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Gesellschaft

Heiße Motoren – Kalte Füße – GebJgRK Kradschützen beim Elefantentreffen 2013




Bildautor: M. Schaffner

Loh, Niederbayern 30.01. – 02.02.2013. Motorradbegeisterte Wolkersdorfer Reservisten beim legendären Elefantentreffen 2013 im Bayerischen Wald. 25.jähriges Jubiläum Elefantentreffen im bayrischen Wald

Das legendäre Elefantentreffen lockt jedes Jahr tausende hartgesottene Motorradfahrer aus ganz Mitteleuropa in den Bayerischen Wald. Das internationale Flair, das Zusammenkommen und der Zusammenhalt von ca. 5000 Bikern, die sich zum teil in Wochenlanger Fahrt aus dem tiefsten Rußland hier versammeln ist etwas besonderes. Dieses Jahr waren „Kradschützen“ der GebJgRK Wolkersdorf als auch der RK Engelsberg und viele andere Reservisten aus ganz Deutschland vor Ort.

Hier ein kleiner Bericht des Gespannfahrers HGefr.d.R. Manfred Schaffner.

Operation „Elefantentreffen 2013“

Erste Anreise „Erkundung“ Mittwoch 30.01.13

Erkundung des Verfügungsraumes, danach auswählen des Zeltplatzes, befreien von ca.20 cm Schnee, aufstellen des Zeltes mit Installation des selbstgebauten Zeltofens und besorgen von Brennholz und Stroh.

Motorrad-KFZ-Marsch zum Elefantentreffen Freitag 01.02.2013

Eigentliche Anreise zum Treffen am Freitag in der Früh mit 100 Eiern, reichlich Speck und einem Fass Schönramer Bier, machte ich mich auf den Weg in den Hexenkessel von Loh in Niederbayern bei strömenden Regen. (die Nässeschutzausrüstung der Bundeswehr hielt mich trocken)

Nach gut 2,5 Stunden Fahrtzeit Ankunft um ca.12:30 Uhr am Gelände. Mit ein wenig Mühe erreichte ich auf den bereits stark verschlammten Wegen den Zeltplatz. Danach Bezug der Unterkunft und Begrüßung der Bekannten der Vorjahre. Johann war wieder mit seiner originalen BMW R75 WH da und Hubert (Ural 650) verwöhnte uns wieder mit reichlichen kulinarischen Köstlichkeiten (Hühnerkeulen asiatisch-pikant, Schweinshax`n mit Kraut, eine bayerische Paella mit Schrimps, Bratkartoffeln mit Speck, Grillfleisch und Ripperl, selbstgemachte 3 Meter lange Wurst, ein wahnsinns Gulasch und 2 super Frühstück), und das alles an einem Wochenende!

Leider hatten unsere Freunde aus Friesland weniger Glück. Nach bereits fast 2-tägiger Anreise mussten sie wegen Reifenbrand und Notreparatur! vorzeitig die Heimreise antreten, ohne die Veranstaltung überhaupt zu erreichen. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr wieder.

Weiterhin Tauwetter und Regen. Aufgrund des „Sauwetters“ errichteten wir zügig einen Wind- und Regenschutz bei unseren Feuerstellen. Hier kam mir unweigerlich der Gedanke, welche Strapazen die Kradmelder und Kradschützen des 2. Weltkriegs durchmachen mussten. Respekt und Anerkennung.

Tauwetter – Samstag 02.03.2013

Samstag war der letzte Rest Schnee verschwunden und zahlreiche kleine Bächlein durchkreuzten fröhlich plätschernd das Gelände und viele der Zelte. Die Teilnehmer dieses Treffens nehmen solche Wetterlagen gewohnt gelassen und lassen sich die gute Laune nicht verderben.

Internationales Flair und Technikparadies im Niederbayerischen Winterland

Hier dreht man seine Runden, bewundert oder bestaunt zahlreiche Motorräder und Eigenbauten, geht hier und da zur Hand um Kammeraden zu helfen und kann sich prima unterhalten (auch ohne die Sprache des anderen wirklich zu verstehen). Langeweile hat hier keine Chance. Man tauscht sich aus mit Tipps und Tricks.

Danke und Grüße an Jean Claude Kreutz, OFw d. R., RK-Leiter der Fallschirmjägerkameradschaft Ingolstadt für die netten Unterhaltungen und die informativen Gespräche. Grüße an eure Kameradschaft.

Am pfundigen Lagerfeuer verbrachten wir die Abende , zudem unterhielt uns fast rund um die Uhr ein spektakuläres Feuerwerk!

Neuschnee – Sonntag 03.02.2013

Sonntagmorgen war es wieder weis, eine dünne Schneeschicht hüllte das Treffen wieder in das eigentlich erwartete Bild. Leichter Frost erleichterte den Abbau, das Verstauen der Ausrüstung und das Verlassen des stark vermatschten Geländes. Nach anfänglichen kleineren Problemen (gefrorene Gaszüge, vereiste Vergaser,….), liefen nun wieder all unsere Motoren und wir konnten die Heimreise antreten.

Nachdem ich, von einem Kettenbewährten Allradschlepper unterstütz, das Treffen verlassen habe, blickte ich nochmal zurück in ein vom Wetter und Motorräder schwer gezeichnetes Gelände. Vier „Mopeds“ aus unserer Gegend waren am Samstag noch dazu gekommen, nun konnten wir unsere Fünf Fahrzeuge in Marsch setzten. Meine Russe schepperte zwar verdächtig, ließ mich aber wieder nicht im Stich. Die Nachbereitung von Ausrüstung und Gerät erforderte ca. 1 Tag.

Fazit:

Dieses Treffen ist wirklich jedem Biker zu empfehlen (egal ob Besucher oder Teilnehmer), die Mentalität dieser besonderen Zeitgenossen ist bewundernswert. Für`s nächste Jahr wäre es schön, wenn a paar von der GebJgRK Wolkersdorf Zeit und Lust hätten, mitzufahren. Is a ganz a griabige Sach!

Manfred Schaffner

HG d. R.

Text und Bild M. Schaffner

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