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Reservistenkameradschaft Deggendorf-Mietraching

Allgemein

RK Deggendorf-Mietraching startet mit RK Straubing beim Nachtorientierungsmarsch in Lalling




NOM Lalling Start + FFw

RK Hengersberg + Plattling am Start - rechts Station 1: Helmut Bukowski und Frank Heimann aus der Siegermannschaft 2020

Bildautor: Reinhard Moser

Josef König und Hans-Jürgen Wandinger mit Guido Loibl (RK Straubing)

Bildautor: Erwin Graf

ReservistenkameradschaftRK

Stellvertretender RK-Vorsitzender Hans-Jürgen Wandinger vereinbarte bereits am Rande der „Kreisdelegiertenversammlung in Oberalteich“ die Bildung einer gemeinsamen Mannschaft mit Franz Strigl und Guido Loibl von der RK Straubing.

Unter Führung von Josef König startete die Mannschaft zunächst zu Dritt an den Vorbereitungsstationen, da Franz Strigl wegen anderer Terminbindung erst bei der Station Schießen dazu kommen konnte. Den folgenden Nachtorientierungsmarsch absolvierten alle vier gemeinsam erfolgreich, auch wenn wiederum einige Fertigkeits- und Wissenslücken erkennbar wurden.

Die vorwiegend jungen und engagierten Mitglieder der RK Lalling hatten unter Leitung von Andreas Hackl einen sehr interessanten Wettkampf gestaltet, der vermutlich den meisten Teilnehmern viel Spaß machte. Übungsausschnitte zur Bekämpfung eines Entstehungsbrandes waren mit Schnelligkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit fast spielerisch zu meistern. Die Versorgung einer klaffenden stark blutenden Wunde mit militärisch verfügbarem Material war nicht allen aus der Ausbildungsstation beim Biwak in Datting geläufig, dennoch hatte die Manschaft mit Guido Loibl einen Kameraden dabei, der das Bewertungsergebnis des Teams durch schnelles und zielorientiertes Handeln verbessern konnte. Allgemeine Fragen zur Bundeswehr mit Anteilen aus der aktuellen Politik belebten die Diskussion innerhalb der Mannschaft. Obwohl zum Beispiel unsere Mitgliederzeitschrift „Loyal“ vor kurzem erst ausführlich berichtete, das ein Kampfpanzer Leopard auf 100 Kilometer durchaus 400 Liter Diesel verbrauchen kann, weichten hier die Schätzzahlen am Weitesten ab. Unter Zeitbegrenzung fertigten sie dann eine Wegeskizze an, die anschließend im Gelände zur Orientierung benötigt wurde. Bei der Deutung der Hilfsabkürzung „LANGEMARK“ war man sich schon nicht mehr so sicher: Lage, Auftrag, Nachbarn, Grenzen, Eröffnungslinie (des Feuers), Meldung, Ablösung, Rückwäriges Gebiet (Platz des Führers), Kennwort (Parole). Die Station Schießen forderte Kraft und Geschicklichkeit. Die Mannschaft teilte sich in Zweier-Teams und bewältigte die Aufgabe als „Staffette“. Eine schwere Munitionskiste wurde aus einer Deckung schnell in die Stellung verbracht und beide Schützen führten den Feuerkampf bis alle Ziele getroffen waren. Dann konnte sich jeder noch Pluspunkte im Handgranaten-Zielwurf holen, ehe die Kiste wieder in die Deckung zurückgebracht und der zweite Trupp die Aufgaben ebenfalls erledigte. Erst als dieser zurück war, wurde die Zeit gestoppt und das Stationsergebnis ausgewertet.

