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Kalter Marschwettkampf

Bruchsal 08.-10.02.2019 Internationaler Kommandowettkampf „Kalter Marsch 2019“ im Kraichgau. Wettkampfkader Oberbayern Südost erringt sowohl den 4. Platz als auch den Sonderpreis „Hindernisse“ und stellt somit seine Leistungsfähigkeit in einem zähen Wettkampf, in der Championsleage der mitteleuropäischen Miltärpatrouillenwettkampfe unter Beweis.

Insgesamt 25 Mannschaften aus ganz Deutschland, Frankreich und der Schweiz rückten am Samstag, den 09.02.2019, in Bruchsal an, um bei einem der populärsten und anspruchsvollsten Militärpatrouillen-Wettkämpfe in Mitteleuropa anzutreten. Der „Kalte Marsch“ wird alle zwei Jahre von der RK Ubstadt unter der Führung von OTL d.R. Bensching ausgerichtet. Um diese Großveranstaltung mit 100 Wettkämpfern durchzuführen, waren 161 Unterstützer und Funktioner notwendig. Darunter nicht nur Reservisten und aktive Soldaten, sondern auch Helfer von THW, Feuerwehr und DRK. Anders als der Name möglicherweise vermuten lässt, ist beim „Kalten Marsch“ nicht nur Marschleistung bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gefragt. Tatsächlich handelt es sich um einen äußerst vielseitigen Wettkampf bei Tag und Nacht, welcher den Reservisten in Sachen körperliche Fitness, soldatische Fähigkeiten und militärisches Wissen einiges abverlangt und sie bis an die Belastungsgrenze führt. Nach der erfolgreichen Teilnahme 2017ging auch dieses Jahr wieder eine Mannschaft des Wettkampfkader Oberbayern Südost voller Elan an den Start. Dieses Mal mit Reservisten der GebJgRK Wolkersdorf-Waginger See, RK Rosenheim-Bad Aibling und der RK Freilassing.

Bild rechts: Oberbayerischer MG-Trupp mit MG5 und DF (Foto: Mohr)

Kommando-Stationswettkampf bei Tag

Der erste Teil des Wettkampfes bestand aus einer 5-stündigen Tag-Phase mit 20 Stationen, welche mit Helm und 10kg-Rucksack gemeistert werden mussten. Die erste Station für den Wettkampfkader Südost war sogleich das Überwinden der Hindernisbahn. Hier hatten sich die Veranstalter gleich eine Besonderheit einfallen lassen: Die Wettkämpfer mussten eine Holzkiste mit einem „instabilen Kampfstoff“ mitführen. Dies wurde umgesetzt durch Sensoren in der Kiste, welche bei zu starken Stößen oder zu großer Neigung empfindliche Zeitstrafen zur Folge hatten. Nachdem die Mannschaft nun auf Betriebstemperatur war, ging es nach der Fremdwaffenkunde und einer Gedächtnisübung erneut körperlich zur Sache, als ein ausgefallener TPz Fuchs mit einem stattlichen Gewicht von 16 Tonnen eine Strecke von 70m geschoben werden musste. Danach war im Simulator AGSHP die Gruppe in der Verteidigung mit G36, MG3 und PzFst3 gefragt. Hier wurde ein feindlicher Angriff von drei Schützenpanzern mit abgesessener Infanterie abgewehrt. Dieser Station folgten die Versorgung von zwei Verwundeten, der schweißtreibende Transport von Baumstämmen durch unwegsames Gelände und das Ermitteln der korrekten Länge einer Zündschnur, um exakt 60 Sekunden Brenndauer zu erreichen. Danach ging es über einen doppelten Seilsteg zur Standortschießanlage. Hier waren für die Wettkampfteilnehmer mehrere Highlights geboten. Neben dem Schießen mit G36, P8 und MP7 mit SK4-Weste, musste auch die Treffsicherheit mit den neuen Maschinengewehren MG4 und MG5 unter Beweis gestellt werden. Des Weiteren musste jeder Wettkämpfer mit dem AG40, dem Unterlaufgranatwerfer für das G36, und seinen 40mm Üb-Granaten zwei Schützengruppen in verschiedenen Entfernungen bekämpfen. Nach dem Schießen stand die Station „Waffenkiste“ auf dem Plan. Für eine Überraschung sorgte hier eine MP5K und eine AKM, welche neben den klassischen Handfeuerwaffen der Bundeswehr in kurzer Zeit zusammengesetzt werden mussten. Mit Aufbau, Durchführung und Rückbau eines Löschangriffs mit 3 CM-Rohren, einer Geschicklichkeitsübung, der Fahr-/Flugzeugerkennung und dem Handgranaten-Zielwurf wurde die Tag-Phase erfolgreich beendet und die Zeit bis zur Nacht-Phase zur Rast und Verpflegung genutzt.

Bild links: Schießen mit dem AG40 (Foto: Mohr)

Aufklärung und Exfiltration bei Nacht

Nach Einbruch der Nacht, wurden die Wettkämpfer mit Bussen an den 40km entfernten Rhein verlegt. Hier war zunächst eine Gefechtsfeldbeobachtung durchzuführen, bei welcher mehrere Militärfahrzeuge aufzuklären waren und die Entfernung zu ermitteln war. Nach Erfüllung des Auftrags musste im Schutze der Dunkelheit zuerst ein Altarm des Rheins mit Schlauchbooten und Paddeln überquert werden, um dann per Motorboot über den Rhein überzusetzen. Als letzte Herausforderung des Wettkampfes war nun ein Eilmarsch von 12,6km Länge zu bewältigen, für welchen die Reservisten ihre letzten Kräfte mobilisierten. Mit Erreichen der Ziellinie endete somit ein langer, fordernder und kräftezehrender Wettkampftag und die Mannschaften konnten in die wohlverdiente Nachtruhe übergehen.

Bild rechts: Wettkampfkader Oberbayern Südost beim Handgranaten-Zielwurf (Foto: Mohr)

Siegerehrung am Tag danach

Am Sonntagmorgen um 10 Uhr versammelten sich die Wettkampfmannschaften und Funktioner zur Siegerehrung. Der Leitende der Veranstaltung dankte zunächst den Wettkämpfern und vor allem dem Funktionspersonal für die erbrachte Leistung und die Durchführung des „Kalten Marsch 2019“, um dann mit der Verkündung der Platzierungen fortzufahren. Hierbei konnten sich die Wettkämpfer des „Wettkampfkader Oberbayern Südost“ nicht nur über einen hervorragenden vierten Platz in der Gesamtwertung, sondern darüber hinaus auch über den Sonderpreis „Hindernisse“ freuen. Somit kämpften sich die oberbayerischen Reservisten auch 2019 wieder in das Spitzenfeld des „Kalten Marsch“! Den ersten Platz belegte der deutsche Meister RK Marbach, Platz zwei die RK Unlingen und Platz drei ging an Commandokurs aus der Schweiz. Der „Kalte Marsch 2019“ war auch in diesem Jahr wieder eine rundum gelungene Veranstaltung, welche durch eine äußerst effiziente Organisation und ansprechende Stationsvielfalt besticht. Wir bedanken uns bei dem Veranstalter und freuen uns bereits auf das Jahr 2021, wenn der „Kalte Marsch“ in die nächste Runde geht!

Bild links: Logo des „Kalten Marsch 2019“ (Foto: RK Ubstadt)

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