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Die Reserve

Die Zukunft der territorialen Reserve in Bayern – Landesregiment und freiwillige Reservistenarbeit




Hohen Besuch hatte unsere RK München-Ost anlässlich ihres Monatstreffens im Oktober: der Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten (StOffz ResAngel) des Regionalstabes Territoriale Aufgaben Süd (RegStab TA SÜD) beim Landeskommando Bayern (LKdo) stand umfassend für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Oberstleutnant d.R.(OTL) Kevin Jonik, in dieser Funktion Langzeit-Reservedienstleistender, spannte vor rund 20 interessierten Reservisten einen umfassenden Themenbogen um die Zielsetzungen und die strategische Zukunft der Territorialen Reserve im Freistaat Bayern. Die Reserve der Bundeswehr (Bw) gliedert sich zum einen in die Truppenreserve, die im Rahmen von Beorderungsdienstposten die aktive Truppe unterstützt, zum anderen in die Territoriale Reserve.
OTL Joniks Aufgabenbereich und Anliegen ist die Territoriale Reserve, die mit den Kreisverbindungskommandos (KVK) die Schnittstelle der unteren Katastrophenschutzbehörden mit der Bw bildet. „Die KVK‘s sind das Auge und Ohr für die Bundeswehr in der Region,“ betonte OTL Jonik. Neben den KVK’s bilden die regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSU Kp) die zweite Säule und das Rückgrat der Territorialen Reserve, beim LKdo Bayern ist in jedem Regierungsbezirk (Ober- und Niederbayern, Unter-, Ober-, Mittelfrangen, Schwaben und Oberpfalz) jeweils eine RSU Kompanie aufgestellt. Diese Regionalstabstruktur, die nur in Bayern existiert, bilden eine verkleinerte Bataillonsstruktur ab, sie umfasst drei RegSt (SÜD: Schwaben und Oberbayern; OST: Niederbayern & Oberpfalz und NORD: Mittel-/Ober-/Unterfranken).

Im Rahmen eines Pilotprojektes mit viel Publicity seitens der Bw und der Reserve, vor allem aber auch vom Freistaat Bayern, wurde im vergangenen Jahr das Landesregiment (LRgt) Bayern aus den existierenden RSU Kompanien des RegSt TA Nord aufgestellt. Rund um einen sehr kleinen Kern aus aktiven Soldaten dienen im LRgt ausschließlich beorderte (d.h. dort fest eingeplante) Reservisten. Die bestehenden Sicherungskompanien werden dabei mit einer Unterstützungskompanie (vormals auch „schwere Kompanie“ genannt) mit Pionieren, Scharfschützen und gepanzertem Gerät in den Fähigkeiten ergänzt und gestärkt und mit einer Stabs- und Versorgungskompanie logistisch aufgestellt.
Das LRgt Bayern greift damit, in seiner Größenordnung eher als Bataillon einzustufen, die vormaligen Strukturen der sog. Heimatschutzbataillone auf. Diese wurden nach dem kalten Krieg sukzessive aufgelöst und bildeten vormals das Rückgrat des damaligen „Territorialheeres“, diese unterstützten die aktiv recht kleine Jägertruppe (leichte infanteristische Kräfte) massenhaft in der Fläche in jedem Landkreis als Reservebataillone. „Die territoriale Reserve erfuhr in den vergangenen zwanzig Jahren eine eher stiefmütterliche Behandlung, mit dem Pilotprojekt gibt es einen strategischen Aufbaurahmen bis 2037,“ zeigte sich OTL Jonik sehr optimistisch für die Zukunft. Dafür werden geeignete Reservisten benötigt, hier ist der StOffz Res OTL Jonik, der von seinem routinierten Personalsachbearbeiter begleitet wurde, der geeignete Ansprechpartner.

Im Abschluss behandelte OTL Jonik vielfältige Gesichtspunkte der Allgemeinen Reserve, also die Kameraden, die nicht fest bei einem Beorderungstruppenteil eingeplant sind. Als Dienstliche Veranstaltungen und freiwillige Reservistenarbeit ausgeführt, werden diese Reservisten in Bezug auf ihre Fähigkeiten in Übung gehalten (Schießen, körperliche Leistungsfähigkeit, mil. Ausb). Jonik erläuterte auch die Aufstiegsmöglichkeiten für Reservisten in der Unteroffiziers-, Feldwebel- und Offizierslaufbahn. Wesentliche Reformen und die weitestgehende Durchführung im E-Learning machen diese Ausbildungen kompatibler zum Zivilberuf.
Es war ein Abend, der unter strikter Einhaltung des Hygienekonzeptes viel Information und Austausch mit dem sympathischen Stabsoffizier ermöglichte, wie Hauptmann d.R. Harald Braun, stv. Vors. RK München-Ost, bei seinem Dank feststellte: „Wir werden das angesichts des Interesses mit einem Update wiederholen“, eine Einladung, der OTL Jonik gerne nachkommt.

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