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Gesellschaft

Lampodinger Veteranen haben ein Göd




Die Honorationen bei den Verhandlungen (von links): Bürgermeister Hans-Jörg Birner, der Lampo-dinger KSK-Vorstand Klaus Reschberger, sein Tettenhausener Kollege Hans Sommer und Bür-germeister Matthias Baderhuber

Bildautor: Hans Aicher

Beim Scheitlknien mussten die Lampodinger ihr Bier über kleine Schläche trinken

Bildautor: Hans Aicher

Die Musikkapelle Kirchanschöring spielte unter Leitung von Rüdiger Koslik fleißig aus

Bildautor: Hans Aicher

Das Geschenk der Tettenhausener wurde von der Fahnenbraut Silvia Egenhofer und der Paten-braut Steffi Schönsmaul (von rechts) gleich ausprobiert, links Trauermutter Gitti Hofmeister

Bildautor: Hans Aicher

Eine Zeugin ( Andrea Berger) heizte den Königlich Bayerischen Amtsrichtern gehörig ein (von links): Jakob Rehrl und Richard Antichi

Bildautor: Hans Aicher

Die Tettenhausener Marketenderinnen und Theaterspielerinnen bei der Überreichung eines „Grammy“ an die Autorin des Einakters Lisa Obermayer (links)

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Lampoding / Tettenhausen 03.06.2022 – Lustiges Patenbitten in Tettenhausen mit bühnenreifem Einakter. Lange hat es Corona verhindert, dass ein Verein zu einem ande-ren Verein zum Patenbitten fährt. Umso schöner gestaltete sich das Patenbitten der Krieger- und Soldatenkameradschaft Lampoding beim Patenverein Tettenhausen am vergangenen Freitag. Und die Bitte wurde erhört

Regenwolken zogen bereits auf, als die Lampodinger Veteranen sich mit der Musikkapelle Kirchan-schöring am Sommerstockplatz in Tettenhausen versammelten und dann mit einem schneidigen Marsch zum Badwirt marschierten, wo sie von den ebenfalls zahlreichen Mitgliedern des Tettenhauser Patenvereins spalierstehend empfangen wurden. Schnell füllte sich das Gasthaus bis auf den letzten Platz und die Musikkapelle unter Leitung von Rüdiger Koslik spielte flott auf. Der Tetten-hauser Veteranenvorstand Hans Sommer begrüßte dann die Honorationen, darunter den „Denhauser“ Bürgermeister Matthias Baderhuber und seinen „Lampodinger“ Kollegen Hans-Jörg Birner. Nachdem sich alle körperlich stärken konnten, stellte er die nicht überraschende Frage bei solchen Treffen, was denn die Lampodinger Freunde veranlasse, so groß in Tettenhausen aufzumarschieren. Klaus Reschberger, der 1. Vorstand der Lampodinger, erklärte dies spontan mit dem Üben eines sauberen Marschierens.

Die Honorationen bei den Verhandlungen (von links): Bürgermeister Hans-Jörg Birner, der Lampo-dinger KSK-Vorstand Klaus Reschberger, sein Tettenhausener Kollege Hans Sommer und Bür-germeister Matthias Baderhuber

Doch so recht glaubte ihm das sein Tettenhauser Kollege nicht, weshalb Klaus Reschberger doch damit herausrückte, das sie einen Göd für ihr 110-jähriges Gründungsfest im Juli bräuchten. Den ersten Überredungsversuch starteten die Lampodinger mit einer geheimnisvollen Holzkiste, in der nach gewaltsamer Öffnung eine Kiste Bier zum Vorschein kam. Sie spielten damit auf die beim Tachinger Fest 2019 in Wasser umgetauschte Kiste Bier an. Barbara Reschberger, die Fahnenmutter des Lampodinger Festes versuchte es dann mit einem Korb „halbfrischer“ Brezen. Da musste dann doch der 2. Vorstand der Tettenhausener, Jakob Rehrl, ins Geschehen eingreifen, um den Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen. Dies half offensichtlich, weil die Lampodinger dann doch mit einem Fass Bier ein ernsthafteres Bestechungsgeschenk auffuhren. Nachdem die Lampodinger schlechte Erinnerungen an die Anzapfkünste des Tettenhausener Vorstand beim Patenbitten in Lampoding hatten, zogen sie diesem gleich einen Ganzkörperspritzschutz mit entsprechender Schutzbrille über. Schließlich musste dann doch ein Fachmann zu Hilfe geholt werden, weil die mitgelieferten Zapfarmaturen Vorstand Hans Sommer überforderten. Erleichtert wurde es registriert, dass es gelungen war, das edle Nass ohne Verluste aus dem Fass zu holen und zu verteilen, was die Musikkapelle mit einem „Prosit“ betonte.

