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Gebirgsjägerbataillon 231 unter neuer Führung




Das angetretene Gebirgsjägerbataillon 231 aus der Vogelperspektive.

Oberstleutnant Dr. Werner, Brigadegeneral Keller und Oberstleutnant Jahn (v.l.n.r.)

  • Von Oberleutnant Christian Karl Bauer, Gebirgsjägerbataillon 231
  • 20.04.2022
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Gebirgsjägerbataillon 231 unter neuer Führung 

Für die Gebirgsjäger vom Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall stehen die Zeichen auf Wechsel: Der bisherige Kommandeur, Oberstleutnant Dennis Jahn übergab in der Alten Saline zu Bad Reichenhall das „Führungszepter“ an seinen Nachfolger Oberstleutnant i. G. (im Generalstab) Dr. Simon Werner.

Nach seiner dreijährigen Verwendung als Bataillonskommandeur erfolgte am 08.04.2022 die Übergabe der Bataillonsführung von Oberstleutnant Dennis Jahn an seinen Nachfolger Oberstleutnant i.G. Dr. Simon Werner. Vor zahlreichen geladenen Gästen aus lokaler Politik sowie aus Gesellschaft, benachbarten Dienststellen und Behörden, fand der Appell, musikalisch umrahmt durch das Gebirgsmusikkorps, vor dem angetretenen Bataillon in der Alten Saline in Bad Reichenhall statt. „Die Bataillonsübergabe inmitten unserer Garnisonstadt durchführen zu dürfen, unterstreicht einmal mehr sehr eindrucksvoll die tiefe Verbundenheit der Bad Reichenhaller Bevölkerung mit ihren Reichenhaller Jagern“ so Oberstleutnant Jahn in seiner Abschiedsrede. Dass der Appell im großen Rahmen öffentlich stattfinden könne, ist überaus erfreulich, sorgte doch die Pandemielage lange Zeit dafür, dass öffentliche Veranstaltungen nicht durchführbar waren.  In den drei Jahren seiner Kommandeursverwendung erlebte Oberstleutnant Jahn einige Highlights mit seinen Soldatinnen und Soldaten: Die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Gebirgsjägerbataillon 231 sowie der Große Zapfenstreich anlässlich des 60sten Jahrestags der 10. Panzerdivision. Natürlich auch eine Vielzahl an Übungen, in der Region und in Nordnorwegen, die das ganze Bataillon forderte, standen auf der Agenda.

OB Dr. Christoph Lung überreicht OTL Dennis Jahn ein besonderes Präsent der Stadt Bad Reichenhall.

Soldaten des Verbandes stellten überdies die Sicherungskompanie für das 15./16. Einsatzkontingent MINUSMA in Mali. „Hinzu kamen in den letzten 2,5 Jahren noch die ungünstigen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie“ so der scheidende Kommandeur, in denen das Gebirgsjägerbataillon in der Region in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsämtern mit hohem Personalansatz tatkräftig unterstützte. Dies bedeutete oft, dass Lehrgänge, Ausbildungsvorhaben etc. gestrichen werden mussten. Dass seine Zeit als Kommandeur, trotz aller Herausforderungen, eine besondere war, formulierte Jahn so: ,, …die schönste Verwendung im Leben eines Truppenoffiziers, die schönste Verwendung ist zweifelsohne die als Bataillonskommandeur“.

Im Anschluss an seine Rede wurde gemeinsam mit Brigadegeneral Maik Keller, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, und Oberbürgermeister Dr. Lung die Front der angetretenen Soldaten abgeschritten. Dazu spielte das Gebirgsmusikkorps den Bayerischen Präsentiermarsch. Es folgte die Rede des Brigadekommandeurs. Auch Brigadegeneral Keller betonte, dass es ihn sehr freue, dass der Appell in der Öffentlichkeit stattfinden könne, dass die Bindung zwischen der Brigade sowie dem Gebirgsjägerbataillon 231 mit ihrer Garnisonsstadt eng sei – seit Jahrzehnten. „Daran konnte auch die Coronapandemie nichts ändern, im Gegenteil. In diesen herausfordernden Zeiten haben Bataillon, Brigade, Bad Reichenhall und der Landkreis Berchtesgadener Land zusammengehalten und sich gegenseitig unterstützt.“ Mit Blick auf den scheidenden Kommandeur stellte General Keller fest: „Oberstleutnant Jahn hat „seine“ Gebirgsjäger mit Leib, Seele und insbesondere auch mit Herz geführt. Dies tat er mit großem Engagement, Weitblick und gesundem Führungsanspruch“.

Nach dem Musikstück Der Marsch des Soldaten Robert Bruce begann der Höhepunkt des Zeremoniells, die Übergabe der Truppenfahne an den neuen Kommandeur, Oberstleutnant Dr. Werner. Wie sein Vorgänger ist auch Oberstleutnant Dr. Werner, selbst Heeresbergführer, mit dem Berchtesgadener Land eng verbunden. Er ging hier zur Grundschule in Marzoll, sammelte seinen ersten alpinen Erfahrungen in der Region und begann seine militärische Karriere im Gebirgsjägerbataillon 231. Es folgten ein Studium in München, verschiedene Verwendungen, wie die des Kompaniechefs bei den Gebirgsjägern in Mittenwald sowie nach der Generalstabsausbildung in Hamburg weitere Stationen in Potsdam, Hamburg, Koblenz, Mons in Belgien sowie Berlin. „Mit Ihnen kommt ein vertrauter Kamerad zurück in die Brigade“ so General Keller in seiner Rede. Ebenso ist die Familie von Dr. Werner in der Region beheimatet.

Unter der neuen Führung wird sich das Gebirgsjägerbataillon 231, wie auch andere Truppenteile der Gebirgsjägerbrigade, verstärkt wieder der Landes- und Bündnisverteidigung widmen.

Damit ist die Marschrichtung für den neuen Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Dr. Werner und seine Truppe klar, eine herausfordernde Aufgabe, der sich die Reichenhaller Jager motiviert stellen werden.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung im Herzen Bad Reichenhalls und der Region, die durch das Antreten des gesamten Bataillons in der alten Saline und dem Beiwohnen zahlreicher Gäste einen würdigen Rahmen fand.

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