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Führerweiterbildung auf winterlicher Hochebene




Die Soldaten werden in den Stellungsraum eingewiesen.

Mithilfe des Kartenstudiums werden geeignete Stellungen erkundet.

Zwei Soldaten verschaffen sich einen Überblick in der winterlichen Umgebung.

Bad Reichenhall, 16. Februar 2021

Führerweiterbildung auf winterlicher Hochebene

Die Reichenhaller Jager führen eine Führerweiterbildung auf der Reiteralpe durch. In der winterlichen Hochebene lernen die Soldaten, das Gelände optimal zu nutzen und sich für die Verteidigung einzurichten.

Bei besten Wetterbedingungen werden die Führer des Gebirgsjägerbataillons 231 an der Bergstation Reiteralpe in den Ablauf des folgenden Ausbildungstages eingeführt: Die Wahl der richtigen Stellungen bei der Verteidigung steht auf dem Programm. Diesmal jedoch im Winter, mit allen Vor- und Nachteilen, die eine fast schon idyllische Winterlandschaft mit sich bringt. So besteht die erste Schwierigkeit schon darin, sich durch die 80 cm Neuschneedecke zu kämpfen. Schnell wird den Teilnehmern der Weiterbildung klar, dass Schnee und Eis eigene Regeln mit sich bringen.

Die Soldaten werden in den Stellungsraum eingewiesen.

Das Gelände lesen

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase erkunden die Reichenhaller Jager geeignete Stellungen für die Verteidigung sowie den Einsatz eines Feldpostens und erläutern ihre Entscheidungen: Stellungen müssen möglichst unerkannt erreicht werden und ein gewisses Maß an Schutzwirkung bieten. Von hier aus gilt es, gegen den Feind zu verteidigen. Für eine gute Sicht und Wirkung eignen sich höhergelegene Stellungen, diese sind jedoch leichter aufzuklären.

Die Führerleistung besteht darin, das Gelände lesen zu können und dabei die Besonderheiten des Gebirgskampfes im Winter zu berücksichtigen, um somit die zweckmäßigsten Stellungen zu erkunden. Schwere Waffen wirken im Schnee unterschiedlich: So verschluckt beispielsweise der Schnee wirkungslos die Geschosse des Granatmaschinenwerfers und hemmt die Splitterwirkung der Mörser. Diese gewonnenen Erkenntnisse müssen gegeneinander abgewogen werden und als Folgerung in der Erkundung berücksichtigt werden.

Mithilfe des Kartenstudiums werden geeignete Stellungen erkundet.

Gemeinsam wird so ein umfassendes Verständnis für die Wahl von geeigneten Kampfstellungen geschaffen und äußerst vielversprechende Lösungsansätze erarbeitet. Oberstleutnant Dennis Jahn, Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, hebt noch einmal die besondere Bedeutung einer Erkundung im Gelände hervor: „Besonders im winterlichen Gebirge gilt es, unnötige Bewegungen durch gute Erkundung zu vermeiden.  Außerdem muss die Anschlussversorgung sowie die Verbindung untereinander berücksichtigt werden. Mit dieser Weiterbildung haben wir die Basis für die Gebirgskampfausbildung im Winter geschaffen. Von der Erkundung geht es nun über zum Bau und dem Kampf aus Stellungen im Gebirge unter winterlichen Bedingungen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns!“

Text: Hptm Michael Maske, Gebirgsjägerbataillon 231
Bilder: Gebirgsjägerbataillon 231

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