Harte Verhandlungen und Scheitelknien

Das Geschenk der Tettenhausener wurde von der Fahnenbraut Silvia Egenhofer und der Paten-braut Steffi Schönsmaul (von rechts) gleich ausprobiert, links Trauermutter Gitti Hofmeister

Um seine Lampodinger mit den immer weiteren Forderungen des Patenvereins zu unterstützen, kam Bürgermeister Hans-Jörg Birner nicht daran vorbei, den Tettenhausenern ein Weißwurst-Frühstück zuzusagen. Doch der Durst der Tettenhauser schien groß gewesen zu sein, sodass die Forderungen nach noch mehr Bier dann doch mit einem Scheitelknien der Lampodinger Vereins-führung samt Bürgermeister unterstrichen wurden. Dazu hatten sich die Tettenhausener Verhandlungsführer einen lustigen Gäck einfallen lassen: Die Bittsteller mussten während des Kniens das Bier mit dünnen Schläuchen aus ihren Gläsern trinken, welche dann aus einem Potschamperl nachgefüllt wurden. Danach stieg rasch die Bereitschaft zur Zusage von 250 Liter Bier und die Tettenhausener sagten zu.

Die Musikkapelle Kirchanschöring spielte unter Leitung von Rüdiger Koslik fleißig aus

Vorstand Hans Sommer kam dann auf den weiteren Zweck dieses Treffens zu sprechen, nämlich der schon lange angekündigten Dankeschön-Feier für die Lampodinger Paten anlässlich des letztjährigen eigenen Festes. Als Geschenk an die Paten überreichte er ihnen dabei einen selbstgebauten Schnapstresor in Form eines schönen kleinen Holzfasses, bei dem auf Knopfdruck eine Schublade mit einem Schnapsfläschchen ausfährt. Weiters gab er bekannt, dass der Tettenhausener Verein ferner die halben Kosten für die Getränke und die Musik bei dieser Veranstaltung übernimmt.

Königlich Bayerisches Amtsgericht tagt in Tettenhausen

Eine Zeugin ( Andrea Berger) heizte den Königlich Bayerischen Amtsrichtern gehörig ein (von links): Jakob Rehrl und Richard Antichi

Anschließend wurde die Bühne für den nächsten Höhepunkt dieses Abends in einen Gerichtssaal umgebaut. Während der Amtsrichter Jakob Rehrl und sein Staatsanwalt Richard Antichi in ihren schwarzen Roben in starrer Pose hinter ihren Amtstischen standen, spielte die Musikkapelle die Königlich Bayerische Amtsgerichtspolka, was auf eine bevorstehende „todernste“ Gerichtsverhandlung schließen ließ. Schnell stellte sich heraus, dass es um einen Kriminalfall aus dem Jahr 2019 ging, bei dem den Tettenhausener Veteranen eine auf halbem Weg zum Fest in Taching deponierte Kiste Bier in Wasser umgetauscht worden war. Das Gericht sollte den Dieb ermitteln. Mehrmals vermutete der Tettenhausener Vorstand Hans Sommer zwischendurch, dass dies nur die Lampodinger gewesen sein konnten, wogegen diese auf der anderen Saalseite lautstark demonstrierten. Trotz des wortreichen Vorbringens von allerlei Gerüchten und Vermutungen aller Zeugen, geladen oder nicht, konnte das Hohe Gericht den Dieb nicht entlarven. Letztendlich standen vier Kisten Bier vor dem Richtertisch, weil sich vier Zeugen jeweils selbst als Dieb bezichtigten wollten, um das von Bürgermeister Baderhuber versprochene Freibier zu bekommen. Es war wirklich eine sehr gelungene und lustige Aufführung der Tettenhausener Theatergruppe aus der Feder von Lisa Obermayer, die für diese anschließend noch einen goldenen „Grammy“ bekam. Man kann den Lampodingern nur wünschen, dass deren Fest im Juli genau so gut gelingt wie dieser Abend.

Enges Band der Kameradschaft zwischen „Denhausen – Voigschdorf und Lampoding“

Die Tettenhausener Marketenderinnen und Theaterspielerinnen bei der Überreichung eines „Grammy“ an die Autorin des Einakters Lisa Obermayer (links)

Mit den Tettenhausner wie auch den Lampodinger Veteranen verbindet unsere Gebirgsjäger-Reservistenkameradschaft Wolkersdorf – Waginger See seit unserer Gründung 2006 ein enges Band der Kameradschaft. Viele Mitglieder der KSK Tettenhausen und der KSK Lampoding sind auch als Reservisten in der GebJgRK Wolkersdorf – Waginger See aktiv. Bei Feierlichkeiten unterstützen die Wolkersdorfer Reservisten auf Anfrage des Tettenhausener KSK Vorstands Johann Sommer und Jakob Rehrl oder Lampodinger KSK Vorstands Klaus Reschberger und Martin Baumann oft mit Ehrenformationen und Man-Power. Wir freuen uns auf das 110 Jährige Gründungsfest in Lampoding im Juli 2022.

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