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Kreisgruppe Aschaffenburg

Militärische Aus- und Weiterbildung

Kommandowettkampf „Kalter Marsch 2022“




Bildautor: privat

Der Wettkampfkader der Kreisgruppe Aschaffenburg beim „Kalter Marsch 2022“

Am 18.02.22 reiste der Wettkampfkader der Kreisgruppe Aschaffenburg nach Bruchsal zum Kommandowettkampf „Kalter Marsch“. Nachdem uns durch den bedauerlicherweise krankheitsbedingten Ausfall eines Teammitgliedes kein Dienstfahrzeug zur Verfügung stand, wurde kurzfristig umgeplant und unter Führung von HFw.d.R. Tino Otrzonsek mit einem Privatfahrzeug zum Zielort verlegt. 

Am Anreisetag wurden organisatorische Maßnahmen erledigt und unser Schlafplatz in einer Turnhalle durch uns hergerichtet. Anschließend wurden wir noch in die Waffen u.a. MG 4 und G36 AG 40 eingewiesen. Am frühen Samstagmorgen hieß es dann für den Wettkampfkader Stationsausbildung und dabei Punkte sammeln. Hierbei wurde dem Wettkampfkader Aschaffenburg alles abverlangt. Auch wenn wir körperlich topfit waren, wurden uns schnell unsere Ausbildungslücken aufgezeigt. Hierzu als kleines Beispiel die Station Völkerrecht, bei der u.a die Fragen zu lösen waren, was Requisition bedeutet oder woran man einen abgeschossenen Kampfpiloten in der Luft erkennt und ob man diesen bekämpfen darf. Oder auch die Station Karte Kompass, bei der u.a. die Aufgabe gestellt war, wo ein Versorgungspaket landet, bei östlichem Wind von 6m/s nach der Abwurfstelle bei Koordinate XY. Hier wurde dem Wettkampfkader schnell gezeigt, dass weiter Ausbildung in der Kreisgruppe betrieben werden muss.

Nachdem wir um 13.00 Uhr 20 Wettkampstationen gemeistert hatten, begann die Ruhephase. Nachmittags ging es für den Gruppenführer Tino noch in die Lagebesprechung für die Nachtphase, u.a. war hierbei die Vorgabe bis spätestens 01.00 Uhr wieder im Lager angekommen zu sein. Die Ausgangslage war, dass wir um 19.00 Uhr als Gefangene mit dem Bus in ein Gefangenlager in der Nähe von Büchig verlegt wurden. Am Bus erhielt unsere Gruppe noch 4 Lebensmarken. Diese Marken wurden, wie sollte es auch anders sein, weniger bei erneuter Gefangenschaft.

Nach der Ankunft im Gefangenenlager, wurden wir zusammen mit anderen Wettkämpfern auf einen Sportplatz getrieben. Nachdem einige Zeit vergangen war, gingen plötzlich alle Lichtquellen aus und es gab mehrere Explosionen. Diese Situation nutzte der Wettkampfkader Aschaffenburg zur Flucht. Nach kurzer Laufphase in die Wälder, hielt der Wettkampfkader inne und zog sich leise unter. Hier wurde sich neu organisiert und der weitere Weg mit Sammelpunkten besprochen. Die Absicht von Tino war es, in kurzen schnellen Bewegungsphasen zurück zur eigenen Truppe im Lager Bruchsal zurückzustoßen. Innerhalb der ersten drei bis vier Kilometer war es uns gelungen unbemerkt sämtliche Geländearten zu überwinden. Dann kam die ersten Schwierigkeiten, eine doppelte Bahnlinie und einen drei bis vier Meter breiten Fluss zu überqueren. Nachdem wir die Gleise ohne Zwischenfälle überqueren konnten, wurden wir durch Feindeskräfte bei der beabsichtigten Flussüberquerung erkannt und bei unserer Flucht einige Hundert Meter verfolgt. Nach diesem Schreckmoment hieß es höchste Aufmerksamkeit, denn mit immer näherkommendem Ziel wuchs auch die Gefahr der immer mehr werdenden feindlichen Kräfte, die sowohl abgesessen als auch aufgesessen, unterwegs waren. Nachdem wir in Flussnähe unterziehen konnten, sammelten wir wieder unsere Kräfte und beschlossen an einer anderen Stelle den Fluss zu überqueren. Aufgrund der Witterung hatte der Wettkampfkader das Ziel trockenen Fußes über den Fluss zu kommen. Dies gelang, als Tino einen über den Fluss liegenden Baumstamm bemerkte, den er als erster zur Überprüfung der Stabilität überquerte. Nachdem dies gelang zog der Rest der Gruppe nach. Mühsam und mit schnellen Schritten näherten wir uns durch geschickte Geländeausnutzung unserem Zielpunkt. Je näher wir dem Ziel kamen umso mehr wurde unsere Vorgehensweise durch immer mehr werdende feindliche Patrouillen, die mit Suchscheinwerfern das Gelände absuchten, erschwert. Dennoch konnten wir bis auf 500 Meter unentdeckt zum Ziel gelangen. Dort erschwerte sich unsere Lage erheblich. Hier wurde durch verstärkte Feindkräfte mit sämtliche Leuchtmitteln die Nacht zum Tag gemacht. Aufgrund unseres Zeitdrucks, war es nicht möglich diese Stelle zu umgehen. Wir hatten nur die Möglichkeit mit einem schnellen Sprung über die Straße das angrenzende Waldstück zu erreichen. Nachdem uns der Feind den Rücken zugekehrt hatte, rannten wir los. Hierbei hatten wir das Pech auf unserer Seite, denn als wir nur noch 15 Meter bis zum Waldrand hatten, drehten sich die feindlichen Patrouillenlichter in unsere Richtung und kamen mit Vollgas auf uns zu. Hierbei gerieten leider 2 Gruppenmitglieder von uns in Gefangenschaft. Aufgrund dessen mussten wir trotz sehr guter Leistung in der Annäherungsphase, im Zielbereich eine Lebensmarke abgeben. Den Zielbereich erreichten wir als 12. von 19 Mannschaften um 00.55 Uhr.

Nach der anstrengenden und durchaus guten Nachtphase waren wir ziemlich sicher eine Platzierung im gesunden Mittelfeld errungen zu haben. Nach kurzer Erholungsphase, hieß es am Sonntagmorgen 10.00 Uhr Antreten zur Siegerehrung. Hierbei erreichten wir einen für uns selbst enttäuschenden 17. Platz. Dennoch wissen wir jetzt was wir in Zukunft in weiteren Ausbildungen üben müssen, damit wir in zwei Jahren wieder am Kalten Marsch antreten können um eine anzustrebende Platzierung unter den ersten Zehn zu erreichen. Schlussendlich ist anzumerken, die gezeigte Leistung des Wettkampkaders war beachtlich, vor allem im Bereich der körperlichen Fitness.

 

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