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Reservistenkameradschaft Obrigheim

Allgemein

50 Jahre RK-Obrigheim




Reservistenkameradschaft Obrigheim wurde vor 50 Jahren gegründet –

Seit 16 Jahren mit der RK Krško verbunden

 

(hdt) Gleich zwei Jubiläen waren der Anlass für die Feierstunde, welche die Mitglieder der  Reservistenkameradschaft Obrigheim in der Festhalle der katholischen Kirchengemeinde ausrichtete, denn die Gründung war vor 50 Jahren erfolgt und seit über 15 Jahren pflegt man eine offizielle Partnerschaft mit den Reservisten aus Krško. Nach einem stimmungsvollen Marsch des MV Asbach unter der Leitung von Werner Engelhardt begrüßte der Vorsitzende OFw Bernd Knaus die zahlreichen Gäste, unter denen sich auch MdL Georg Nelius, Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Achim Walter, zahlreiche Gemeinderäte und der Vorsitzende der Reservisten-Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald OTL Wilfried Meissner befanden. Ehe mit dem stimmungsvollen Trompetensolo „Ich hatt einen Kameraden“ der Verstorbenen gedacht wurde, hielt er einen Rückblick über die Höhepunkte in der Entwicklung des Vereins.

Conférencier Otto Sabotka leitete zur Festrede von Landrat Dr. Achim Brötel über, der die hervorragende zivil-militärische Zusammenarbeit in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte, da die grundlegende Frage immer laute: „Was können wir für unser Land tun, und nicht, was kann mein Land für mich tun“. Dabei bezeichnete er „die Kameradschaft als ein herausragendes Merkmal in einer zunehmend von Ich-lingen geprägten Gesellschaft“, wobei er auch die Arbeit des Zivilschutzes und die Kriegsgräberfürsorge mit einbezog. Nachdem er die Arbeit der Reservisten , beginnend beim Vereinsgründer Kurt Hauß über die folgenden Vorsitzenden bis hin zu OFw Bernd Knaus, der seit über 20 Jahren die Geschicke der Ortsgruppe leitet, gewürdigt hatte, sagte er seine volle Unterstützung in allen Belangen zu und konstatierte: „Sie haben Deutschland gedient!“. Gleichzeitig stellte er bedauernd fest, dass die Gegensätze zwischen Völkern und Gruppierungen in den letzten Jahren leider wieder zunähmen und Differenzen zwischen Demokratien und Diktaturen sich verstärkten, wobei religiöse Toleranz, Missionierungswahn und die Unterschiede zwischen Arm und Reich überall neue Pulverfässer öffneten. Gerade vor diesem Hintergrund sei es von besonderer Wichtigkeit, dass persönliche Berührungspunkte die internationalen Kontakte stärkten.

Auch Bürgermeister Achim Walter stellte fest, dass eine Demokratie wehrhaft sein müsse, wobei die Reservisten einen lobenswerten Beitrag leisteten. Sie würden ein „gelebtes Europa“ praktizieren und mit ihrer freundschaftlichen Zusammenarbeit und großem persönlichen Einsatz einen fruchtbaren Boden für die Völkerverständigung leisten. Um ihre Ziele weiter verfolgen zu können, überreichte er eine Geldspende der Gemeinde. Nach einem weiteren Musikstück des MV Asbach und zwei Gesangsbeiträgen des Standortchors der Bundeswehr Neckarzimmern unter der Leitung von Rudolf Laible dankte MdL Georg Nelius der RK und stellte ihren gesamtpolitischen Beitrag als beispielgebend hin. Sie trügen dazu bei, dass die Bundeswehr fest in der Gesellschaft verankert sei und nähmen auch die neuen, erweiterten Herausforderungen im militärischen Bereich in ihre bewährten Hände. Auch Hauptmann Branko Slivšek bezeichnete die Verbindung der beiden Verbände als einen wichtigen Stein auf dem Weg zu einer langanhaltenden Verständigung zwischen zwei Nationen, deren Geschichte lange Zeit durch Ressentiments belastet war. Heute sei es selbstverständlich geworden, gemeinsame Schießen, Märsche, Übungen und Treffen abzuhalten, in deren Mittelpunkt sich gegenseitiges Vertrauen und Brüderschaft auf einer festen persönlichen Ebene entwickelt hätten. Auch OberstLt Wilfried Meissner wertete die Beziehungen zwischen Krško und Obrigheim als beispielgebend, denn hierbei sei „eine gelebte Freundschaft entstanden, die Europa besser als viele politische Willenskundgebungen verbindet“.

Nachdem er Elsa Knaus stellvertretend für alle Reservistenfrauen ein Blumengebinde überreicht hatte, ehrte er Gefr Werner Roos (15 Jahre), StGefr Thomas Knaus, OGefr Klaus Kempe, (20 Jahre), StFw Siegfried Göltl (30 Jahre), Gefr Michael Schneider (35 Jahre), OFw Bernd Knaus (40 Jahre) und StUffz Horst Knebel (50 Jahre) für ihre langjähriges Engagement in der RK. Auch die slowenischen Kameraden Branko Slivšek, Danijel Novak, Anton Podgoršek, Franc Žinko, Oton Ivačič, Franc Unetič, Franc Zupančič, Albin Bogolin und Maksimilijan Babič konnten eine Auszeichnung und entsprechende Urkunden entgegen nehmen. Anschließend bezeichnete OStFw Georg Arnold als Vertreter des Bundes deutscher Kriegsgräberfürsorge das friedliche Zusammenleben der Völker als das wichtigste Ziel von Politik und Gesellschaft. Das Gedenken an die Millionen Toten sei „ein Mahnmal für die Zukunft“ und müsse entsprechend gewürdigt werden. Für die Unterstützung dieses Bestrebens zeichnete er StGefr Thomas Knaus, OGefr Dieter Guldner (beide 5 Jahre – Bronze), OGefr Horst Hoffmann, Gefr Werner Roos, HGefr Ralf Mohrhart, HGefr Jan Geier (alle 20 Jahre – Gold), HptFw Gerhard Ehrmann,  OGefr Horst Moltz (beide 25 Jahre – Weißgold), OGefr Gerhard Wilhelm (30 Jahre – Weißgold), Uffz Dieter Grimm, OGefr Reinhold Knebel und OberstLt Gustav A. Heidt (35 Jahre – Weißgold) mit Urkunden und Ehrennadeln aus. Auch Pfarrer Wolfgang Müller und der Vertreter der Obrigheimer Vereine Timo Hinninger werteten die Arbeit der RK als eine positive Bereicherung des Gemeindelebens.

Nachdem Udo Seidel nochmals die Verdienste von OFw Bernd Knaus gewürdigt hatte, bedankte dieser sich bei allen an der Feierstunde Beteiligten, wobei er speziell auf die Ehefrauen einging, denen es zu verdanken war, dass auch die kulinarische Versorgung bestens gestaltet wurde. Bürgermeister Walter und OFw Knaus wurden von der slowenischen Delegation mit herzlichen Dankesworten und einem Geschenkkorb für ihr Engagement im Rahmen der Völkerverständigung bedacht, ehe das Badnerlied und die Nationalhymne den Festakt würdig beschlossen und zum anschließenden Bankett überleiteten.

 

Text: Bernd Kühnle

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