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Über Zusammenarbeit in der Pandemie




Reservisten der Kreisgruppe Dingolfing-Landau hört Referat über den Einsatz der Bundeswehr in der Corona-Zeit.

Zu einer sicherheitspolitischen Informationsveranstaltung hatte die Kreisgruppe der Reservisten am vergangenen Samstag eingeladen. Das Thema war der Einsatz der Bundeswehr  im Rahmen der zivilmilitärischen Zusammenarbeit am Beispiel der Corona-Pandemie im Landkreis Dingolfing. Im Dorfhaus in Poxau begrüßte der Sicherheitsbeauftragte der Reservisten Franz Xaver Wojatzki neben den Reservisten aus den Kameradschaften der Kreisgruppe auch eine Reihe von besonderen Gästen. Sein Gruß galt dem Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Dingolfing und Referenten Oberstleutnant Wolfgang Laube sowie OTL Greiler und Major Littich vom KVK. Auch Bürgermeister Peter Eisbruber-Rauscher, den KreisOrgLeiter Ulrich Mosch und Vertreter der Kreisvorstandschaft konnte Wojatzki begrüßen.

Nach seiner Vorstellung gab FX. Wojatzki auch einige Zahlen aus dem Reservistenverband bekannt. So wurden zum Beispiel 2019 über 32000 Verbandveranstaltungen durchgeführt. Zur Zeit sind 196 Reservisten mit der Bundeswehr im Auslandseinsatz.

Auch der Referent des Abends OTL Laube ist ein Reservist, der seine 12-jährige Bundeswehrdienstzeit bei der Luftlandebrigade 27 abgeleistet hatte. In seiner Funktion als Leiter des KVK Dingolfing gilt er im Einsatz wieder als Soldat. In seinem anschaulischen Vortrag erläuterte Laube den Auftrag des Kommandos Territoriale Aufgaben. Diese Gliederung der Bundeswehr soll im Katastrophenfall beraten und Personal und Ausrüstung zur Hilfe bereitstellen. Die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Einrichtungen koordiniert das KVK gemeinsam mit den übergeordneten Kommandos. Anhand einer Landkarte und verschiedenen Schaubildern erklärte OTL Laube die Gliederung des Kommandos Territoriale Aufgaben und deren Führungsorganisationen. Die unterste Stufe dieser Gliederung ist das KVK, das 12 Reservisten-Dienstposten umfasst. Bei einem Katastrophenfall sind zwar die Gemeinden für Hilfe verantwortlich. Aber durch die Zusammenarbeit über das KVK bekommen sie Unterstützung auf verschiedenen Ebenen. Die Hilfe durch die Bundeswehr und deren Möglichkeiten im Katastrophenfall sind in Dienstvorschriften geregelt. Auch die Antragswege sind festgelegt. Das Kommando auf Seiten der Bundeswehr liegt beim Technischen Einsatzleiter TEL, dem die benötigten Soldaten aus verschiedenen Einheiten unterstellt werden.

Bei dem Pandemieeinsatz im Landkreis Dingolfing, der am 16. März 2020 begann, standen Soldaten aus den Standorten Bogen, Feldkirchen, Pfreimd und Oberviechtach dem Landratsamt als untere Katastrophenschutzbehörde zur Verfügung. Die ersten Hilfseinsätze leisteten Feuerwehr, THW und Rotes Kreuz. Als Unklarheiten über den Geldgeber bestanden, nahmen schließlich Soldaten die Teststation in Betrieb. Bei den täglichen Dienstbesprechungen vor allem in den ersten Wochen der Pandemie waren neben dem Landrat das THW, das Gewerbeaufsichtsamt, das Jugendamt, die Kassenärztliche Vereinigung, die Betriebsfeuerwehr BMW. die Bundeswehr, der Notarzt, die Klinik, die Polizei, das Schulamt und das Gesundheitsamt vertreten. Die Aufgaben am Anfang des KVK-Einsatzes waren Schutzausrüstungen wie Masken und Testmaterial zu besorgen und freie Laborkapazitäten zu ermitteln, die die Tests in kurzer Zeit auswerten konnten. Als die wichtigsten Abläufe geregelt waren, waren vor allem Anträge auf Hilfeleistungen zu bearbeiten.

Nachdem der Einsatz am 20. Juni beendet werden konnte, gab es plötzlich eine große Anzahl von Corona-Fälle bei Erntehelfern. Nun musste entschieden werden, was für die gesamte Landkreisbevölkerung gelten sollte. So wurden in kurzer Zeit durch das KVK vier Teststationen personell und materiell ausgestattet, wo dann täglich 2000 Tests durchgeführt werden konnten. Im weiteren Verlauf des Pandemie-Einsatzes galt es Engpässe in Pflegeheimen zu überbrücken, wenn ein Teil des Pflegepersonals durch Quarantäne ausgefallen war. Als dritten Aufgabenbereich galt es, die Kontaktnachverfolgung zu erledigen. Als Erfahrung für das KVK aus dem Pandemieeinsatz stellte OTL Laube fest, dass man sich in der Aufgabenverteilung nicht spezialisieren könne, sondern jeder im KVK müsse alles können.

Nach der Beantwortung von Fragen aus den Reihen der Zuhörer dankt FX. Wojatzki dem Referenten für seine Informationen. Auch Bürgermeister Rauscher dankt dem Referenten und vor allem der Bundeswehr und deren Reservisten für den Katastropheneinsatz.

 

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