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„3 Mal 23“ ergibt einen neuen Brigadekommandeur




Die angetretenen Soldaten in den befohlenen zwei Meter Abständen zum Übergabeappell vor einem grandiosen Alpenpanorama.

Die angetretenen Soldaten in den befohlenen zwei Meter Abständen zum Übergabeappell vor einem grandiosen Alpenpanorama.

Bildautor: Achim Keßler

Generalmajor Gante bei seiner Rede beim Übergabeappell der Gebirgsjäger- brigade 23 „Bayern“.

Generalmajor Gante bei seiner Rede beim Übergabeappell der Gebirgsjäger- brigade 23 „Bayern“.

Bildautor: Achim Keßler

Brigadegeneral Sembritzki wird durch einen Trupp Haflinger beim letzten Bergmarsch begleitet.

Brigadegeneral Sembritzki wird durch einen Trupp Haflinger beim letzten Bergmarsch begleitet.

Bildautor: Achim Keßler

Der scheidende Brigadegeneral Sembritzki (im Vordergrund), Oberst Keller (links) und Generalmajor Gante (rechts) beim Übergabeapell auf dem Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe.

Der scheidende Brigadegeneral Sembritzki (im Vordergrund), Oberst Keller (links) und Generalmajor Gante (rechts) beim Übergabeapell auf dem Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe.

Bildautor: Achim Keßler

Der neue Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Keller (rechts), Generalmajor Gante (Mitte), und der scheidende Kommandeur, Brigadegeneral Sembritzki (links).

Der neue Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Keller (rechts), Generalmajor Gante (Mitte), und der scheidende Kommandeur, Brigadegeneral Sembritzki (links).

Bildautor: Achim Keßler

Zum Abschied erhielt Brigadegeneral Sembritzki ein „dienstliches“ Snowboard, als Erinnerung an seine Zeit als Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23.

Zum Abschied erhielt Brigadegeneral Sembritzki ein „dienstliches“ Snowboard, als Erinnerung an seine Zeit als Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23.

Bildautor: Achim Keßler

  • Von Hauptmann Sarah Hofmann, Presseoffizier Gebirgsjägerbrigade 23
  • 27.04.2020
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Gebirgsjäger

Bad Reichenhall 27.04.2020 Gebirgsjägerbrigade 23 Bayern unter neuer Führung. Am 23. April wurde Oberst Maik Keller als 23. Kommandeur die Führung über die Gebirgsjägerbrigade 23 übertragen. Aufgrund der Corona-Krise übergab Brigadegeneral Jared Sembritzki die Führung über die Gebirgsjägerbrigade 23 an seinen Nachfolger Oberst Maik Keller im kleinen, dennoch sehr würdigen Rahmen auf dem Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe unter den gebotenen Schutzmaßnahmen.

Plötzlich ging alles sehr schnell

Brigadegeneral Sembritzki wird durch einen Trupp Haflinger beim letzten Bergmarsch
begleitet.

„Ich werde jetzt tatsächlich kurzfristig versetzt und trete zum 1. Mai meinen neuen Dienstposten an“, teilte Brigadegeneral Jared Sembritzki Ende März seinem Führungspersonal mit. So wurde auch dem gelassensten Gebirgsjäger klar, unter dem Einfluss der Corona-Krise – wird das eine große Herausforderung. Daher erfordert auch die Übergabe der Dienstgeschäfte der personalstärksten Brigade des Heeres ein neues Maß an Kreativität und Flexibilität, um sowohl die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, als auch den neuen Brigadekommandeur Oberst i. G. Maik Keller, in die Besonderheiten der Kampfbrigade für’s Extreme umfänglich einzuweisen. So konnten die wenigen Tage gut genutzt werden, Oberst Keller über die wesentlichen Aufträge und Themen der Gebirgsjägerbrigade 23 zu informieren und ihm darzustellen. „Unabhängig von den Rahmenbedingungen, habe ich das Gefühl eine gute und intakte Brigade zu bekommen“, stellte der neue Brigadekommandeur nach der Einweisung in die Dienstgeschäfte fest.

Der letzte Bergmarsch als Brigadekommandeur

Der scheidende Brigadegeneral Sembritzki (im Vordergrund), Oberst Keller
(links) und Generalmajor Gante (rechts) beim Übergabeapell auf dem
Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe.

Die „Rahmenlage Corona“ erfordert besondere Maßnahmen. So ist Brigadegeneral Sembritzki zu seiner eigenen Kommandoübergabe zu Fuß auf die Reiteralpe marschiert, um die eingeschränkten Transportkapazitäten der Seilbahn, durch die Ansteckungsgefahr, nicht zu überstrapazieren.

