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Deutsche Gebirgsjäger brillieren bei internationalem Wettkampf „Edelweiß Raid 2017“




Gebirgsjägerösterreich

Lizum/Walchen (Österreich), 13.03. – 17.03.2017: Rund 24 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ nahmen am fordernden Alpinwettkampf „Edelweiß Raid 2017“ im winterlichen Hochgebirge der Tiroler Tuxer Alpen teil. Bundeswehrsoldaten erkämpfen sich trotz hochkarätiger Konkurrenz vordere Plätze.

An den beiden Wettkampftagen, vom 15.03. bis zum 16.03.2017, stellten sich die Wettkämpfer den Herausforderungen der Edelweiß Raid 2017 und bewältigten dabei mit voller Kampfausrüstung von ca. 25kg Gewicht die Wettkampfstrecke von über 40 Kilometern und 4500 Höhenmetern im Aufstieg.

Bild rechts: Mit vereinter Kraft bewältigen die Wettkämpfer die anspruchsvolle Strecke (Bundesheer / Daniel Trippolt).

Sportliche Höchstleistungen und militärische Fertigkeiten gefordert

Bei strahlendem Sonnenschein starteten die Wettkampfteilnehmer aus 10 Nationen in Teams zu je 8 Soldaten am Morgen des 15.03.2017 in den ersten Wettkampftag und mussten sich bereits wenig später an der ersten Station „Beherrschen des Verschüttetensuchgeräts“ in der koordinierten Suche und der Bergung eines Lawinenverschütteten beweisen. Neben dem Absolvieren der Wettkampfstrecke stellten die Stationen „Aufklärung“ und „Marschplanung“ weitere Herausforderungen für die Wettkämpfer dar. Bereits hier hatte sich ein Spitzenfeld aus den Teams der Schweiz, Deutschlands und Österreichs herauskristallisiert, welche sich auch am Folgetag ein spannendes Rennen um den Sieg liefern sollten.

Bild links: Höchstleistung vor atemberaubender Kulisse (Fotos Bundesheer / Sigi Schwaerzler).

Dabei galt es aber zunächst die Nacht bei frostigen Temperaturen im Rahmen eines Biwaks auf über 2000 Höhenmetern zu überstehen.
Am Folgetag warteten auf die Wettkämpfer nicht weniger herausfordernde Aufgaben. So mussten die Teams die Stationen „Abfahren am Seil“, „Handgranatenwerfen“, „Abseilen“, „Scharfschießen“ und den „Verwundetentransport mit Universaltrage
2000“ unter konstant hoher körperlicher Belastung und zunehmend fordernden Schneeverhältnissen meistern. In einem Schlusssprint galt es, die letzten Reserven für den Zieleinlauf im Hochlager Lizum zu mobilisieren.

Bild rechts: Der Hochgebirgsjägerzug steht zur Siegerehrung angetreten. Die Maskottchen Wastl&Wastline dürfen dabei nicht fehlen (Bundesheer / Daniel Trippolt).

Am Ende setzte sich das Schweizer Team vor dem Team 1 des Hochgebirgsjägerzuges des Gebirgsjägerbataillons 233 und dem Team des Jägerbataillons 24 aus Lienz durch und errang den ersten Platz.

Mittenwalder Hochgebirgsjägerzug überzeugt auf ganzer Linie

Der Hochgebirgsjägerzug des Gebirgsjägerbataillons 233 startete mit insgesamt 3 Teams aus aktiven Soldaten und Reservistendienstleistenden. Damit gelang es den „MittenwalderJagern“, nicht nur den zweiten Platz zu erzielen, sondern sich auch die Plätze 5 und 7 zu sichern. Der Teileinheitsführer des Hochgebirgsjägerzuges, Hauptfeldwebel Martin Englmann, der mit seinen Soldaten gemeinsam den Wettkampf bestritt und die zweitplatzierte Mannschaft führte, zeigte sich mit der Leistung seines Zuges mehr als zufrieden: „Bei dem internationalen Teilnehmerfeld sind diese Platzierungen alles andere als selbstverständlich. Die Burschen haben in dem fordernden Wettkampf alles gegeben und an einem Strang gezogen, eine bärenstarke Leistung!“

Bild rechts: Gruppenfoto der Teilnehmer des Gebirgsjägerbataillons 233 vor dem Wettkampf (Bundesheer / Sigi Schwaerzler).

Auch der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 233, Oberstleutnant Björn-Ulrich Kohlbach, freute sich den erschöpften, aber glücklichen Soldaten nach dem Zieleinlauf zu der gezeigten Leistung zu gratulieren: „Unsere Soldaten haben hier nicht nur ihr militärisches Können und ihre körperliche Leistungsfähigkeit in beeindruckender Weise demonstriert, sondern auch mit ihrem professionellen und tadellosen Auftreten die Bundesrepublik Deutschland gebührend vertreten.“

Bild rechts: Mittenwalder Jager stellen ihr Können beim Verwundetentransport unter Beweis (Bundesheer / Daniel Trippolt).

Bild links: Gegenseitiger Ansporn zu Höchstleistungen. Zwei deutsche Teams liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen (Bundesheer / Daniel Trippolt)

Text: Hauptmann Georg Töws
Bilder: siehe Bildunterschriften

Titelbild: Team 1 der Mittenwalder Jager im Zieleinlauf (Bundesheer / Martin Hoerl).

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