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Auf Militärpatrouille durch das Anlautertal




wettkampf

Erlingshofen 22.10.2016 Waginger See Reservisten zeigen ihre Leistungsfähigkeit beim Herbstmarsch Anlautertal. Ideenreicher infantristischer Traditionswettkampf bei den Kameraden der Kreisgruppe Oberbayern Nord.

„Ihr habt euere Aufgaben wieder mit bravour erledigt“, so der Leitende der 27. Militärpatrouille „Herbstmarsch“ der Reservistenkameradschaft Anlautertal, Oberstleutnant d.R.Hermann Arnold . In der Ortsmitte von Erlingshofen war wieder das Lagezentrum eingerichtet. Von dort werden die teilnehmenden Gruppen aus Oberbayern und Niederbayern auf eine 12 Kilometer lange Strecke im Raum Erlingshofen – Hirnstetten – Altdorf – Berletzhausen mit acht Stationen geschickt. Erstmals war auch die Wettkampfmannschaft der Kreisgruppe Oberbayern Südost unter Führung von Hauptfeldwebel der Reserve Björn Rabich mit dabei. Die Wettkämpfer rekrutierten sich aus erfahrenen aber auch neuen Kameraden der GebJgRK Wolkersdorf – Waginger See, der RK Ruhpolding und der RK Rosenheim Bad Aibling. Die überregional bekannte Militärpatrouille gehört neben den Wettkampftagen in Neuburg zu den Mittelpunktveranstaltungen im Kreis Oberbayern Nord.

Bild rechts: Einiges an körperlicher Fitness und Teamwork wurde den südostbayerischen Reservisten abgefordert. (Foto Kreisgruppe Oberbayern Nord)

Der Wettkampf

Bereits am Start war die erste Aufgabe zu lösen. Auf Grund von vorgegebenen Bezugspunkte und Koordinaten mussten die Wettkämpfer den Patrouillenweg in die Karte eintragen. Unterwegs trafen die Wettkämpfer auf eine eigene verlassene Stellung, in der sie nicht funktionsfähige Funkgeräte antrafen. Dies mussten in einen funktionsfähigen Zustand hergestellt werden . Mit diesen Geräten war noch einen Funkspruch abzusetzten, der nach der Sprechtafel zu verschleiern war. In der Waldabteilung „Hundsrücken“ wurde die Gruppe beim Einrichten eines Biwakplatzes von feindlichen Kräften überrascht. Hier musste die Gruppe schnell reagieren und den Angriff abwehren. Besonderer Mut war am Kirchberg bei Erlingshofent gefordert. Gebirgspioniere aus Ingolstadt hatten dort eine Abseilstation eingerichtet. An einem Seil hängend wurden die Teilnehmer an ein dreißig Meter Hohe Felsen abgeseilt. Beim Furthof hatten sich feindliche Soldaten eingeschanzt. Diese mussten mit Handgranaten bekämpft werden. Neben den Treffern wurde auch das gefechtsmäßige Verhalten und Vorgehen bewertet. Im Wald bei Hegelohe war ein Parcours mit Geländehindernissen aufgebaut. Dieser musste schnellstmöglich überwunden werden, da am Ziel ein Kamerad mit einer Fußverletzung. am Boden lag. Neben der Versorgung des Kameraden musste noch ein Behelfstrage gebaut werden. Auf dieser wurde der Verletzte dann abtransportiert . Auf der Schießanlage des Schützvereins Altdorf haben die Teilnehmer die Treffsicherheit nach einer körperlichen Belastung unter Beweis zu stellen.Schiedsrichter beobachteten das Verhalten der Gruppen akribisch genau und bewerten das Vorgehen entsprechend den vorgegebenen Ablaufschemen.

Die Aufgaben an den Stationen stellen an die Teilnehmer große Herausforderungen Der Ausbildungszweck mit Wettkampfcharakter wird auf hohem Niveau erreicht. Die Gastgeber mit ihrem Vorsitzenden Michael Schönberger bewiesen einmal mehr jede Menge Organisationstalent bei der Vorbereitung und Durchführung. Begeistert waren die Teilnehmer von der Abseilstation, da dieser Herausforderung selten gestellt wird. Der leitende Oberstleutnant Hermann Arnold begrüßte bei der Siegerehrung auch den Ortssprecher von Erlingshofen, Norbert Merkl, den Kreisvorsitzenden der Kreisgruppe Oberbayern-Nord, Werner Bauer und stellvertretenden RK-Vorsitzenden Ludwig Reitzer.

Bild links: Gemeinsames Abschlussfoto des Wettkampfkaders Oberbayern Südost (Platz 4.) und des befreundeten Wettkampfkaders Rottal (Platz 2.)(Foto Stoiber)

Das Ergebnis

Den Gesamtsieg errang die Infanterie-Reservistenkameradschaft München Nord und konnte den Vorjahressieg wiederholen. Nach einem ereignisreichen Tag ging der Siegerpokal und Medaillen mit 722 Punkten an die Landeshauptstädter. Den Pokal für den zweiten Platz konnte der Wettkampfkader der Kreisgruppe Rottal/Inn mit 708 Punkten mit mit nach Niederbayern nehmen..Die Mannschaft aus Eichstätt belegte mit 671 Punkten den dritten Platz erhielten dafür ebenfalls Pokal und Medailien überreicht. Die südostbayerischen Wettkämpfer verpassten das Stockerl mit einem soliden 4. Platz nur knapp. Den Wanderpokal konnte der stellvertretende Kreisvorsitzende Alfred Gmelch an die befreundete Mannschaft des Wettkampfkaders Rottal, die mit „Kraft und Köpfchen“ aus den beiden Disziplinen Überwinden von Geländehindernisse und Funkausbildung in der Summe die meisten Punkte erzielte überreichen.

Bild rechts: Knapp am „Stockerl“ vorbei! Die südostbayerischen Wettkämpfer erreichen einen soliden 4. Platz bei ihrem Debüt im Anlautertal (Foto Rabich)

Fazit

Der Herbstmarsch im Anlautertal ist ein gut organisierter kleiner infantrielastiger Reservisten-Vielseitigkeitswettkampf der sowohl für Einsteiger als aus für erfahrenere Wettkämpfer einiges bietet. Hier noch weitere Eindrücke vom Herbstmarsch der letzten Jahre.

Bericht: Gmelch u. Obermayer
Fotos Kreisgruppe Oberbayern Nord, Stoiber und Rabich

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