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RK-Abend: Orden und Auszeichnungen der Bundesrepublik im Lauf der Jahrzehnte




Am heutigen RK-Abend gab Stabsunteroffizier d.R. Christoph Wimmer seinen Kameraden einen tiefen Einblick über die Auszeichnungen, die im Lauf der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland für Hilfseinsätze bei Naturkatastrophen verliehen wurden.

Bund und Länder haben seit der Gründung der Bundesrepublik immer wieder Ehrenzeichen gestiftet, die sich auch Uniformträger an die Brust heften dürfen. Im Vergleich zu den Staaten des Warschauer Pakts, in denen Soldaten oft eine ausgeprägte Ordenspalette zur Schau stellen, ist das Auszeichnungswesen in Deutschland eher schlicht und zurückhaltend. Die bundesrepublikanischen Orden und Ehrenzeichen sind eher einfach gehalten, die Trageweise an einer Uniform erfolgt üblicherweise in Form einer Bandschnalle links über dem Namensschild. Geregelt ist die Trageweise in der Anzugsordnung der Bundeswehr. Das Tragen in Originalgröße, beispielsweise an der sogenannten Großen Ordensschnalle, ist zwar immer noch vorgesehen, jedoch wird davon weder im dienstlichen Rahmen sehr häufig Gebrauch gemacht, noch besteht bei den Ausgezeichneten eine große Nachfrage, sich auch heute noch Ordensschnallen binden zu lassen.

Kamerad Wimmer stellte in seinem Vortrag Auszeichnungen seit der Sturmflut 1962 vor. Es zeigt sich, daß im Lauf der Zeit die Ordenszeichen oftmals nicht mehr im klassischen Design als Medaille am Band daherkommen, sondern neuerdings in Form von Pins oder Plaketten. Zudem erfolgt die Stiftung als Ehrenzeichen im Sinne des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland immer seltener. Auszeichnungen werden von staatlichen Stellen durchaus vergeben, jedoch unterbleibt zunehmend der Schritt einer offiziellen Stiftung, der erforderlich wäre, damit Uniformträger sie auch formell führen dürfen. Ein Beispiel dafür sind u.a. die Fluthelfer-Abzeichen 2013 und 2016 sowie für die Schneehelfer 2019 in Bayern oder die sogenannten Erinnerungsgeschenke des Berliner Oberbürgermeisters für die Fluthelfer 2002 und 2013. Ob dies bei den stiftenden Stellen aus Unwissenheit oder in Absicht geschieht, ist unklar.

Der Vortrag war außerdem Anlass für ein Experiment: Zum ersten Mal wurde ein „hybrider“ RK-Abend organisiert. Mittels einer Konferenz-Kamera und einem Raum-Mikrofon sowie einem Videokonferenzsystem konnte der RK-Abend virtuell erweitert werden, sodass Mitglieder auch von zuhause aus teilnehmen konnten. In Zeiten der Pandemie und mit besonderen Blick auf Omikron ist es nötig, Werkzeuge einzuführen, mit denen der Zusammenhalt aufrecht erhalten werden kann, auch wenn man sich nicht vor Ort treffen kann, oder wenn sich nur wenige Mitglieder vor Ort treffen können. Der Versuch war erfolgreich, sodass auch für die weiteren RK-Abende mit dieser Technik gearbeitet werden dürfte.

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