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Aus der Truppe

Gebirgsjäger planen den Einsatz einer luftbeweglichen Reserve




Bild 1: Vor der Übung bekommen die Soldatinnen und Soldaten eine Einwei-sung in das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit.

Genaues Arbeiten und Planen ist Vorrausetzung damit der luftgestützte Ein-satz erfolgreich durchgeführt und der Hubschrauber landen kann.

Der Lagevortrag ermöglicht es dem Kommandeur, sich ein Bild von der Lage zu machen und einen Entschluss zu fassen.

  • Von Leutnant, Christian Karl Bauer, Gebirgsjägerbataillon 231
  • 22.03.2021
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Bad Reichenhall, 22. März 2021 Stift und Papier statt Ski und Steigeisen – Das Gebirgsjägerbataillons 231 übt im Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit. Ziel ist es, den Bataillonsstab im Planungsprozess für luftgestützte Operationen fit zu machen.

Für die Angehörigen des Stabes und der 1. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 ist es ein besonderer Auftrag; während einer Stabsrahmenübung sollen sie den Einsatz einer luftbeweglichen Reserve planen. Das dies nicht ohne ausreichend Vorbereitung geht, wird den Soldatinnen und Soldaten schnell klar. Im niedersächsischen Celle, im Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit, wird ihnen zunächst das notwendige Rüstzeug vermittelt.

Aus den Bergen in den Hörsaal

Die ersten zwei Tage bekommen die Gebirgsjäger eine Einweisung und Unterrichtung über die Besonderheiten eines luftgestützten Einsatzes. Als beratendes und unterstützendes Element, dient es als zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres, um die luftbeweglichen Verbände und Einheiten zu trainieren. Für diesen Zweck stehen Gefechtsstände, Simulatoren und u.a. der Heeresflugplatz Celle bereit.

Genaues Arbeiten und Planen ist Vorrausetzung damit der luftgestützte Ein-satz erfolgreich durchgeführt und der Hubschrauber landen kann.

Ein altbekannter Widersacher

Die Stabsrahmenübung wird in ein fiktives Szenario eingebettet. Wislanien, ein aggressiver Staat, hat es auf seinen Nachbarn, Altraverdo, abgesehen. Gemeinsam mit den „Sentinels of God“, einer religiösen Terrorgruppe, werden Angriffe auf Altraverdo durchgeführt. Seit einiger Zeit sind die feindlichen Angriffe jedoch zum Stillstand gekommen und die Gebirgsjäger haben den Auftrag, einen Gegenangriff durchzuführen und die Feindkräfte zu zerschlagen.

Sorgfältige Planung ist das A und O

Für Oberstleutnant Dennis Jahn, Kommandeur der Reichenhaller „Jager“, sind die nächsten Schritte klar. Kurz bevor es in den Gefechtsstand geht, stellt er fest, dass „die Abholpunkte für die weitere Stabsarbeit geschaffen worden und wir in die Auswertung des Auftrages einsteigen können“. Das dabei „die Uhr fest im Blick“ sein muss, merkt Oberstleutnant Sebastian Gömbi, stellvertretender Kommandeur Gebirgsjägerbataillon 231, zusätzlich an. Für die Planung gäbe es nur einen Tag Zeit.

Die Zeit läuft…

Für die verschiedenen Abteilungen bleibt daher wenig Spielraum für Experimente. Konzentration auf das Wesentliche ist die Devise. Verschiedene Faktoren sind von Relevanz: Feindlage und -kräfte, geografische Gegebenheiten, Wetter, Ausrüstung der eigenen Truppe etc. Dementsprechend ist der Austausch unter den Abteilungen zwingend geboten – nur so können die einzelnen Stränge mit einander verwoben werden. Regelmäßige Zwischenbesprechungen, die immer wieder angesetzt werden, sollen hierbei den beteiligten Soldatinnen und Soldaten ein gemeinsames Lagebild liefern. Obwohl die Zeit immer „im Nacken“ sitzt, können die zeitlichen Vorgaben eingehalten werden. In einem Lagevortrag zur Entscheidung werden dem Kommandeur die Ergebnisse der Beurteilung der Lage vorvorgetragen. Damit kann er nun zu einer Entscheidung kommen. Die Grundlage für die geplante Umsetzung in die Praxis durch die 2. Kompanie ist geschaffen.

Praktische Umsetzung im Mai

Für die Soldatinnen und Soldaten der zweiten Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 wird es in der Kalenderwoche 18 und 19 ernst. Sie werden es sein, die die durch den Stab geplante Operation nach einer Befehlsausgabe durchführen werden. Dafür schon einmal vorab viel Erfolg! Horrido.

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