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Amtshilfe an der Grenze zu Österreich




Fünf Soldaten aus dem Gebirgsjägerbataillon 231 und dem Sanitätslehrregi-ment aus Feldkirchen an ihrem Amtshilfeeinsatzort an der Teststation an der Autobahn bei Kiefersfelden.

Das Testteam: v.l.n.r. Stabsgefreiter Bloß - zuständig für die Testauswertung -, Hauptgefreiter Barth - verantwortlich für den Abstrich -, Gefreiter D'Alterio - federführend für die Dokumentation.

Die Teststation mit drei Testcontainern an der Bundesautobahn 93 bei Kie-fersfelden.

Hauptgefreiter Barth vom Sanitätslehrregiment Feldkirchen bereitet das Werk-zeug zur Abstrichentnahme vor

Die vor Ort eingesetzten Soldaten müssen ebenfalls regelmäßig auf Covid-19 getestet werden.

Nach dem Abstrich müssen sich die Flüssigkeiten miteinander vermischen.

Nach einer Minute entfernt der Gebirgsjäger das Abstrichstäbchen aus der Testflüssigkeit.

Gefreiter Lea D'Alterio nimmt von den zu Testenden alle wichtigen Daten auf.

Bad Reichenhall, 26. März 2021

Amtshilfe an der Grenze zu Österreich

Wie lange die verschärften Grenzkontrollen und die Einreisebeschränkungen aus Tschechien und Tirol nach Bayern gelten werden, ist noch unklar. Seit dem 16. Februar unterstützt das Sanitätslehrregiment aus Feldkirchen und das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall am Grenzübergang Kiefersfelden-Kufstein auf der Inntal Autobahn bei der Durchführung der Corona Tests.

Gebirgsjäger werden überall gebraucht

Die Gebirgsjäger der Gebirgsjägerbrigade 23 sind eigentlich die Spezialisten im Gebirgskampf. Die Berge sind ihre Heimat und Herausforderung zu gleich. Die Gebirgsprofis beherrschen nicht nur den Kampf im schwierigen Gelände unter extremen Wetterbedingungen, sondern auch den Umgang mit Ski, Seil und Karabiner. Gleichzeitig sind die Gebirgssoldaten an der Amtshilfeunterstützung in der Corona Pandemie intensiv im Einsatz. Derzeit unterstützen mehrere Hundert Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 bei Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Oberbayern und Schwaben. Sie unterstützen in den Gesundheitsämtern zur Kontaktnachverfolgung sowie bei der personellen Unterstützung bei Corona-Abstrichen in Alten- und Pflegeheimen sowie Testzentren.

Die Soldaten können aufgrund der Stationierung der Verbände der Gebirgsjägerbrigade 23 in Füssen, Ingolstadt, Mittenwald, Bischofswiesen und Bad Reichenhall regional dort schnell und effizient mit viel „Man-Power“ eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden. So sind beispielsweise 16 Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall im Landratsamt Berchtesgadener Land zu Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt, 10 Soldaten in Ebersberg – ebenfalls im Gesundheitsamt und 12 Soldaten in Kiefersfelden an der Teststation „Raststätte Inntal Ost“ eingesetzt.

Die Teststation mit drei Testcontainern an der Bundesautobahn 93 bei Kie-fersfelden.

Schnelltests für Einreisende aus Tirol – so läuft es ab

Im Zuge der schärferen Kontrollen an der Grenze zu Österreich wurde am Grenzübergang Kiefersfelden-Kufstein eine Schnelltest-Station eingerichtet. Einreisen darf, wer systemrelevant ist und ein gültiges Corona-Testergebnis vorweisen kann, das nicht älter als 48 Stunden ist. Wer keinen gültigen Corona-Test vorweisen kann, wird von der Bundespolizei an das Testzentrum verwiesen, um einen Schnelltest durchführen zu lassen. Die Einreisenden nach Deutschland werden von der Bundespolizei kontrolliert. „Die Abstriche führen die Soldaten des Sanitätslehrregiments aus Feldkirchen durch. Die Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall dokumentieren und werten die Tests aus. Die Testauswertung dauert rund 15 Minuten“, so Stabsunteroffizier Erik Tobert von der 4. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231. Alles greift Hand in Hand.

„Durchschnittlich kommen am Tag rund 100 zu testende Personen zu uns. Das höchste Tagesaufkommen waren über 250 Personen“, so der 25-jährige Gebirgsjäger weiter. Bisher haben die eingesetzten Soldaten etwa 4.500 Tests durchgeführt. Derzeit wird das Testzentrum von 18 Soldaten und einem zivilen Mitarbeiter im Zweischichtsystem von Montag bis Sonntag, 06:00 bis 22:00 Uhr betrieben. Dafür stehen 3 Container zur Testung von Personen zur Verfügung. Die Sanitätssoldaten führen die Schnelltestabstriche durch. „Wir haben nur die Tests für die Nase“, erklärt Hauptgefreiter Alexander Barth vom Sanitätslehrregiment Feldkirchen. Anschließend wird der Test in eine Auswerteflüssigkeit gelegt. „Das Stäbchen wird mindestens vier Mal darin gedreht, damit sich die Nasenflüssigkeit mit der Auswerteflüssigkeit vermischt. Dann wird die Stoppuhr gedrückt, die auf eine Minute eingestellt ist“, berichtet der Gebirgssoldat Stabsgefreiter Jean-Cloude Bloß, der die Schnelltests auswertet. Anschließend gibt er vier Tropfen der Mischflüssigkeit auf den Teststreifen. Eine dritte Soldatin nimmt die Daten der Testanwärter auf. „Die Personen erhalten nach dem Test außerdem einen Merkzettel mit Nummer und Zeit, wann sie wieder zur Ergebnisabholung zu erscheinen haben“, erzählt Gefreiter Lea D’Alterio vom Gebirgsjägerbataillon 231. Nach 15 Minuten erhalten die zu getesteten Personen von der 20-jährigen einen Nachweis mit dem Testergebnis.

Bislang ist die Unterstützung bis zum 31. März 2021 geplant, eine Verlängerung der Maßnahme ist jedoch möglich.

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