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Norwegischer Partisanenmarsjen am Waginger See




Abmarschbereit zum Norwegisch- Jugoslawischen "Partisanenmarsjen" - Wolkersdorfer Reservisten beteiligen sich am virtuellen Gedenkmarsch zur Erinnerung an eine erfolgreiche Schleusungsaktion des Norwegischen Wiederstandes im II. Weltkrieg

Bildautor: K.Obermayer

Wolkersdorfer Reservisten auf dem Partisanenmarsjen quer durch das Buchert bei Sauberg

Bildautor: K.Obermayer

Blick vom Reschberg auf den Waginger See

Bildautor: K.Obermayer

Auf dem Rückmarsch vom "Partisanenmarsjen" in die historische Hofmark Wolkersdorf

Bildautor: K.Obermayer

Sprung über einen Graben beim "Agentenhaus" bei Lampoding

Bildautor: K.Obermayer

Der Fosen Gang og Vandrelag veranstaltet jährlich den Partisanmarsjen als Erinnerung an die erfolgreiche Schleusung Jugoslawischer Kriegsgefangener durch den Norwegischen Widerstand nach Schweden im 2. Weltkrieg

Bildautor: Fosen Gang og Vandrelag Norway

Die Serberhytta zu Deutsch Serbenhütte in Norwegen, wo die entflohenen jugoslawischen Kriegsgefangenen vom Norwegischen Widerstand versteckt wurden. Janaroed, Serberhytta 2011, CC BY-SA 3.0

Bildautor: Janaroed, Serberhytta 2011, CC BY-SA 3.0

Große Teilnahme der Bevölkerung und norwegischen Streitkräfte und Reservisten am jährlichen Partisanenmarsjen in Norwegen

Bildautor: Fosen Gang og Vandrelag Norway

marschremote marsch

Wolkersdorf / Lampoding 22.06.2022 Partisanmarsjen Virtual Walking Event 2022. Wolkersdorfer Reservisten beteiligen sich am virtuellen Marsch-Events der Norwegischen NATO-Kameraden des Fosen Gang og Vandrelag zum gemeinsamen Gedenken an eine Schleusungsaktion des Norwegischen Wiederstandes von jugoslawischen Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkreis im besetzten Norwegen.

Die Serberhytta zu Deutsch Serbenhütte in Norwegen, wo die entflohenen jugoslawischen Kriegsgefangenen vom Norwegischen Widerstand versteckt wurden. Janaroed, Serberhytta 2011, CC BY-SA 3.0

Eine besondere Anekdote unserer leider oft traurigen Europäischen Geschichte: Seit 1976 wird mit dem Partisanmarsjen – zu deutsch Partisanenmarsch der erfolgreichen Schleusung und Fluchthilfe 1942/1943 jugoslawischer Kriegsgefangener durch den Norwegischen Widerstand unterstützt von der lokalen Bevölkerung im von der Wehrmacht besetzten Norwegen von Orland ins neutrale Schweden geschleust.

Historischer Hintergrund des Partisanenmarsjen

Der Fosen Gang og Vandrelag veranstaltet jährlich den Partisanmarsjen als Erinnerung an die erfolgreiche Schleusung Jugoslawischer Kriegsgefangener durch den Norwegischen Widerstand nach Schweden im 2. Weltkrieg

Für die Baumaßnahmen am Militärflughafen Ørland und andere Baumaßnahmen der deutschen Besatzer wurden über 4000 jugoslawische Kriegsgefangene aus dem besetzen Serbien nach Norwegen verfrachtet und mussten dort Zwangsarbeit bei miserablen Bedingungen leisten. Etlichen gelang die Flucht. Jedoch überlebten von den über 4000 Zwangsarbeitern nur ca. 1900 die nach dem Krieg in ihre Heimat im ehemaligen Jugoslawien heute Serbien zurückkehren konnten. Dieser Fluchroute von Ørland bis nach Rødsjøen über die heute noch erhaltene Serberhytta, was auf deutsch Serbenhütte, wo die geflohenen versteckt wurden, bis ins Neutrale Schweden wird seit 1977 zunächst als Serbermarsjen, und 1978 jährlich durch den Partisanmarsjen als 42km langer Marsch und Gedenkveranstaltungen des Norwegisch-Jugoslawischen Gesellschaft in Serbien gedacht. Seit 2017 übernimmt der Fosen Gang og Vandrelag unter Leitung von Ole-Morten Sletvold die Durchführung auf einer gekürzten Strecke für den Gedenkmarsch. Im Rahmen der COVID19-Pandemie kann man seit 2021 auch virtuell als Remote Marsch / Virtuelle Wanderung teilnehmen.

Große Teilnahme der Bevölkerung und norwegischen Streitkräfte und Reservisten am jährlichen Partisanenmarsjen in Norwegen

Eine besondere Ehre für die Marsch- und Wanderbegeisterten Reservisten und Förderer der GebJgRK Wolkersdorf – Waginger See, sich virtuell an dieser pan-europäischen Gedenkwanderung zu beteiligen. Vorallem in Zeiten, wo mit dem russischen Überfall auf die Ukraine der als sicher geglaubte Frieden und die Verständigung zwischen den Völkern dramatisch sich verändert. Schlagwort Zeitenwende….

