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Kreisgruppe Ostwürttemberg/Alb-Donau

Die Reserve

Sicherheitspolitische Veranstaltung mit dem Kommandeur des Eurokorps Generalleutnant Weigt beim Bürgerdialog




Landrat Klaus Pavel bei der Begrüßung der Teilnehmer der Sicherheitspolitischen Veranstaltung im großen Sitzungssaal im Landratsamt Aalen.

Bildautor: Sebastian Fuchs

Generalleutnant Jürgen Weigt Kommandeur des Eurokorps.

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Generalleutnant Jürgen Weigt Kommandeur des Eurokorps. #MyMissionEurocorps.

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Generalleutnant Jürgen Weigt bei der Vorstellung des Eurokorps: „A Force for the EU and NATO - ready, effective and flexible“.

Bildautor: Sebastian Fuchs

Generalleutnant Jürgen Weigt.

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Von links: Landrat Klaus Pavel, Generalleutnant Jürgen Weigt, Ralf Bodamer, Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter und Steffen Schulz, Vertreter der Europäischen Kommission München.

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Von links: Landrat Klaus Pavel, Generalleutnant Jürgen Weigt, Ralf Bodamer Geschäftsführer des EKO - Energieberatungszentrum des Ostalbkreises.

Bildautor: Sebastian Fuchs

Links in Bild Roderich Kiesewetter, MdB in der Diskussion mit Steffen Schulz von der Vertretung der Europäischen Kommission München.

Bildautor: Sebastian Fuchs

Im Rahmen der Sicherheitspolitischen Veranstaltung des EUROPoint Ostalb und des Reservistenverbandes Ostwürttemberg/Alb-Donau hat sich der Kommandierende General des Eurokorps Jürgen Weigt in das Goldenen Buch des Ostalbkreises eingetragen.

Bildautor: Sebastian Fuchs

Von links: Leiterin EUROPoint Andrea Hahn, Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter, Steffen Schulz Vertreter der Europäischen Kommission München, Generalleutnant Jürgen Weigt, Landrat Klaus Pavel und Ralf Bodamer Geschäftsführer des EKO - Energieberatungszentrum des Ostalbkreises.

Bildautor: Sebastian Fuchs

sicherheitspolitik

Über die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa referierte Generalleutnant Jürgen Weigt im Landratsamt des Ostalbkreises. Durchgeführt wurde die Veranstaltung vom EUROPoint Ostalb und der Kreisgruppe Ostwürttemberg/Alb-Donau des Reservistenverbands.

AALEN – Der Landrat des Ostalbkreises Klaus Pavel führte in das Thema der Sicherheitspolitischen Veranstaltung „Die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa – Wunsch oder Wirklichkeit?“ ein.

„Man lernt den Frieden zu schätzen“ – Landrat Klaus Pavel

Pavel führte an, dass er diese Woche gerade von einer Reise nach Armenien zurück gekommen ist. Dort wurde die 25. Saison der „Küche der Barmherzigkeit“ eröffnet. Bei der Suppenküchenaktion werden täglich Essen für 500 Erwachsene und 250 Kinder ausgegeben. Unter den Eindruck der kriegerischen Auseinandersetzungen und Armut lernt man den Frieden zu schätzen.

Nach Jean-Claude Juncker ist Europa in erster Linie eine Soft Power. Aber auch die stärkste Soft Power kann langfristig nicht ohne ein Mindestmaß an integrierten Verteidigungskapazitäten auskommen. Mit dieser Überleitung stellte Pavel die Vita von Generalleutnant Jürgen Weigt , Kommandierenden General des Eurokorps in Straßburg vor.

Seit 41 Jahren Soldat

General Weigt trat 1977 als Offiziersanwärter in den Dienst beim Panzerbataillon 144 ein. Nach Abschluss der Offiziersausbildung und Studium der Pädagogik folgten verschiedene Truppenverwendungen in einer Panzerbrigade. Nach Absolvierung des Generalstabslehrgang an der Hamburger Führungsakademie folgte eine Tätigkeit als Referent im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in Bonn. Nach weiterer Verwendung in der Truppe und im BMVg übernahm er 2006 das Kommando über die Panzerbrigade 21 in Augustdorf und wurde dort zum Brigardegeneral befördert. Nach Einsatz im KdoOpFüEingrKr in Ulm sowie an der Offizierschule in Dresden und als Kommandeur des Zentrum Innere Führung in Koblenz folgte einen Auslandsverwendung in Kabul als Chief of Staff im Rahmen der Mission Resolute Support. Seit 7. September 2017 kommandiert er das Eurokorps in Straßburg.

