt galt es zuerst, den eigenen Standort zu bestimmen. Dann trafen die Patrouillen auf „Zivilbevölkerung“ und führten Gesprächsaufklärung durch. Nach einer kurzen SAN-Einlage wurden die nächsten Koordinaten in der Karte bekanntgegeben und weiter ging es zum Passing Point B.

An dieser Station wurde das Ablösegespräch des Alarmpostens mit LANGEMAPP geübt. Die Rundumsicherung war auch hier gefragt.

Am PP C wurde den Patrouillen die Aufgabe gestellt, dass sich ein Fallschirm in einer Höhe von 4000 ft bei 40 kn Windgeschwindigkeit  aus SO geöffnet hat. Mit der Tabelle „Fallschirmdrift“ musste der Landepunkt ermittelt werden. Natürlich war hier auch logisches Denken gefragt, „Windrichtung aus SO kann nur nach NW driften“. Mit der sich ergebenden MKZ wurde die Patrouille auf den weiteren Weg geschickt. Vorher musste eine Meldung an die OPZ erfolgen.

Auf diesem Weg trafen die Patrouillen auf „Waldarbeiter“, die sich als „feindliche Kämpfer“ entpuppten. Diese wurden durchsucht und vorläufig festgenommen und an die hinzugerufene Polizei übergeben.

An PP D trafen die Teilnehmer auf ein angesprengtes Fahrzeug, aus dem 2 Verletzte zu bergen und zu versorgen waren.

Mit der neuen Koordinate ging es dann auf eine Waldlichtung. Hier wurde ein EOD Parcours aufgebaut. Schwerpunt war hier, die versteckten EOD´s zu erkennen. Nicht immer eine leichte Aufgabe.

Mit der letzten Koordinate ging es dann zurück zum Release Point, wo auch das Debriefing stattfand.

Nach den, auf den Stationen durchgeführten Bewertungen der  einzelnen Patrouillen, wurde eine Abschlussbewertung durch den Leitenden getroffen. Deutlich hervorzuheben war die Gesamtleistung der jungen Fallschirmjäger 10/26 aus Heidelberg. OTL d.R. Wilfried Meissner war mit den Ergebnissen hoch zufrieden und stellte die Durchführung einer Übung im nächsten Jahr in Aussicht.

Abschluss der Übung war dann der Erfahrungsaustausch beim Grillen am Lagerfeuer. Am nächsten Morgen war dann, nach dem Frühstück und Abräumen der Stationen, Übungsende und Heimreise.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass eine solche Übung den Erhalt der militärischen Kenntnisse, sowie der Kameradschaft untereinander dient.

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