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Foto: Winfried Stecher

Bildautor: Winfried Stecher

Erste-Hilfe

Da fällt Jemand zusammen und bleibt regungslos auf dem Boden liegen. Was jetzt tun? – Schauen ob jemand hilft? Selber tätig werden! Wie das geht haben die Kameraden aus der Reservistenarbeitsgemeinschaft Schießsport der Kreisgruppe Aschaffenburg am 22. Juni in Aschaffenburg-Schweinheim von den Kameraden des Malteser Hilfsdienstes gelernt.

Die erste Frage „Was ist die 5 Minuten Regel?“ war schnell erklärt: Innerhalb dieser Zeit muss das Gehirn der verletzten Person mit Sauerstoff versorgt werden, sonst drohen bleibende Schäden. Deshalb ist besonnenes und zügiges Handeln angesagt. Wie das geht erklärten Willi Kerber (Lehrgangsleiter), Franz Englert und Christine vom Malteser Hilfsdienst uns. Ganz Wichtig sei Ruhe bewahren – in Filmen wird da ein falsches Bild vermittelt – denn mit Hektik passieren Fehler.

Schrittweise haben wir das Verhalten in verschiedenen Situationen und die dazu nötigen Hilfsmittel gelernt. Natürlich auch geübt.

Herzinfarkt und Schlaganfall kann jederzeit eintreten. Falls man selber betroffen und alleine ist, sollte man solange noch eine Handlung möglich ist die Haus-, Wohnungstüre öffnen und selber den Notruf absetzen. So kann der Rettungsdienst schnell helfen. In den Fällen, wo wir einen solchen Verletzten finden wurden die erforderlichen Schritte gezeigt und an einer Puppe geübt. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage) rettet viele Menschenleben. Soweit in der Nähe vorhanden kann auch ein Defibrillator eingesetzt werden. Bei der Übung mit diesem Gerät zeigte sich, dass alle Schritte angesagt werden. So können wir als Ersthelfer bei der Anwendung keinen Fehler machen.

Der theoretische Fall eines Unfalles auf einem Schießstand wurde besprochen. Dabei ist wichtig, dass sofort alle anwesenden Personen ihre Waffen und Ausrüstung unverändert ablegen. Wie bei allen Notfällen ist es wichtig so früh und genau wie möglich den Notruf abzusetzen. Die verletzte Person wird in einem sicheren Bereich versorgt und dem Rettungsdienst übergeben. Bis zum Eintreffen der Polizei zur Unfallaufnahme betritt niemand den betroffenen Schießstand.

Die Versorgung von Wunden wurde mit jeweils einem Partner geübt. (Pflaster, Verbandpäckchen, Druckverband und falls das nicht reicht Abbinden). Gezeigt wurde, dass der Rettungsdienst und die Bundeswehr dazu noch rationellere Hilfsmittel haben.

Weitere Themen waren z.B.

  • Bei Prellungen, Insektenstichen helfen Kühlakku ebenso wie bei Verbrennungen.
  • Verletzungen / Fremdkörper im Auge.
  • Vergiftungen.
  • Lagerung je nach Verletzung (Seitenlage, Schocklage usw.). Die Praxis zeigte, dass „gehört“ noch lange nicht „gekonnt“ ist: „… das üben wir noch einmal, so wird das richtig …“
  • Bei Verschlucken erste Hilfe leisten – aber richtig – war ein weiteres praxisnahes Thema.

Durch die Kreisgruppe war eine gute Verpflegung sichergestellt. Ebenso hat die Reservistenkameradschaft Schweinheim mit den Räumen und der Getränkeversorgung zum Gelingen beigetragen. In den Pausen wurden Anregungen für weitere Erste-Hilfe Ausbildungen besprochen und das vorher Gelernte anhand von Erfahrungen vertieft.

Damit das Gelernte nicht so schnell vergessen wird und zum Nachlesen, gab es für jeden Teilnehmer eine Erste-Hilfe Fibel.

Winfried Stecher (Vertreter vom Kreisvorstand) überreichte den drei Ausbildern vom Malteser Hilfsdienst jeweils ein Geschenk der Kreisgruppe als Dank für den gelungenen Ausbildungstag. Verbunden mit dem Wunsch bei Gelegenheit das Thema Erste-Hilfe weiterzuführen verabschiedeten wir uns in das Rest-Wochenende.

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