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Kreisgruppe Landshut

Internationale Zusammenarbeit

Reservisten der Kreisgruppe Landshut zum Partnerschaftsbesuch in Compiègne




13. v.L. Bürgermeister Joél Dupuis, 11. v.l. Partnerschaftsbeauftragter Reinhard Mohaupt, 10. V.l. Bürgermeister und Vertreter der Nationalversammlung Pierre Vatin , sowie Teilnehmer am Partnerschaftstreffen vom 23.09.-26.09.2022 in Compiégne.

Nach monatelanger Vorbereitung hat der Partnerschaftsbeauftragte der Kreis-Reservisten
Landshut, Oberstabsfeldwebel der Reserve Reinhard Mohaupt, mit seinen Kameraden und Freunden der Partnerschaft sich auf den Weg nach Compiègne zum Treffen mit den Offizieren und Unteroffizieren aus dem Departement Oise begeben.
Nachdem der Bezirk Niederbayern ebenfalls eine Partnerschaft mit dem Departement Oise
unterhält, wurde es nach zweijähriger Corona-Pause und der Förderung und Unterstützung vom Bezirk Niederbayern ermöglicht, dieses Treffen durchzuführen.
Nach der Unterbringung im Hotel und Privat begab sich die Landshuter Delegation zum Abendessen nach Compiègne und wurde vom Bürgermeister Joél Dupuis recht herzlich begrüßt. Während der Tage wurden die Sprachschwierigkeiten auf beiden Seiten mithilfe der deutschen Dolmetscherin Doris König und einigen sprachkundigen Teilnehmern sehr gut gemeistert.
Samstag war ausgefüllt mit Besichtigungen.
Beim Aussichtsturm von General Mangin wurde den Teilnehmern erklärt, dass am 18. Juli 1918 die alliierten Armeen die Gegenoffensiven in dieser Gegend begannen, die zum Waffenstillstand führen sollten. General Mangin hat sich einen Turm errichten lassen, um die Offensive besser leiten zu können.
Anschließend ging es zum Denkmal namens „The Ghosts of the Butte Chalmont“,
das Nationaldenkmal der zweiten Schlacht an der Marne im Jahre 1918, an der die Schlacht entschieden wurde. Die Skulptur wurde vom französischen Bildhauer Paul Landowski geschaffen.
Weiter ging es zum Hill 204-Denkmal in Château-Thierry, das von den Vereinigten Staaten von Amerika als Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten an der Aisne und Marne errichtet wurde.
Auf dem Soldatenfriedhof von Belleau Wood sind die amerikanischen Soldaten beerdigt, die zum ersten Kontingent „American Expedionary Force“ unter General John Pershing gehörten und die bei ihrem ersten Gefecht gefallen sind.
Auf diesem Friedhof wurde dem Landshuter Delegationsleiter Reinhard Mohaupt die Ehre zuteil, genau um 16.30 Uhr, die amerikanische Flagge zum Signal des Trompeters einzuholen.
Neben dem amerikanischen Friedhof befindet sich der deutsche Soldatenfriedhof von Belleau, der von Frankreich angelegt wurde. Hier wurden die Überreste von Soldaten aus 123 verschiedenen Orten zwischen dem Chemin des Dames und der Marne beigesetzt.
Die meisten von ihnen sind während der Kaiserschlacht und der Hundert-Tage-Offensive gefallen. In zwei Beinhäusern ruhen die Überreste von 8625 deutschen Soldaten. 4308 Einzelgräber werden durch Steinkreuze materialisiert.
Am Sonntagvormittag wurde von der deutschen Delegation und mehreren französischen Organisationen sowie der Stadt Compiègne am Ehrenmal bei der Kathedrale jeweils ein Bukett niedergelegt.
An der Zeremonie nahmen auch die Bürgermeister Joél Dupuis und Pierre Vatin, der auch in der Nationalversammlung tätig ist, teil.
Anschließend ging es zur Messe in die Kathedrale von Soissons. Hier wurde die deutsche Delegation vom zuständigen Dekan begrüßt, der sich dafür bedankte, dass es diese mit Leben erfüllte Partnerschaft gibt.
Nach dem Mittagessen wurde eine Besichtigung von Soissons vorgenommen.
Beim gemeinsamen Abendessen in Compiègne wurden die Tage, die viel zu schnell vergingen, genutzt, um für 2023 einen Zeitraum zum Besuch in Landshut zu vereinbaren.
Bürgermeister Joél Dupuis verabschiedete die deutschen Teilnehmer mit dem Wunsch,
dass die Freundschaft gefestigt bleibt, wie sie jetzt besteht.
Am Montag nach dem gemeinsamen Frühstück beim Vorsitzenden der Unteroffiziere und Organisator der Kameraden aus Compiègne, Patrick Cardon, wurde die Heimreise angetreten.
Alle Teilnehmer haben Compiègne mit schwerem Herzen verlassen und sind mit den Gedanken eines Treffens im nächsten Jahr nach Hause zurückgekehrt.

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