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Aus der Truppe

Die „Schwere“ zeigt Leistung im Gebirge




Der Hochzug unterstützt den Aufstieg zum Hochthron an den Schlüsselstellen

Diszipliniert bei letzter Pflichtaufgabe – Die Fünfte auf dem Rückmarsch nach Bad Reichenhall

Abseilen – Hier zeigen die Gebirgsjäger routiniert ihre Standardtechnik

Ein Soldat der „Schweren“ zieht sich an der Südwand empor

Die 5. Kompanie auf dem Weg zum Einstieg in die Untersberg-Südwand

Bad Reichenhall, 04. August 2021

Die „Schwere“ zeigt Leistung im Gebirge

Bad Reichenhall. Das Gebirgsjägerbataillon 231 führte vom 26. bis zum 30. Juli auf verschiedenen Marschstrecken im Berchtesgadener Land den Gebirgs-leistungsmarsch Sommer durch. Auch die 5. Kompanie unter der Führung von Kompaniechef Major Christian Hanft marschierte an drei Tagen von Ettenberg, über die Untersberg-Südwand auf den Berchtesgadener Hochthron und weiter über das Lattengebirge knapp 30 Kilometer und meisterten 2.571 Höhenmeter.

Am 27. Juli hieß es bereits um fünf Uhr morgens für die Reichenhaller Jager: „Antreten!“. Der Kompaniechef wurde mit einem motivierten: „Guten Morgen, Herr Major!“, von seinen Soldatinnen und Soldaten begrüßt. Nach Überprüfung der Vollzähligkeit, Empfang des Materials und Verpflegung verlegte die Fünfte zügig zum Ausgangpunkt. Der Tag versprach einiges – 1.300 Höhenmeter und eine Marschleistung von etwa 12 Kilometern lag vor den Reichenhaller Gebirgsjägern.

Nicht nur die Hitze war eine Herausforderung – die Südwand bot einige schweißtreibende Schlüsselstellen

Südwand – Atemberaubende Aussicht am Seilgeländer.

Höhepunkt des Tages war das Überwinden der Untersberg-Südwand. Der Hochgebirgsjägerzug hatte bereits im Vorfeld die Wand mit einem Seilgeländer gesichert, damit „die Fünfte“ ihrem Auftrag zum Erreichen des Hochthrons nachkommen konnte. „Wir haben diese Route letztes Jahr erst wieder reaktiviert“, erklärt Oberstleutnant Dennis Jahn, Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, an der Wand. Eine Entscheidung, die sich als äußerst sinnvoll herausstellte. Das Bewegen im alpinen Gelände gehört zur absoluten Basisbefähigung der Gebirgssoldaten und zeichnet diese aus. Der Gebirgsleistungsmarsch dient zur Überprüfung der erlernten Fähigkeiten, dazu gehört unter anderem auch das Überwinden eines Seilgeländers.

Die Soldaten wurden bei ausgezeichnetem Wetter mit einem traumhaften Blick in den Berchtesgadener Talkessel belohnt. Nach Erreichen des Gipfels wurden die Soldaten auf 1.972 Metern in das Gelände eingewiesen. „Im Westen liegend, von Eigener, Entfernung ca. 8.000, dort Gipfel Karkopf, zwei Finger breit rechts davon Hochschlegel, Sprungziel für Tag zwei“, erläuterte der Feldwebel gegenüber der Marschgruppe „Untersberg“. Vorerst musste jedoch auf der Hälfte des Abstieges Richtung Hallthurm eine 30 Meter hohe Abseilstelle überwunden werden. Dies gehört ebenfalls zum Standardrepertoire eines jeden Gebirgsjägers. Die Soldaten müssen in der Lage sein, sich selbstständig einzubinden und das Abseilen mit etwa 15 Kilogramm Gepäck durchzuführen.

Der erste Aufstieg wurde bei sommerlichen Temperaturen und bester Laune gemeistert

Anschließend marschierten die Frauen und Männer weiter Richtung Biwakbereich I, der sich am Hallthurm befand. Aufkommende starke Regenschauer begleiteten den Abstieg, aber auch das hinderte die Soldaten nicht daran, Ihren Auftrag zu erfüllen. Autark unter unwirtlichen Witterungsbedingungen in unwegsamen Gelände operieren zu können, das zeichnet die Gebirgsjäger aus. Angekommen am Hallthurm, legten sich die Reichenhaller Jager trocken, bereiteten Ihr Material für den nächsten Tag nach und verpflegten.

Die Soldaten beim Begehen der Untersberg-Südwand.

Das Ziel fest im Blick

Pünktlich um sieben Uhr befand sich die Kompanie bereits wieder auf Ihrer Marschroute Richtung Hochschlegel. Kurz vor Erreichen des Gipfels verdichtete sich das Nebelfeld, eine Aussicht blieb der Fünften damit an diesem Tag verwehrt.  Knapp elf Kilometer und ca. 1.200 Höhenmeter später erreichten die Soldaten den Biwakbereich II in der Nähe der Röthelbachalm. Ein besonderes Highlight war wohl das Grillen am Abend, dieser Rahmen bot den Soldaten Ihre Eindrücke in einem geselligen und kameradschaftlichen Rahmen miteinander zu teilen. Der Kompaniechef nutzte das Beisammensein und schwor seine Kompanie für den morgigen Rückmarsch zur Hochstaufen-Kaserne nochmal ein. „Wir verzeichnen bis jetzt keine Ausfälle. Wir setzen den Standard in diesem Bataillon – Wir sind die Schwere!“, so der Kompaniechef.

Ein Soldat weist seine Kameraden in das Gelände ein

Beflügelt von den Worten des Majors verlief der Abstieg am folgendem Tag schon fast von alleine.  Mit einem „Schnapper“ waren die noch restlichen acht Kilometer bis zur Kaserne der Gebirgsjägerbrigade 23 gemeint. Vollzählig und stolz über die erbrachten Leistungen der letzten Tage, schritten die Soldaten durch das Tor der Hochstaufen-Kaserne in Richtung Kompaniegebäude. Mit einem dreifachen „Horrido – Joho!“ wurden die Soldaten beim Abschlussantreten in den wohlverdienten Urlaub entlassen.

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