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Kreisgruppe Neckar-Alb

Im Auslandseinsatz auf dem Heuberg




Foto: Jochen Bader

13. Sondelfinger Biwak durchgeführt

Als militärischen Wettkampf im Rahmen einer Dienstlichen Veranstaltung des Landeskommandos Baden-Württemberg veranstaltete die Reservistenkameradschaft Sondelfingen in diesem Jahr das Ausbildungswochenende „13. Sondelfinger Biwak“ auf dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Stetten a.k.M. An drei Tagen konnten rund 90 Reservisten der Kreisgruppen Neckar-Alb, Bodensee-Oberschwaben und Mittlerer Neckar unter einsatznahen Bedingungen ihr militärisches Können anwenden und verbessern.

Zunächst erhielten die Reservisten vom Leitenden für die Rahmenorganisation, Hauptfeldwebel d.R. Manfred Pepke und dem zuständigen Organisationsleiter des Reservistenverbandes, Oberstleutnant d.R. Werner Schick, die in mehreren Transporter-Touren herangeschaffte Zusatzausrüstung sowie Informationspakete mit den relevanten Taschenkarten. Der Sicherheitsbelehrung auf den Schießbahnen durch die Leitenden und Sicherheitsoffiziere der Schießen, Oberstleutnant d.R. Jörg Schlosser, Hauptmann d.R. Dr. Immo Garrn und Leutnant d.R. Henning Maier folgte die Einweisung in die Rahmenlage am Sandkasten im „PRT Zizenbühl“. In enger Anlehnung an die aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr wurde der Übung ein sogenannter „Failing State“ zu Grunde gelegt. Es folgte ein Wiederholungsunterricht zum Verhalten als Beobachtungsposten und Patrouille zu Fuß durch Leutnant d.R. Moritz Valet. Anschließend hatten die Teilnehmer die Gelegenheit die Handhabung der Hand- und Panzerabwehrhandwaffen zu üben und vorbereitende Schießübungen am „AGSHP“ unter der Leitung von Oberfeldwebel d.R. Ralf Rentschler nachzuweisen. „Bei der Veranstaltung kommt es mir weniger auf den sportlichen Wettstreit, als vielmehr auf das gemeinsame Erlebnis, die taktische Führerleistung, den Lernerfolg eines jeden einzelnen Teilnehmers, das Verinnerlichen von Sicherheitsvorschriften und die Fürsorge der eingeteilten Gruppenführer für die ihnen anvertrauten Reservisten im Rahmen einer 36-Stunden-Übung an“, betonte der Gesamtleitende, Hauptmann d.R. Jörg Hildenbrand. Der „neue“ Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten beim Landeskommando Baden-Württemberg, Oberstleutnant Heiko Grether, der zur Dienstaufsicht angereist war, nutzte diese Gelegenheit, um „seine“ Reservisten kennenzulernen.

Entsprechend des seit Jahren bewährten Ausbildungskonzeptes des „Sondelfinger Biwaks“ wurden die Gruppen nicht von Station zu Station geführt, die Station kam vielmehr zu ihnen: Durch sogenannte „Roleplayer“ wurden Szenarien eingespielt, auf welche die Gruppe, im Rahmen des Wettkampfes bewertet, zu reagieren hatte. Bei den Nachbesprechungen erhielten die Kameraden vielfach weiterführende Hinweise.

Schon das Einrichten der Plätze der Gruppen auf dem Biwakgelände „Ehestetter Berg-Ost“ beim Beziehen des „Combat Outpost (COP)“ stellte die erste anspruchsvolle Aufgabe dar, schließlich wurde es langsam dunkel. Noch bis spät in die Nacht waren unter den wachsamen Augen der Ausbilder und Schiedsrichter Leutnant d.R. Marc-Frederik Wagner und Feldwebel d.R. Uwe Feustel Stellungsskizzen und Schichtpläne zu erstellen, wurden den Gruppen über Funk Lageentwicklungen eingespielt und Meldungen abgefordert und es war ein temporärer Checkpoint zu besetzen.