Vom 1-D zum 360-Grad-App

roachGeneralleutnant Weigt führt aus, dass wir mehr mit einer Bedrohungslage des 20. Jahrhunderts konfrontiert sind. Das sicherheitspolitische Umfeld erfordert ein Umdenken von einer eindimensionalen Betrachtung zu einer rundum Betrachtung. Beispielhaft für diese 360-Grad-Betrachtung sind hier die Urkraine- und Krimkrise, Terroristische Bedrohung, Kampf gegen den IS und die Auswirkungen der Migration zu nennen.

PESCO-Initiative

Ein erster Schritt in Richtung Verteidigungsunion wurde 2017 mit der ständigen strukturierten Zusammenarbeit (Permanent Structured Cooperation, kurz PESCO) von 25 der 28 EU-Staaten gelegt. Das PESCO Bündnis ist auch als Antwort auf Donald Trump zu sehen mehr Geld in den Verteidigungshaushalt bereitzustellen. Weitere Ziele sind die gemeinsame Durchführung strategischer Rüstungsprojekte und Mittelfristige Anhebung der Rüstungsausgaben auf 20 Prozent des Verteidigungshaushalts sowie die engere Zusammenarbeit im Bereich der „Cyber-Defence“.

Eurokorps

Das Eurokorps als Multinationaler Stab für die Europäische Union (EU) und die NATO ist in erster Linie ein militärisches Hauptquartier, das aus einen Stab mit eintausend Mann besteht. Im Eurokorps treffen Soldatinnen und Soldaten aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Belgien und Luxemburg zusammen. Verstärkt werden diese Rahmennationen durch Soldaten der Assoziierten Nationen aus Polen, Griechenland, Italien, Türkei und Rumänien.

Seit der Gründung des Eurokorps wurden Einsatzerfahrung bei den Einsätzen der SFOR in Bosnien-Herzegowina, KFOR im Kosovo, ISAF in Afghanistan, Ausbildungsmission in Mali und der Zentralafrikanischen Republik gesammelt.

Generalleutnant Weigt schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass das Eurokorps 2025 als Hauptquartier in der Lage ist 65.000 Soldaten zu Führen. Allerdings muss die politische Bereitschaft auch vorhanden sein die Ressourcen zu nutzen.

Moderierter Bürgerdialog

Im Anschluss des Vortags von General Weigt folgte eine rege Diskussion unter Leitung von Oberst d.R. Ralf Bodamer Ehrenlandesvorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg.

Als Teilnehmer auf der Podiumsdiskussion, neben Landrat Pavel und General Weigt, konnte Bodamer den Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter, Obmann im Auswärtigen Ausschuss und Steffen Schulz als Vertreter der Europäischen Kommission in München begrüßen.

Im Dialog stellte Kiesewetter heraus das die EU zur Zeit mehr Zaungast als Akteur ist. Es müssen gemeinsame Strategien entwickelt werden um den Frieden, Freiheit und Wohlstand zu sichern.

Steffen Schulz zitierte Kommissionspräsident Juncker mit dem Worten, dass Europa nicht nur Global Payer, sondern auch Global Player sein soll. Oft macht das Einstimmigkeitsprinzip es schwierig hier geschlossen aufzutreten. Dazu müsse Europa sein Schicksal in die Hand nehmen und beginnen, Weltpolitik zu treiben. Die Welt sei unbeständiger geworden, und ein egoistischer Unilateralismus greife um sich. Um in der Handelspolitik, der Sicherheitspolitik, der Verteidigung, aber auch der Migrationspolitik die eigenen Interessen durchsetzen zu können, müsse die Union mit einer Stimme sprechen.

Die Frage nach einer Europäischen Armee ist für General Weigt einen Gretchenfrage. Zuerst müssen bestehende Prozeduren und Ressourcen besser genutzt werden. Weiter stellte er fest, dass die Politik entscheidet wie die Streitkräfte einzusetzen sind.

Abschließend führte Landrat Pavel an, das es wichtig ist bereits die Fluchtursachen im Land zu bekämpfen, damit diese nicht entstehen bzw. gemildert werden. Für den Landrat ist es deshalb wichtig Städtepartnerschaften zu Integrieren und zu Pflegen um mit den Menschen vor Ort zu sprechen um die Nöte und Lebensbedingungen zu verstehen.

 

Text/Fotos: Sebastian Fuchs

www.reservisten-ostwuerttemberg.de

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