Partisanenmarsjen rund um die historischen Hofmarken Wolkersdorf und Lampoding

Abmarschbereit zum Norwegisch- Jugoslawischen „Partisanenmarsjen“ – Wolkersdorfer Reservisten beteiligen sich am virtuellen Gedenkmarsch zur Erinnerung an eine erfolgreiche Schleusungsaktion des Norwegischen Wiederstandes im II. Weltkrieg

Nach der Anmeldung beim Veranstalter konnte jeder eine beliebige Strecke von mindestens 7 Kilometer ohne Gepäckvorgabe wandern / laufen / marschieren um an die historischen Hintergründe des „Partisanenmarsjen“  zu erinnern. Den Nachweis konnte man im Anschluss über die Einsendung von GPS – Tracks oder Screenshots des Tracking Tool und einigen Fotos erbringen.

Am Mittwoch den 22.06.2022 abends starteten die marschbegeisteren Wolkersdorfer Reservisten unter Leitung von Major d.R. Klaus Obermayer vom Treffpunkt am Wolkersdorfer Maibaum auf einen 8km Rundkurs rund um Wolkersdorf, den Reschberg, Hausen und Lampoding. Nach kurzer Begrüßung der neuen Kameraden, verließ man Wolkersdorf in nördlicher Richtung. Nach einem kurzen Zwischenstop bei unserem österreichischen Miliz Kameraden Oberstleutnant Michael Zoglmann, der derzeit kurz in Wolkersdorf auf Heimaturlaub weilte, und am Folgetag zurück zu EUFOR nach Sarajewo zurückverlegte, ging es über das „Kreuzei“ Richtung Schnöbling / Harmanschlag weiter.

Humanitäres Völkerrecht, Kombattanten und die Geschichte des Partisanenkrieges

Wolkersdorfer Reservisten auf dem Partisanenmarsjen quer durch das Buchert bei Sauberg

Auf dem Marsch informierte Major Obermayer im lockeren Gespräch über die Geschichte des Partisanenmarsjen, der Bedeutung und der Geschichte des Begriffs Partisan, die rechtliche Stellung und Voraussetzungen als Kombattant, die Bedeutung des „kleinen Krieges“, der Guerilla seit den Napoleonischen Befreiungskriegen, den Gräuel der oft vermeintlichen Partisanenbekämpfung durch die Wehrmacht, SS und Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg an den Widerstandkämpfern aber auch der Zivilbevölkerung in der Sowjetunion und den besetzen Gebieten in Westeuropa („Vergeltungsmaßnahmen“ im Rahmen des Begriffs der „Bandenbekämpfung“ etc).  Die rechtliche Stellung im damaligen und heutigen Kriegsvölkerrecht / Humanitären Völkerrecht über die Yugoslawische Volksarmee, die den Doktrin des Partisanenkampfs in ihre gleichbedeutend aufnahmen, über diverse Konflikte bis zu den heutigen Entwicklungen in der Ukraine. Für die einen Herorischer Freiheitskämpfer für die anderen Verbrecher, Terrorist, Guerilla, zukünftiger Friedensnobelpreisträger….

Regionale Bezüge zum Kalten Krieg

Blick vom Reschberg auf den Waginger See

Das Thema stimmte nachdenklich. Die Marschgruppe querte den Laubenbach und stieg über das Buchet richtung Reschberg weiter an. Vom Hochbehälter auf dem Reschberg, der Höhe 503, Anlaufpunkt diverser Nacht-Orientierungsmärsche ging es weiter Richtung Hausen. Hier besuchte man nach der Querung einiger Wälder, ein altes Anwesen, wo in den 1950gern ein vermeintlich Sowjetischer Spion zwischen Hausen und Lampoding wohnte, der von der Bayerischen Landespolizei ausgehoben wurde. Hierum ranken sich viele Legenden. Im netten Gespräch mit dem jetztigen Eigentümer umriss Major d.R. Obermayer den historischen Kontext und die Vorbereitungen seitens der UdSSR und Stasi (Gruppe Ralf Förster) als auch auf NATO-Seite durch Überrollagenten und Rücklasskräfte sogenannte Stay Behind Organisationen Informationsgewinnung, Propaganda, Schleusung abgeschossener Piloten, gezielte Aktionen gegenüber den Besatzern in den eroberten / besetzen Gebieten in einem möglichen 3. Weltkriegs bis 1989 sich Vorteile zu erschaffen.

Sprung über einen Graben beim „Agentenhaus“ bei Lampoding

Auf dem Rückmarsch diskutierten die Teilnehmer viel über die aktuelle Entwicklung in der Ukraine und erreichten über Rehwinkel und den Laubenbach Wolkersdorf nach ca. 2 Stunden Marschzeit.  Hier ließ man die Veranstaltung gemütlich ausklingen.

Spaß am Marschieren und Wandern rund um den Waginger See

Auf dem Rückmarsch vom „Partisanenmarsjen“ in die historische Hofmark Wolkersdorf

Unsere Heimat um den Waginger- und Tachinger See im Herzen des Rupertiwinkels bietet zahlreiche Möglichkeiten Natur, Landschaft, Menschen und Tiere zu Fuß zu erleben. Seit dem Corona COVID19 Lockdown Frühjahr 2020 starten die Wolkersdorfer Reservisten regelmäßig zu virtuellen Wanderungen / Remote Märschen rund um unsere Heimatdörfer oder zu gemütlichen Alm- und Bergwanderungen mit unseren Familien und Kindern in den Chiemgauer- und Berchtesgadener Alpen.  Auch in schwierigen Zeiten gemeinsam virtuell mit marsch- und wanderbegeisterten Kameradinnen und Kameraden weltweit. Quasi International unterwegs von Dahoam z’Voigschdorf aus!

 Panorama Webcam Waginger See   Wandern am Waginger See

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