Der Meldekopf war gleichzeitig Start- und Zielpunkt für den anschließenden Nachtorientierungsmarsch. Der Mannschaftsführer erhielt den Befehl schriftlich, dazu eine einlaminierte Karte, Planzeiger, wasserfesten Stift und Kompaß und hatte nun seine Kameraden einzuweisen und den Auftrag mit allen Kontroll- Melde- und Orientierungspunkten umzusetzten. Schon nach wenigen Huntert Metern wurde die erste Abweichung von dem in der Karte eingezeichneten vorgegebenen Weg festgestellt. Korrektur erfolgte bei nächster Möglichkeit. Ab Kurpark war die Karte geschwärzt. Hier orientierte Guido Loibl anhand der Wegeskizze sehr zielgenau über den Kontrollpunkt „A“ bis nach Gerholling. Die Koordinate für den Kontrollpunkt „B“ war in Ortsmitte ausgehängt und wurde in die Karte übernommen. Weil nun von einer Marschkompaßzahl (MKZ) zur nächsten orientiert wurde, übersah unsere Mannschaft den Abstecher zum Kontrollpunkt, auch wenn der Zielpunkt nach allen MKZ bis auf 20 Meter Abweichung gut erreicht wurde. Leider ließ die Aufmerksamkeit auf dem anschließenden Marschweg nach Karte nach. Die Minen-Warnschilder wurden zu spät erkannt und der Erste löste bereits die Stolperdrahtfalle aus. Hundert Meter weiter wartete der Feldwebel für Reservistenangelegenheiten mit seinem Dienstfahrzeug und dem zugeordneten Stationspersonal bereits auf die Mannschaft.

„Hören und Sehen bei Nacht“! Mit und ohne Restlichtverstärkung hatte die Gruppe zunächst Zeit, ihre Umgebung nach Objekten abzusuchen. Zwar konnten bereits mit bloßem Auge drei mit Leuchtstäben kenntlich gemachte Ziele ausgemacht werden, aber auch mit Hilfe des Nachtsichtgerätes wurden sie nicht eindeutig identifiziert und benannt. Zwei stehende Soldaten, rechts daneben in ca. 100 Meter Entfernung – mitten im Weg am Waldrand – wurden erst beim Weitermarsch erkannt, als man schon auf fast 30 Meter heran war. Während „der Feind“ uns schon an der Station wegen mangelhafter Geräusch- und Licht-Disziplin voll erkannte, hätten wir vermutlich keine Chance gegen ihn gehabt.

Die weiteren Orientierungspunkte lagen meist an Kreuzungen, Abbiegungen und Einmündungen, an denen immer wieder die neuen Zwischenzielkoordinaten bis zurück zum Ziel angegeben waren. Fairerweise hatte das Funktionsbersonal auch zusätzliche Hilfestellung gegeben. Auf dem richtigen Weg, waren in allen Marschabschnitten immer wieder Bilder mit weitgehend neuen Fahrzeugen und Waffen der Bundeswehr aufgehängt, die auch als Meldung bei Zielankunft mit der Startkarte zur Bewertung abgegeben wurden. Wenn jemand falsch abgebogen war, konnte er bereits nach ca. 100 Metern einen Aushang mit der Beschriftung „Falscher Weg“ finden und in den meisten Fällen ohne größere Mühe wieder richtig orientieren. Insgesamt empfand unsere Mannschaft die Aufgabenvielfalt interessant. Auch wenn man nicht alles wissen kann oder muß, ist es doch eine Gelegenheit, vorhandene Kenntnisse und Fertigkeiten aufzufrischen und immer wieder auch Neues zu entdecken. Durch eine harmonische Gegenseitige Ergänzung im Team, bietet die RK Lalling sowohl alten Hasen als auch Neulingen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen die Gelegenheit, sich wettkampfmäßig zu vergleichen (aber ohne wirklichen Zeitdruck und ohne körperliche Überforderung). Auf die Ergebnisse darf mann gespannt sein, denn auch Sieger machen Fehler. Vielleicht erfahren wir in Kürze bei einem Frühschoppen in Lalling, wer die Nase vorn hat?

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