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Hochgebirgsjäger trotzen nebligem Hochkalter




Handlungssicher auch bei schlechter Sicht

Hochgebirgsjäger trotzen nebligem Hochkalter

Ramsau b. Berchtesgaden. Der Hochgebirgsjägerzug des Gebirgsjägerbataillons 231 führte in der letzten Septemberwoche einen fünftägigen Kletteraufenthalt im Hochkaltermassiv in Ramsau bei Berchtesgaden durch. Ausgangspunkt der täglichen Ausbildungen bei widrigen und fordernden Wetterverhältnissen war die auf 1.680 Metern gelegene Blaueishütte.

Orientieren am Berg unter erschwerten Bedingungen

Auch bei Schneefall noch am Berg zu finden – Reichenhaller Hochgebirgsjäger beim Klettern in der Seilschaft

Die Ausbildung am Hochkaltermassiv umfasste im Schwerpunkt die technischen Grundlagen des militärischen Mehrseillängenkletterns, die selbständige Planung und Ausführung von Mehrseillängen-Kletterouten und behelfsmäßige Bergrettung im Einsatz. Die für den September äußerst schwierigen Wetterverhältnisse bildeten mit Regen, Nebel und sogar Eis und Schnee herausfordernde und ungewöhnliche Ausbildungs- und Übungsumstände zu dieser Jahreszeit. Wichtiger Bestandteil der Ausbildung war insbesondere die Orientierung am Berg, sowie die genaue Interpretation der Topo und deren Übertragung ins Gelände. Ein Topo ist die graphische Darstellung der Kletteroute, in der alle relevanten Informationen zu den Schlüsselstellen, Standplätzen und Seillängen angegeben sind. Bei Nebel keine leichte Aufgabe, die die Reichenhaller Jager aber mit Bravur meisterten.

Um das zuvor theoretisch Gelernte anschließend in die Praxis umzusetzen beübten sich die Hochzügler im Standplatzbau und dem Legen von mobilen Zwischensicherungen in diversen Routen am Hochkaltermassiv. Die Soldaten wurden als Teil der Übung mit fordernden Situationen in der Seilschaft konfrontiert. Sollte die Klettertour nicht wie geplant durchgeführt werden können, weil ein Weiterkommen aus unterschiedlichen Gründen, wie beispielsweise einem Schlechtwettereinbruch oder Verwundung von Soldaten im Gefecht, nicht mehr möglich ist, so müssen die Seilschaften fähig sein, sich schnellstmöglich, sicher und planmäßig aus der Route zurückzuziehen. Dabei entstehen immer wieder Herausforderungen unter welchen die Seilschaftspartner nicht auf eingerichtete Standplätze zum Abseilen zurückgreifen können, sondern sich behelfsmäßig neue Fixpunkt im Fels schaffen müssen. In diesen Fällen ist besondere Handlungssicherheit, Kreativität, aber auch Stressresistenz und Übersicht gefragt, welche die Hochgebirgsjäger am Hochkalter uneingeschränkt unter Beweis stellten.

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