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Aus der Truppe

Gut vorbereitet in den Einsatz – das Gebirgsversorgungsbataillon 8




Die Ausbildung auf der Geländelehrbahn verlangt Personal und Material einiges ab

Ein Soldat überwacht den Eingangsbereich des Lagers in Stellung mit Maschinengewehr

In Sekundenbruchteilen kann die Lage umschlagen - eine besondere Herausforderung für jeden militärischen Führer

GebirgsjägerMali

Füssen. Zur Vorbereitung auf den kommenden Auslandseinsatz in Mali führte das Gebirgsversorgungsbataillon 8 aus Füssen einen zweiwöchigen Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken durch. Logistik ist der Kernauftrag, daneben müssen Soldatinnen und Soldaten der Einsatzunterstützung auch in komplexen Bedrohungslagen und schwierigstem Geländehandlungssicher an Waffe und Fahrzeug agieren können.

Gerade als die ersten Sonnenstrahlen das simulierte Feldlager in rötliches Licht tauchen und beginnen den Nebel zu lichten, zerreißt plötzlich das Hämmern von Maschinengewehrsalven die Stille. Feindliche Kräfte haben die Dunkelheit genutzt, um sich bis an den Zaun anzunähern. Im Schutze des Deckungsfeuers wird dieser blitzschnell mit einem Bolzenschneider geöffnet und der Einbruch in das Feldlager geschaffen. Eine Situation, die von dem eingesetzten Zugführer eine schnelle Reaktion verlangt. Nur durch die Koordination von Feuer und Bewegung sowie das Ergreifen der Initiative kann es gelingen, die Einbruchstelle abzuriegeln. Ein Auftrag der zwar nicht unbedingt zum Kernauftrag eines Logistikers gehört, auf den er aber dennoch vorbereitet sein muss. Denn auch in Mali gilt, dass dicke Feldlagermauern und Sandsackwälle zwar schützen, aber im schlimmsten Falle einen koordinierten Angriff nur verlangsamen können.

Einsatzvorausbildung in allen Facetten

Auf das Schlimmste vorbereitet – Ausbildungsgruppe in der Marschausbildung

Während des zweiwöchigen Aufenthaltes auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken wurde im Schwerpunkt die 2. Kompanie des Gebirgsversorgungsbataillons auf ihren Einsatz in Mali vorbereitet. Neben dem Verbessern der Schießfähigkeit, galt es im Rahmen von „Rules of Engagement – Schießen“ die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit der Soldaten und insbesondere der militärischen Führer zu schärfen. Ist der Einsatz der Schusswaffe gerechtfertigt? Gibt es ein anderes Mittel, welches geeigneter ist, um eine Situation zu lösen? Fragen, die der militärische Führer teilweise in Sekundenbruchteilen beantworten muss. Um in solchen Situationen handlungssicher zu sein, bedarf es einerseits einer detaillierten Auswertung des Lagebildes sowie andererseits das in jeder Situation abrufbare Ausbildungswissen.

Auftragserfüllung trotz schwierigstem Gelände

Durch Anweisungen des Ausbilders führt der Kraftfahrer des LKW 7to das Fahrzeug sicher durch den dicken Schlamm. Neben dem Sumpfgelände der Geländelehrbahn müssen auch steile Rampen eines Steinbruchs überwunden werden. Auf das Schlimmste vorbereitet sein, das war auch bei der Marschausbildung die Devise. Verkehrsunfälle, Demonstrationen, Beschuss und Anschläge waren hier an der Tagesordnung. Die Beurteilung des Geländes und ein daran angepasstes Verhalten waren dabei der Schlüssel zum Erfolg. Im Schutz der nahegelegenen Anhöhe eine gedeckte Stellung zu beziehen, um die Rettung der im verunfallten Transportpanzer eingeschlossenen Soldaten zu sichern, wurde so lange drillmäßig geübt, bis es in Fleisch und Blut übergegangen war. Eine Übung, die im Ernstfall Leben rettet.

Kommandeur zieht positives Fazit

Oberstleutnant Müller, Kommandeur des Gebirgsversorgungsbataillons 8, zog nach den zwei Wochen Übung eine positive Bilanz. „Wir konnten insbesondere den jungen Soldaten, die bisher in noch keinem Einsatz waren, die Angst nehmen in kritischen Situationen ohnmächtig und handlungsunfähig zu sein. Dem erfahrenen Soldaten haben wir komplexe und fordernde Situationen geboten, in denen sie ihre Fähig- und Fertigkeiten weiter verbessern konnten, so dass nun alle Teilnehmer für den kommenden Einsatz gut vorbereitet sind.

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