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Kreisgruppe Mittlerer Neckar

Task Force Murrland patrouillierte am Limes




Kontrollstelle auf einem Waldweg

Foto: Elisabeth Klaper

Reservisten stellten sich bei Vielseitigkeitswettkampf Szenarien wie bei Sicherungseinsätzen und im Bevölkerungsschutz

Wo römische Soldaten vor über 1900 Jahren den Limes bewachten, trainierten am Wochenende 140 Reservisten und aktive Soldaten in zehn Mannschaften, darunter zwei amerikanische, bei einer Militärübung mit Vielseitigkeitswettkampf. An sieben Stationen hatten sie unterschiedliche, realitätsnah simulierte Situationen und Aufgaben zu bewältigen, wie sie ähnlich bei Auslandseinsätzen, aber auch im Bevölkerungsschutz vorkommen.

Eine Krisensituation destabilisiert das Murrtal. Nach dem Angriff eines feindlichen Nachbarstaates ist die zivile Ordnung zusammengebrochen, so das Übungsszenario. Im Rahmen eines UN-Mandats muss die fiktive multinationale Friedenstruppe Task Force Murrland für Sicherheit sorgen und das Weltkulturerbe Limes schützen. Die Reservisten sollen über ihre Erkundungsergebnisse berichten. Dazu müssen sie als Spähtrupps das Gelände aufklären und überwachen. Dies ist schwierig, weil eine Untergrundorganisation im Murrland aktiv ist. Zudem drohen starke Regenfälle und Hochwasser die Verbindungswege zu unterbrechen. Ein gut getarnter Alarmposten ist eingerichtet. Zwei schwerbewaffnete Soldaten beobachten das Gelände und informieren den Gefechtsstand per Funk über die aktuelle Lage. Zudem müssen die Wettkampfteilnehmer ohne Anleitung verschiedene bekannte und fremde Handwaffen zerlegen und wieder zusammensetzen. Bei einer Hütte versperrt eine Sprengfalle von Untergrundkämpfern den Weg. Ein Spähtrupp hat bereits ein Warnschild angebracht und den Kampfmittelräumdienst angefordert. Um das gefährliche Hindernis zu umgehen, müssen die Reservisten eine tiefe Klinge überwinden. An einer Abseilstelle steigen die Wettkämpfer, ausgerüstet mit Klettergeschirr, einem Eigensicherungs- und einem zusätzlichen Sicherungsseil, einen fast vertikalen Abhang hinab.

In der Nähe eines militärischen Objektes ist eine Fahrzeugschleuse mit Stacheldrahtsperren eingerichtet. Die Wettkämpfer müssen jedes Auto kontrollieren und durchsuchen, die Personalien des Fahrers feststellen und überprüfen. Plötzlich tauchen mehrere Störer auf, frech fragen sie die Soldaten aus und provozieren sie. Doch diese reagieren besonnen und erklären den Leuten, was sie da tun und warum.

Stabsunteroffizier d.R. Martin Zschiesche versorgt einen Verletzten ■ Elisabeth Klaper

Im Stadtgebiet Murrhardt trainieren die Reservisten, mit zivilen Hilfsorganisationen, so dem THW, dem MHD – Malteser Hilfsdienst und der Feuerwehr zusammenzuarbeiten und Personen zu retten. Am Murrufer stapeln sie Sandsäcke zum Hochwasserschutz auf. Aus einem Abbruchgebäude und Ruínengelände bergen sie einen Verletzten und versorgen ihn. Schnell werfen sie eine Löschdecke über eine brennende Person (Holzpuppe) und ersticken einen Brand mit dem Feuerlöscher.

Die Übung leite der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft (RK) Ludwigsburg Stabsfeldwebel d.R. Dieter Rottner. Organisiert wurde sie über das Landeskommando Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Mittlerer Neckar des Reservistenverbands, im Rahmen des 50 jährigen Bestehens des Verbandes und der beiden Rerservistenkameradschaften. Die Übung verläuft ohne Zwischenfälle, und ihre Ziele werden erreicht. Sie dient dazu, Reservisten auszubilden und zu trainieren für Sicherungsaufgaben, damit sie auf verschiedene (Krisen-)Situationen richtig reagieren, sowie für die zivil-militärische Zusammenarbeit mit den Rettungsorganisationen im Katastrophenfall. Von der Leistungsfähigkeit der deutschen Reservisten konnten sich auch die ukrainischen Reserveoffiziere Oberstleutnant Oleksandr Gamagin aus Kiew und Major Oleg Posunko aus Charkiw überzeugen.

Bei der Siegerehrung überreicht Landesvorsitzender des Reservistenverbands Oberstleutnant d.R. Ralf Bodamer schmucke Pokale an die Mannschaft der RK Besigheim, die knapp vor der RK Waiblingen siegt, Platz 3 erreicht die RK Nordhardt. Zwei Mannschaften haben sich somit für den Wettkampf 2013 in Bayern qualifiziert. Das Engagement der Reservisten sei für die Bevölkerung sehr wichtig: „Auch in Friedenszeiten müssen wir leistungsfähige Streitkräfte erhalten. Wir brauchen eine Verteidigungsarmee, die in Krisen und bei Katastrophen einsatzbereit zur Verfügung steht“, betonte Bürgermeister Armin Mößner.

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