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Munitionslager der Bundeswehr öffnete seine Türen

SETZINGEN- Das Munitionslager der Bundeswehr in Setzingen bei Ulm, im Alb-Donau-Kreis, öffnete am Samstag, den 20.05.2017 die Tore. Den Besuchern aus der umliegenden Region wurden Informationen, Vorführungen und Rundfahrten geboten. Da die Feldjäger auch eine Vorführung mit Diensthunden durchführten, mussten die vierbeinigen Besucher leider draußen bleiben.

Bildautor: Sebastian Fuchs

"Tag der offenen Tür"

Mit der Einrichtung des Depots wurde vor fast 40 Jahren begonnen. Heute lagert im Staatswald von Setzingen, 25 Kilometer nordöstlich von Ulm, Munition für Pistolen, Maschinengewehren und Panzerabwehrwaffen sowie Handgranaten und Sprengmittel für die Bundeswehr im gesamten deutschen Süden. Vor dem Stabsgebäude, beim 55 Meter hohen Richtfunkturm, erinnern eine Kurzstreckenrakete des Typs Honest John und eine Flugabwehrrakete Hawk an vergangene Tage der Bundeswehr.

Der Leiter des Munitionslagers Setzingen Hauptmann Jens Feuerlein freute sich, in seiner Begrüßungsrede, dass nach 15 Jahren wieder ein Tag der offenen Tür im Munitionslager durchgeführt wird. Mit dieser Veranstaltung möchten wir die Zusammenarbeit mit der umliegenden Region vertiefen und aufzeigen was wir hier machen, sowie Fragen beantworten. Besonders bedankte er sich bei der Gemeinde Setzingen, die sich sofort bereiterklärte mit einer Vorführung der Feuerwehr sowie einem Infostand über die Gemeinde Setzingen, die Veranstaltung zu unterstützen.

Aktuell arbeiten im Lager knapp 60 Frauen und Männer. Nur noch rund 10 Prozent der Belegschaft sind Soldaten. Deshalb bedankte sich Hauptmann Feuerlein auch für die Unterstützung bei den Reservisten der Kreisgruppe Ostwürttemberg/Alb-Donau, die mit 10 Kameraden die Belegschaft bei dieser Veranstaltung unterstützten.

Hauptmann Feuerlein lädt nun ein, bei einer der zahlreichen Stationen oder einer Rundfahrt das 50 Hektar große Gelände kennen zu lernen.

Vorführung der Feuerwehr und Feldjägerdiensthunde

Bei der Vorführung der Feuerwehr Setzingen wurde die Gefährlichkeit einer Fettexplosion demonstriert. Diese tritt auf, wenn fälschlicherweise versucht wird einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. Nach der Explosion wurde der Brand von der Jugendfeuerwehr gelöscht.

Bei der Vorführung der Diensthunde durch die Feldjägertruppe, wurde gezeigt wie die Diensthunde, Personen festhalten, verfolgen und den Hundeführer vor Angriffen schützen. Um Sprengstoff aufzuspüren werden die Hunde mithilfe von Spielzeugen, welches sie erschnüffeln sollen, konditioniert. Das Spielzeug wird im Laufe der Ausbildung mit Sprengstoff angereichert und schließlich komplett ersetzt.

Kampfmittelabwehr – Mit EOD, Spürhund und tEODor

Bei der Vorführung der Kampfmittelabwehr, suchen Feldjäger ein Fahrzeug mit Spürhund ab. Der Diensthund zeigt einen Sprengstoff durch sein Verhalten in einer Kiste auf der Ladefläche des Fahrzeuges an, indem er ruhig stehen bleibt, denn bei jeder falschen Bewegung könnte die Ladung in die Luft gehen.
Nach einem Übergabegespräch der Feldjäger an die Kampfmittelabwehr wird der kettengetriebene Teleroboter tEODor (technical Explosive Ordnance Devices and observation robot ) vorgefahren und die Kiste aus dem Fahrzeug entfernt und auf einer Freifläche abgelegt.
Zur weiten Abklärung geht der Kampfmittelbeseitiger mit dem EOD-9 Bombenanzug vor um einen Röntgenaufnahme vom Inhalt der Kiste zu erstellen. Nach Auswertung der Aufnahmen wird entschieden den „Sprengsatz“ mit einem Wasserschuss aus der Wasserkanone unwirksam zu machen. Der Druck beschleunigt das Wasser so stark, dass es die Kiste und seinem Inhalt in Sekundenbruchteilen zerreißt – so schnell, dass Mechanik und Elektrik des Zünders zerstört werden, bevor der „Sprengsatz“ hochgehen kann.

Infostände

An weiteren Informationsständen konnten die Besucher sich über EOD Material, Munitionsexponaten und Bomben/LFK informieren.

Für Interessenten rund um die Bundeswehr war das Karrierecenter der Bundeswehr mit einem Infotruck vor Ort. Dort wurden die Fragen an den zukünftigen Arbeitgeber Bundeswehr vom Karriereberater beantwortet.

Für die ehemaligen Soldaten der Bundeswehr ist der Reservistenband zuständig. Die Kreisgruppe Ostwürttemberg/Alb-Donau war mit Ihrem Kreisorganisationsleiter Holger Klöpfer aus Aalen mit einem Infostand vor Ort um Fragen zum Verband zu beantworten.

Fotos/Text: Sebastian Fuchs

www.reservisten-ostwuerttemberg.de

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