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Kreisgruppe Aschaffenburg

Aus der Truppe

Binationale Übung unter Beteiligung Aschaffenburger Reservisten




Foto: AusbZInf Hammelburg

Bildautor: Ausbildungszentrum Infanterie

Am Freitag, den 22. März 2019, machten sich 10 Kameraden der Kreisgruppe Aschaffenburg nach Hammelburg auf, um dort den Jägerlehrzug des Ausbildungszentrums Infanterie personell zu unterstützen. Bei solchen Veranstaltungen kann die bestehende Partnerschaft zwischen der Reservistenkameradschaft Schweinheim innerhalb der Kreisgruppe und dem Jägerlehrzug weiter vertieft werden.

Kaum angekommen, blieb keine Zeit zum Durchatmen. Zuerst wurden Waffen, Material, Munition und Stuben übernommen. Nach Abschluss dieser Maßnahmen ging es unverzüglich zur Befehlsausgabe, um in die Lage eingewiesen zu werden. Nun mussten die Befehle umgesetzt werden, dazu gehörte ebenfalls das Vorbereiten der Ausrüstung für die bevorstehende Übung. Erst jetzt konnte man sich noch etwas ausruhen, bevor um 0400 der Wecker einen aus dem Schlaf gerissen hat. Dann ging es schnell: anziehen, Gesichtstarnung herstellen, die letzten Gegenstände verpacken und den Gefechtsanzug herstellen. Pünktlich saßen wir auf die Transportpanzer auf und verlegten Richtung Truppenübungsplatz Hammelburg.

Im Müllerschlag abgesessen, verzögerten wir den Angriff der deutschen und französischen Infanterieoffiziere und -offizieranwärter auf Bonnland. Dies gelang uns Verteidigern planmäßig bis zum späten Nachmittag, dann wurde nach Bonnland ausgewichen und die Verteidigung eingerichtet, sofort Stellungen bezogen, Alarmposten eingesetzt und Spähtrupps zusammengestellt. Doch der erwartete Angriff blieb aus. Somit konnte sich der eine oder andere noch eine kleine Mahlzeit gönnen und sich, bevor er mit einer weiteren Aufgabe betraut wurde, kurz ausruhen.

Die nächsten beiden Tage wurde intensiv der Orts- und Häuserkampf in und um Bonnland herum betrieben. Hierbei half das System AGDUS den Schiedsrichtern bei der Entscheidungsfindung und sorgte bei dem ein oder anderen für ein Erfolgserlebnis.
Am Ende des dritten Tages wurde unser Zug aus der Ortschaft herausgedrängt, was dafür sorgte, dass wir am vierten Tag die Angreifer waren und nun die Situation aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten konnten.
Am Vormittag wurde dann die 72-Stunden-Gefechtsübung beendet und es begannen die Nachbereitungen.

Alle Reservisten kamen unversehrt aber erschlagen und müde nach Hause. Es war keine alltägliche Übung. Alle konnten ihre Schwächen und Stärken erkennen, haben Neues gelernt und Altes vertieft. Wir sind dem Jägerlehrzug aus Hammelburg sehr dankbar, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen.

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