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Kreisgruppe Mittlerer Neckar

Krisenherd AICHTAL




Diplomatisches Geschick von Nöten – Hauptmann d. R. Sven Weber bei der Verhandlung mit einheimischen irregulären Milizionären

Foto: Johann Michael Bruhn

Der UHU 2011 in neuem Revier

Multinationale Zusammenarbeit: Deutsche Soldaten versorgen einen verletzen amerikanischen Kameraden nach einem Sprengstoffanschlag

 

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Am 29.01.2011 fand die traditionelle Winterveranstaltung UHU der Kreisgruppe Mittlerer Neckar statt, diesmal als Ausbildung im Erweiterten Aufgabenspektrum (EAS) der Bundeswehr. Mit über 100 Teilnehmern, zusammengesetzt aus Reservisten, zivilen Rollenspielerinnen und 14 amerikanischen Soldaten der Special Forces aus Böblingen, wurde unter Leitung des Kreisvorsitzenden Oberstleutnant d.R. Bernhard Kempf und des Kreisbeauftragten FMF Oberstabsfeldwebel d.R. Thomas Franck, der wieder eine unnachahmlich professionelle Vorbereitungsleistung erbracht hat, der Wettkampf UHU 2012 vorbereitet.

Neu war die Umgebung. Aus organisatorischen Gründen hatte man den Ausbildungsort von Wernau am Neckar nach Waldenbuch und Aichtal verlegt – was sich als Glücksgriff erwies und neue Möglichkeiten u.a. den Einsatz im urbanen Umfeld eröffnete. Eingebettet in eine VN-Lage im Rahmen einer Nato-Stabilisierungsoperation mussten die „Taskforce Waldenbuch“ im Unruheherd AICHTAL für SASE (safe and secure environment) sorgen. Eingeteilt in fünf Patrouillen in Gruppenstärke galt es nach einem Sprengstoffanschlag amerikanische Soldaten aus ihren zerstörten Humvees (eigentlich HMMWV für High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle) zu retten und zu versorgen, das Wegerecht an einem irregulären Checkpoint zu verhandeln und anschließend den Bürgermeister zur Auflösung des Roadblocks zu bewegen. In Aichtal–Neuenhaus wurden verdächtige Personen aufgegriffen und überprüft, die einen Cimic-Bauhof des UNHCR sabotieren wollten, ehe dann noch die Presse neugierige Fragen stellte und betreut werden musste. Am Anfang stand selbstverständlich die Befehlsausgabe mit dem anschließenden Umsetzen des Befehls für die Gruppe und am Ende dann ein Lagevortrag für den besorgten Kompaniechef über den Verlauf der Patrouille.

Der Musikverein Waldenbuch stellte der Taskforce Waldenbuch sein wunderbares Vereinsheim als Forward Operating Base (FOB) zur Verfügung, das auch gleichzeitig Leitungsgefechtsstand war.

Trotz grimmiger Kälte war das Engagement aller Funktioner und angetretenen Patrouillenteilnehmer überragend. Die Stationsleitenden äußerten sich sehr positiv über die Leistungen der einzelnen Gruppen und auch die Dienstaufsicht durch Oberstleutnant d.R. Reinhard Hirzel sprach höchstes Lob und Anerkennung für die ihm vorgestellten Ausbildungsleistungen aus.

Einweisung in die Station Personenkontrolle in Neuenhaus (von links nach rechts): Stadtbaumeister Matthias Hirn, Bürgermeister Michael Lutz, Sicherungssoldat, Oberstleutnant d.R. Bernhard Kempf, Bürgermeister Klaus Herzog ■ Fotos: Johann Michael Bruhn

 

Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Bürgermeister der Gemeinden Filderstadt und Waldenbuch, Klaus Herzog und Michael Lutz, sowie der Aichtaler Bauamtsleiter Matthias Hirn, die über zwei Stunden die Ausbildung der Reservisten beobachteten und sich in alle Ausbildungsstationen intensiv einweisen ließen. Sie freuten sich auch über das teilweise sehr rege Interesse der Anwohner über diese ungewohnte „Ruhestörung“ am Samstag. Für die Betreuung der interessierten Bürger hatte man eigens Offiziere auf den Stationen eingesetzt, die in die Ausbildungsstationen einweisen konnten.

Beim Abschlussantreten wurden dann noch mehrere Kameraden mit der im vergangenen Jahr erworbenen Schützenschnur in Gold ausgezeichnet. Sichtlich gerührt war Stabsfeldwebel d.R. Heinz Hertler, als er für seinen vorbildlichen Einsatz bei der 40-Jahr-Feier der Reservistenkameradschaft Filder geehrt wurde. Gemeinsam mit drei Gästen hatte er einem Herzinfarktpatienten durch vorbildlichen Einsatz das Leben gerettet. Für diese Einzeltat wurde Hertler mit der Ehrennadel der Landesgruppe Baden-Württemberg in Silber ausgezeichnet.

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