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Schießsport

Ein Schiaßn wie zu Zeiten des Prinzregents….




Laufen / Mayerhofen 07.06.2015 Reservisten und Veteranen aus dem mittleren Rupertwinkel messen sich beim 2ten Traditionsschießen in Erinnerung an des „Königlich Bayerische Infanterie Regiment Nr. 2 „Kronprinz“ Garnision Laufen an der Salzach.

Auf dem urigen Schießstand der Laufner Feuerschützen trafen sich die Reservisten der GebJgRK Wolkersdorf und die Laufner Reservisten der RK Freilassing zum traditionenllen „Kronprinz Traditionsschießen“

Wie zu Ludwig Thomas Zeiten ging es zu auf der historischen Schießstätte in Laufen Mayerhofen. Bei Kaiserwetter hatten sich über 40 Schützen konnten die Gesamtleitenden StUffz.d.R. Wolfgang Salomon u. Hptm.d.R. Klaus Obermayer begrüßen. Bereits zum zweiten Mal führten die Laufner Feuerschützen, die RK Freilassing und die GebJgRK Wolkersdorf – Waginger See hier ihr Traditionsschießen in Erinnerung an das ehemalige Königlich Bayerische Infantrie Regiment Nr. 2 „Kronprinz“ durch. Mit dabei zahlreiche Reservisten und Sportschützen aus den Südostbayerischen RKs und den lokalen Schützenvereinen. Hier finden alljährlich auf dem traditionellen KK-Schießstand in Laufen Mayerhofen Vortelschießen der Laufner Feuerschützen statt.

Lange Schießsporttradition in der Salzachstadt

Zielsicherheit war gefragt für die Wolkersdorfer Reservisten beim Kronprinz Traditionsschießen bei den Laufener Feuerschützen in Mayerhofen

Unzählige Schützenscheiben erzählen von der 700 jährigen Geschichte der Laufner Feuerschützen (Foto Obermayer)Die malerische Salzhandelsstadt Laufen ist nicht nur eine alte Bayerische Garnisionsstadt sondern verfügt auch über eine lange Schießsporttradition. Die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Laufen an der Salzach ist einer der ältesten noch aktiven Schützengesellschaften Deutschlands und lässt sich auf eine 700 jährige Geschichte zurückverfolgen. Dementsprechend tief verwurzelt ist hier die Tradition des Schießsportes, der hier im 13ten Jahrhundert zum wehrhaften Schutz der Bevölkerung der damals wohlhabenden und zweitgrößten Stadt des souveränen Erzstifts Salzburg und des wichtigen Salzhandelsverkehrs auf der Salzach, dem Haupthandelsweg des weißen Goldes schützen sollte.

Laufen an der Salzach: Lange Tradition als Garnisonsstadt

Laufen war über Jahrhunderte Verwaltungssitz und die Salzburger Erzbischöfe nutzen das Schloss als prunkvolle Sommerresidenz, bauten aber auch die Stadt zu einer wehrhaften Festung unter Paris Graf Lodron während des 30jährigen Krieges aus. Als das Erzstift Salzburg 1809 zurück an Bayern fiel nutze die Königlich Bayerische Armee Laufen als Garnison. Berühmte Truppenteile wie das 2. königlich bayerische Infanterie Regiment „Kronprinz“ und die Kavalleristen des 1. Ulanenregiments sowie später des 4. Königlich Bayerischen Chevauleger Regiments „König“ waren hier bis Ende des 19 Jahrhunderts stationiert. Parallel dazu wurde das Schützenwesen von seinem vormals rein militärischen Charakter immer mehr auch gesellschaftlicher Knotenpunkt, wie unzählige historische Schützenscheiben auf dem Stand in Mayerhofen zeigen. In den 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Laufen noch einmal für ein Jahrzehnt Garnison des Ersatzbataillons der Reichenhaller Gebirgsjäger. Die Bewerbung der Laufner um einen Standort der frisch geschaffenen Bundeswehr in den 50 Jahren blieb trotz großer Bemühungen vergeblich. Bis zu seiner Auflösung war die Stadt Pate des Reichenhaller Gebirgsfernmeldebataillon 210.

Bild links: Laufen an der Salzach: Eine lange Tradition als Garnisonsstadt von den Salzburger Erzbischöfen, der königlich bayerischen Armee bis zu den Gebirgsjägern

Am frühen Sonntagnachmittag machte sich ein kleines Sportschützenkommando der Wolkersdorfer Gebirgsjäger auf, um der Einladung durch ihre laufner Kameraden der RK Freilassing unter SU.d.R. Wolfgang Salomon nachzukommen und die originelle Schießanlage im Süden der Stadt Laufen in Mayerhofen zu besuchen. Beim Sommerschießen der FSG Laufen startete man nun in der Hobbyklasse als Reservisten und versuchte nach dem historischen System mit Schreiber und Aufzeiger auf die 130 Meter Distanz sein Glück bei der Jagd nach Ringen. Auf dem schön hergerichteten Stand wurde man von den Laufner Kameraden und den Sportschützen der Feuerschützengesellschaft herzlich willkommen geheißen und eingewiesen. Das Schießen auf die weite 130 Meter entfernten Scheiben erfordert besondere Konzentration zur richtigen Schießtechnik, da Reißer auf diese Entfernung ziemlich unbarmherzig zu buche schlagen. Doch das eine oder andere Mal wurde eine rote Fahne hochgezogen, die einen sauberen 10er als Teiler markierte.

Bild rechts: Eine Rot Fahne markiert einen sauberen Teiler eines Wolkersdorfer Reservisten!

Das Fazit des 2ten Kronprinz Traditionsschießens in Laufen an der Salzach:

Unzählige Schützenscheiben erzählen von der 700 jährigen Geschichte der Laufner Feuerschützen

Die Idee das traditionelle Sommerschießen der Laufner Feuerschützen mit einem Freundschaftsschießen der lokalen Reservistenkameradschaften Wolkersdorf und Freilassing zu verknüpfen, hat sich gut etabliert. Es ist schön viele bekannte Gesichter aus dem Umfeld der Laufner, Fridolfinger und Wolkersdorfer und Lampodinger Reservisten und Sportschützen der SG „Schützenblut Lampoding“ begrüßen zu dürfen, um ein weiteres sportliches und gesellschaftliches Highlight für die Bundeswehr-Reservisten des Rupertigaus, vielleicht in Tradition der jahrhunderten alten Vortelschießen der bayerischen u. salzburger Landfahne mit ihrer Blüte unter Paris Graf von Lodron im Pfleggericht Tittmoning.

Bild links: Zu unseres Kini’s Zeiten: Auf dem urigen Schießstand der Laufner Feuerschützen trafen sich die Reservisten der GebJgRK Wolkersdorf und der RK Freilassing zum Freundschaftsschießen

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