Den Schwerpunkt des Samstags bildeten das ROE-Verteidigungsschießen unter der Leitung von Hauptmann d.R. Jörg Ebert und ein WÜ-Schießen mit der Panzerfaust 3. Einem Transportpanzer Fuchs mit Maschinengewehr auf Lafette, den das Zentrum Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr zur Verfügung gestellt hatte, voraus, mussten die Gruppen hier entlang eines Weges, einer „Line of Communication (LOC)“, gegen vermutete Feindkräfte, „Opposing Militant Forces (OMF)“, aufklären. Auf Höhe einer Ortschaft wurde die Patrouille überraschend mit Handwaffen und Steilfeuer beschossen. Dies war durch die Feuerwerker der Truppenübungsplatzkommandantur mit Unterstützung zweier Reservisten, im Zivilberuf Pyrotechniker, äußerst realistisch dargestellt worden. In dieser, auch für erfahrene Reservisten außerordentlichen Stresssituation musste die Gruppe einen eigenen „Verwundeten“ in das geschützte Fahrzeug verladen, im geleiteten Feuerkampf Feindkräfte niederkämpfen und unter Überwachung durch Feuer des „Fuchses“ ausweichen und zuvor erkundete Stellungen beziehen. Bei der Trefferauswertung wurde auch berücksichtigt, ob es gelungen war, als „unbeteiligte Zivilisten“ markierte Zielscheiben zu erkennen und zu „schonen“. Besonders wird es den Teilnehmern in Erinnerung bleiben, dass gerade als das letzte Rennen im Schatten einer gewaltigen Explosion als Darstellung der Vernichtung beschlagnahmter Waffen und Kampfmittel zur Nachbesprechung antrat, das Gebirgslogistikbatallion 8 aus Füssen über die Ringstraße auf den Platz rollte, welche laut Rahmenlage als sog. „Military Supply Route (MSR)“ durch die COP für wenige Tage zuvor angelandete Verstärkungskräfte offen zu halten war.

Am Abend wurde die stetige Lageentwicklung für kurze Zeit unterbrochen. Bei Gegrilltem, Salaten und einem Bier, konnten beim Kameradschaftsabend, vorbereitet vom Kreisvorsitzenden Stabsgefreiter d.R. Eberhard Luz, in gemütlicher Runde am Lagerfeuer Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft werden. Besonders freuten sich die Reservisten über den Besuch „ihres“ ehemaligen Stabsoffiziers für Reservistenangelegenheiten beim Landeskommando Baden-Württemberg und jetzigen Stellvertretenden Kommandeurs des Gebirgslogistikbatallions 8, Oberstleutnant Andreas Brockmann, dem der Gesamtleitende im Auftrag des Vorsitzenden der Landesgruppe Baden-Württemberg im Reservistenverband die Ehrennadel der Landesgruppe in Silber überreichte.

Doch bald waren die Reservisten wieder in ihren Stellungsräumen verschwunden und Leuchtkugeln erhellten die Nacht als „OMF“ versuchten gegen das „PRT“ durchzubrechen.

Der Sonntagmorgen begrüßte die Biwakteilnehmer noch mit Sonnenschein. Nachdem sie den Befehl an die Patrouillenführer umgesetzt hatten, mussten die Patrouillen zu Fuß entlang eines Patrouillenweges zunächst einen illegalen Checkpoint durch Verhandlung öffnen, der von Kameraden der Kreisgruppe Mittlerer-Neckar dargestellt wurde. Dann waren Zivilpersonen zu durchsuchen, die nicht zur Wirkung gelangte Kampfmittel aufgenommen hatten und darüber eine „UXO-Meldung“ abfassen. Zwischenzeitlich hatte starker Regen eingesetzt. Während einer Verbindungsaufnahme mit „VN-Soldaten“ wurde die Patrouille wieder mit „Mörsern“ beschossen, was durch als schwer verletzt geschminkte Roleplayer und die Pyrotechniker einmal mehr sehr realistisch dargestellt wurde. Nachdem sie von einem beweglichen Arzttrupp (BAT) und Feldjägerkräften abgelöst worden waren, bildete den Abschluss des Wettkampfes und letzte sportliche Herausforderung der Transport eines „verwundeten“ Kameraden mittels Trage zum „Observation Point (OP) Frohnstetten“, wo der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Sondelfingen und für die Auswertung verantwortliche Kommandant der „OPZ“, Oberstleutnant d.R. Dr. Jürgen Schütz, die Patrouillen in Empfang nahm.

Beim Abschlussantreten bedankte sich der Gesamtleitende bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement, insbesondere bei den Rollenspielern und Helfern der „RAG 60+“. Durch die disziplinierte und professionelle Arbeit der Reservisten und der unterstützenden aktiven Kameraden, konnte das Vorhaben trotz kurzfristiger Umverteilung von Aufgaben und neuer Zusammenstellung der Gruppen wegen einiger personeller Ausfälle zum Erfolg geführt werden. Bevor er die Platzierungen verlas und Sieger- und Dankesurkunden überreichte, hatte noch einmal der zuständige Feldwebel für Reservisten des Landeskommandos Baden-Württemberg, Stabsfeldwebel Jechow das Wort, der durch sein ganz besonderes Organisationstalent maßgeblich mit zum Erfolg beigetragen hatte.

Das beste Wettkampf- und Ausbildungsergebnis hatte letztendlich die Gruppe Bodensee-Oberschwaben vor dem Team der Kreisgruppe Neckar-Alb und den Reservisten aus der Kreisgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg unter Beweis gestellt.

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