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Kreisgruppe Aschaffenburg

Militärische Aus- und Weiterbildung

Stoßtrupp Bravo greift an




Bildautor: Markus Felkel

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Kreisgruppe Aschaffenburg übt in Zugstärke – eingesetzt als „Stoßtrupp Bravo“ – den Angriff auf der Infanteriekampfbahn in Hammelburg.

Eine absolute Hochwertveranstaltung der Kreisgruppe Aschaffenburg war das Ausbildungswochenende auf der Infanteriekampfbahn in Hammelburg. Mehr als 30 hochmotivierte Reservisten haben sich der körperlich und geistig fordernden Ausbildung gestellt und ein Wochenende infanteristische Ausbildung vom feinsten genossen.

Los ging es am Freitagmittag mit den notwendigen organisatorischen Themen: Einschleusung, Beziehen der Stuben, verlegen nach Bonnland und dort erfolgte die Einweisung/Belehrung in die Sicherheitsbestimmungen auf dem Übungsplatz, dann ein kurzes theoretisches Vermitteln des Ausbildungsstoffes und eine weitere Einweisung in das Wochenende. Nach der Dienstunterbrechung Abends nutzen alle Teilnehmer nochmal die Möglichkeit ihre Ausrüstung für den Folgetag vorzubereiten und dann ging es nach einem gemeinsamen Abendessen und vielen gemeinsamen Gesprächen auch zeitig ins Bett.

Um keine Ausbildungszeit zu verlieren, begann der Samstag noch vor der Dämmerung mit der Waffenausgabe, Materialempfang, dem Anlegen von Ausrüstung und Tarnschminke,… sodass der „Bravo-Zug“ bereits komplett um 8.30 Uhr auf die Infanteriekampfbahn verlegt hatte.

Der Leitende der Veranstaltung (und „Üb-Zugführer“) OTL Patrik Eberwein und unser FwRes SF Thomas Schinkmann (eingesetzt als Ausbildungsleiter) teilten die Reservisten gleich in Gruppen (Gruppen „Bravo 1“ bis „Bravo 3“) und einen Nahsicherer für den Zugführer ein. Außerdem stellten 5 Kameraden das Feindkommando.

Abschnittsweise erklärte Stabsfeldwebel Thomas Schinkmann im Gelände die einzelnen Abschnitte der Infanteriekampfbahn. Zuerst wurde das Eindringen in ein Gebäude („Schweinestall“) und dort der Kampf von Raum zu Raum und das überschlagende Vorgehen im Gebäude eingeübt.

Danach folgten die Stationen Sturmausgangsstellung, Feind blenden mit Nebelwand, öffnen einer Sperre, Einsatz der Deckungsgruppe, Vorgehen unter Deckungsfeuer („Keine Bewegung ohne Feuer, Kein Feuer ohne Bewegung“) und Annähern an ein Gebäude. Bei allen Stationen wurde auch die Befehlsgebung vom Zugführer an die Gruppenführer und von den Gruppenführern an alle Trupps und die jeweiligen Rückmeldungen besprochen.

Ein typischer Zugbefehl war:

„Bravo an alle – wir greifen weiter an – dazu: Bravo 1 fertig machen weiter vorzurücken – Bravo 1 nimmt auf Befehl Mauerrest 40 vor eigener Stellung – Bravo 3 bereitet sich vor Deckungsfeuer für das Vorgehen von Bravo 1 zu geben und Feind niederzuhalten – Bravo 2 riegelt weiter ab. Alle Fertigmeldungen an mich!“

So wurde vom einfachen Soldaten bis zum Zugführer jeder Teilnehmer beübt. Nachdem samstags dann ein kompletter Durchgang von der Sturmausgangsstellung bis zum Nehmen des Gebäudes Schritt für Schritt geübt wurde. Folgte am Sonntag ein scharfer Durchgang, mit anschließender Übungsnachbesprechung, Teilnehmer jeder Ebene sprachen ihre Sicht auf diesen Durchgang an und jeder stellte eine deutliche Steigerung der Leistung zum Vortag fest.

Danach wurde in die Unterkunft zurückverlegt und die Waffen gereinigt. Zum Waffenreinigen unterstützten zwei aktive Kameraden aus der Waffenkammer der Infanterieschule und gaben den Reservisten hilfreiche Tipps, worauf beim Waffenreinigen im Detail zu achten ist und wie man am schnellsten gute Reinigungsergebnisse erzielt.

Nachdem Waffen und Material gereinigt und vollständig zurückgegeben wurden, mussten noch die Unterkünfte gereinigt werden, bevor es das große Abschlussantreten gab. OTL Eberwein bedankte sich beim Ausbilder SF Schinkmann für die wirklich herausragende abwechslungs- und lehrreich gestaltete Ausbildung und verabschiedetet die Kameraden in das wohlverdiente Restwochenende.

Kurz zusammengefasst, eine tolle Ausbildung, viele motivierte Kameraden, die mit großer Freude an der Ausbildung teilnahmen und ihr Wissen in ihren verschiedenen Mob-Truppenteilen weitergeben wollen. Das Ausbildungsziel wurde auf jeden Fall erreicht und die Teilnehmer wünschen sich eine Fortsetzung der Ausbildung in ähnlichem Rahmen.

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