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Reservistenkameradschaft Happing

Militärische Aus- und Weiterbildung

Südostbayerns Reservisten in den sonnigen felsigen Höhen…




Eine gewaltige Marschkolone an Reservisten und Aktiven auf dem Weg zum Hohen Brett

Bildautor: K.Obermayer

Eine gewaltige Marschkolone an Reservisten und Aktiven auf dem Weg zum Hohen Brett

Kurze Rast auf da "Schoatn"

Kurze Rast auf da "Schoatn"

Durch die Wolkersdorfer-Reserve-Gebirgsjäger wird die 65 - Mann Seilschaft durch die kritische Engstelle in der Südwand des Steigs auf das Hohe Brett geschleust. Über Funk und Sichtkontakt erfolgt die Verbindung um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen

Die Teilnehmer des "Edelweiß-Bergmarsches 2011" auf dem Gipfel des Hohen Bretts (2340m)

Aufstieg zur Südflanke des Hohen Bretts

Berchtesgaden / Hohes Brett (2340m) 24.09.2011. „Edelweiß-Bergmarsch 2011“ der südostbayerischen Reservisten mit internationaler Beteiligung ins Göll Massiv. Waginger See Gebirgsjäger und der Happinger Reservisten organisieren die dritte Auflage des Leistungs-Bergmarsches für Reservisten und Aktive Bundeswehrangehörige in den Berchtesgadener Alpen.

Eine gewaltige Marschkolone an Reservisten und Aktiven auf dem Weg zum Hohen Brett

Für die Teilnahme am „Edelweiß-Bergmarsch 2011 der südostbayerischen Reservisten hatten sich Teilnehmer aus ganz Oberbayern bis aus den entferntesten Ecken unserer Bundesrepublik angemeldet, um sich in einem fordernden Bergmarsch das Edelweiß-Abzeichen als Symbol der deutschen Gebirgsjägertruppe verdienen zu können. Bei strahlendem Herbstwetter konnten die Wolkersdorfer und Happinger Reservisten unter der Leitung von StUffz RFA Klaus Obermayer und OLt.d.R. Gergely Rozcha insgesamt 67 Reservisten, aktiven Bundeswehrsoldaten größtenteils der beiden Marschgruppen der Bundeswehruniversitäten aus München und Hamburg, Angehörige der US Army und des Technischen Hilfswerks am frühehn Morgen am Hinterbrandparkplatz begrüßen. Nach einer technischen Einweisung und einer Zusammenstellung der Bergmarschformation ging es dem Aufstieg zum Tagesziel dem Hohen Brett, einem 2340 Meter hohen exponiertem Gipfel als südlichem Ausläufer des Hohen Göll Massivs hoch über dem Königsee mit Blick auf dem Watzmann entgegen.

Aufstieg über die Jennerwiesen

Kurze Rast auf da „Schoatn“

Um kurz nach 7.00 Uhr morgens setze sich die Marschkolonne unter Wolkersdorfer Führung in Marsch. Der frühmorgendliche Blick auf den Watzmann ließ ein perfektes Wetter für diesen Tag vermuten, und schnell ging es bei guter Stimmung die Jennerwiesen hinauf. Nach einer kurzen Gurtrast ging es für die Berggeher über den Ziehweg um den Jennerausläufer zum Mitterkaser. Hier bog man in östlicher Richtung ab, um durch lichten Latschenbewuchs durch ein Quertal zur Schoatn aufzusteigen. Die Bergsonne tauchte das Panorma in ein malerischen Licht und für die Bundeswehr-Reservisten eröffnete sich ein beeindruckender Blick, als man die Schoatn auf dem Verbindungsgrat über dem Stahlhaus überhalb des Torrer Jochs in ca. 1800 Meter erreichte.

Aufstieg zur Südflanke des Hohen Bretts

Auf dem Marsch wurden von den erfahrenen Reserve-Gebirgsjägern aus Happing und Wolkersdorf allerlei nützliche Informationen an die Marschteilnehmer übergeben. Nun ging es nach kurzer Pause mit größeren Abständen über den südlichen Anstieg zum Hörndlbrett, dem südlichen Abbruch des Hohen Bretts. Durch diese imposante Steilwand wurden die Marschteilnehmer nun durch den Wolkersdorfer „Hochzug“ in Fünfergruppen geschleust, um die Gefahr von Steinschlag zu minimieren.

Durch die Wolkersdorfer-Reserve-Gebirgsjäger wird die 65 – Mann Seilschaft durch die kritische Engstelle in der Südwand des Steigs auf das Hohe Brett geschleust. Über Funk und Sichtkontakt erfolgt die Verbindung um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen

Nach den letzten Metern in der Wand erreichten die Reservisten das Jägerkreuz auf 2063 Meter. Nun ging es mit majestätischen Ausblick die letzten paar hundert Höhenmeter zum Gipfel des Hohen Bretts.

Edelweißübergabe auf 2340 Meter

Gezeichnet aber glücklich erreichten der Großteil der Reservisten das Gipfelkreuz des Hohen Bretts. Nach einer kurzen Rast fand eine zweisprachige Gipfeleinweisung und die Übergabe der Edelweisabzeichen, für alle die erstmals dienstlich einen 2000er bestiegen hatten. Stolz und glücklich ging es nun wieder konzentriert dem Abstieg über das Jägerkreuz. Erneut mussten die Bergsteiger in 5er Gruppe durch die kritischen Engstelle geschleust werden, um das Risiko zu minimieren.

Die Teilnehmer des „Edelweiß-Bergmarsches 2011“ auf dem Gipfel des Hohen Bretts (2340m)

Das Manöver gelang und so ging es ohne jegliche Verletzungen oder verstauchte Knöchel über den Pfaffenkegel an der bayerisch – salzburger Landesgrenze entlang Richtung Schneibsteinhaus. Hier konnten die Bergsteiger nochmal kurz ihre Kräfte sammeln und bei einer kühlen Erfrischung ihre letzten Reserven für den Abstieg mobilisieren. Nach einem kurzen Gegenanstieg auf den Jennersattel ging es wieder über den Mitterkaser und die Jennerwiesen zum Ausgangspunkt am Hinterbrandparkplatz.

Fazit:

Der Edelweiß-Bergmarsch 2011 verlief reibungslos und verletzungsfrei, und die Organisatoren der GebJgRK Wolkersdorf und der RK Happing konnten sich über eine sehr positive Resonanz freuen. Für das nächste Jahr wird jedoch die Teilnehmerzahl auf ca. 50 Teilnehmer gedeckelt, und das Anforderungsniveau weiterhin in dieser Größenordnung eines 2200 – 2500 Meter Gipfels beibehalten. Das nächstjährige Ziel wird vielleicht wieder im Bereich des Hintersees in den östlichen Ausläufern des Kaltermassivs oder im Hagengebirge westlich des Königsees liegen.

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