„Ich hätte gern im Oktober noch die dritte Brigadegefechtsübung Berglöwe durchgeführt und mich erst danach abgemeldet“, stellte er schweren Herzens beim Bergmarsch fest. Auf Initiative von Brigadegeneral Sembritzki wurde diese Übungsreihe ins Leben gerufen. Bei der Übung Berglöwe handelt es sich um eine freilaufende Gefechtsübung mit etwa 2000 Soldaten und dem Ziel, die Fähigkeit zum Kampf / Operation im schwierigen Gelände in einem Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung als Gefechtsverband nachzuweisen. „Die besonderen Fähigkeiten dieser Brigade verbunden mit der Bescheidenheit im Auftreten ihrer Soldaten, ist etwas, was die Gebirgstruppe so überdurchschnittlich macht. Sie sollte aus meiner Sicht zu den spezialisierten Kräften gehören“, ergänzte der Brigadegeneral kurz vor Ende des Aufstieges.

Besondere Zeiten erfordern außergewöhnliche Kommandoübergaben

Oberst Keller (links) meldet Generalmajor Gante (Mitte) die Übernahme der Gebirgsjäger-brigade 23.

Aufgrund der Corona-Krise war ein großer Übergabeapell im Beisein der Öffentlichkeit, wie sonst im Kurgarten von Bad Reichenhall, nicht möglich. Und auch sonst war alles anders: Kein Musikkorps, im Feldanzug, ohne händische Übergabe der Truppenfahne, ohne Landrat, Bürgermeister und Repräsentanten des öffentlichen Lebens. Der Appell war damit dem engsten Kreis des Führungskorps der Brigade vorbehalten. Der gewählte Appellort vor einem grandiosen Alpenpanorama des Hochgebirgsübungsplatzes Reiteralpe machte die Übergabe dennoch zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis.

Dieses „Anderssein“ stellte auch Brigadegenaral Sembritzki, welcher im Juni 2017 die Brigade übernahm, bei seiner letzten Ansprache der weitläufig angetretenen Soldatinnen und Soldaten fest. Diese Entspanntheit seines Führerkorps, beispielhaft noch einmal erlebt wie kurz vor dieser Kommandoübergabe, sei überwältigend. Gelassenheit ohne nachlässig zu sein und dennoch die Aufträge zu 100 Prozent zu erfüllen, wenn es darauf ankommt, sei ein Merkmal der Gebirgssoldaten. Er bedankte sich abschließend bei seiner Truppe, „die zu jeder Zeit, auch aus den ungünstigsten Situationen, stets das Beste machte“.

Im Anschluss wandte sich Generalmajor Gante, Kommandeur der 10. Panzerdivision, an die angetretenen Soldaten. In seiner Rede merkte er an, dass es Brigadegeneral Sembritzki immer um seine Truppe ging – diese mittels aufwendigen Übungen und einer guten Materialausstattung stets einsatzbereit und kriegstauglich zu machen. Weiterhin stellte Generalmajor Gante klar, dass es in der jetzigen Krise Schwerpunkt sei, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Ausbildung der Soldaten weiterhin sicherstellen zu können und wandte sich weiter an den neuen Brigadekommandeur, Oberst Keller: „Sie bekommen eine kriegstaugliche Brigade. Ihr Auftrag wird es nun sein, dieser Brigade ihren Stempel aufzudrücken“.

Der neue Brigadekommandeur Oberst Maik Keller ist für viele Angehörige der Gebirgstruppe kein Unbekannter. Bereits in den Jahren 2012 bis 2015 war er Kommandeur des Gebirgspionierbataillons 8 in Ingolstadt.

Kommandoübergabe ohne Truppenfahne

Der neue Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Keller (rechts),
Generalmajor Gante (Mitte), und der scheidende Kommandeur, Brigadegeneral
Sembritzki (links).

Bei der Kommandoübergabe wurde zur Vermeidung der Ansteckungsgefahr auf eine formale Übergabe der Truppenfahne verzichtet. Brigadegeneral Sembritzki meldete Generalmajor Gante die Gebirgsjägerbrigade 23 in militärischer Kürze. Mit einer einfachen Meldung wurde dann die Übernahme des Kommandos durch Oberst Keller besiegelt: Die Gebirgsjägerbrigade 23 hat einen neuen Kommandeur.

Resümee und Danksagung

Nach der Brigadeübergabe bedankte sich Brigadegeneral Sembritzki bei allen seinen Soldaten für die gute Zeit und Zusammenarbeit. Als Abschiedsgeschenk erhielt er ein „dienstlich geliefertes“ Snowboard – die favorisierte Wintersportart des scheidenden Kommandeurs. Brigadegeneral Sembritzki wird zum 1. Mai seinen neuen Dienstposten als Chief of Staff der United States Army Europe in Wiesbaden antreten.

Für den neuen Brigadekommandeur, Oberst Maik Keller, gibt es im Moment „keinen Anlass von dem eingeschlagenen Weg des Vorgängers abzuweichen“ und fügt abschließend hinzu „mir ist wichtig, dass die Kampftruppe im Zusammenspiel mit den Kampfunterstützern funktioniert und jeder seinen Platz und seine Aufgaben wahrnimmt“, so der neue Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23.

 

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