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Aus der Truppe

Landtagspräsidentin zu Besuch bei der Gebirgsjägerbrigade




Ilse Aigner drückt ihre Anerkennung gegenüber den Einsatzsoldaten aus

Bildautor: Bundeswehr / Christian Kunerl

Die Landtagspräsidentin, der Miesbacher Bürgermeister, Oberleutnant Elis und Moderator, Oberleutnant Daniel Gehrmann (v.r.n.l.), sprechen über die Einsatznachbereitung.

Bildautor: Bundeswehr / Christian Kunerl

Bad Reichenhall / Miesbach 24.07.2020. Ilse Aigner spricht Einsatzsoldaten Anerkennung aus. Die Präsidentin des Bayeri-schen Landtags, Ilse Aigner, war am 16. Juli zu Gast bei einem Einsatznachbereitungsseminar (ENBS) der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“. Sie sprach mit Organisatoren, Moderatoren und Seminarteilnehmern.

Oberleutnant Tobias Elis, der verantwortliche Offizier für die Durchführung der ENBS, begrüßte die Landtagspräsidentin und Miesbachs Bürgermeister, Dr. Gerhard Braunmiller, in einem Hotel in Miesbach.

Besondere Bedeutung der Seminare

„Für die heimgekehrten Soldaten ist sehr wichtig, das im Einsatz Erlebte zu verarbeiten und zu Hause wieder anzukommen“, hob der Oberleutnant die Bedeutung der dreitägigen Seminare hervor. Die meisten Einsatzsoldaten seien rund sechs Monate von Familie und Freunden getrennt. Zwischen dem Leben im Einsatz und dem Leben zu Hause bestünden sehr große Unterschiede. Im Anschluss stellte der Oberleutnant den Ablauf der Seminare vor. Soldaten, die zusammen im Einsatz waren, erhalten in den Seminaren noch einmal die Gelegenheit, sich in zivil auszutauschen. Die Uniform wird im Spind und Dienstgrade bewusst außer Acht gelassen. Innerhalb der Seminare duzen sich die Teilnehmer. Was im Seminar gesprochen wird, verlässt nicht den Raum.

Zeichen der Anerkennung

Die Landtagspräsidentin, der Miesbacher Bürgermeister, Oberleutnant Elis und Moderator, Oberleutnant Daniel Gehrmann (v.r.n.l.), sprechen über die Einsatznachbereitung.

Die Landtagspräsidentin betonte bei ihrer Ansprache, dass sie sowohl den Einsatzsoldaten als auch den Moderatoren, ehemaligen Einsatzsoldaten, welche die Seminare betreuen, Anerkennung zukommen lassen wolle. „Sie haben im Einsatz eine große Leistung gezeigt, die nicht selbstverständlich ist. Sich nach dem Einsatz die Seele freizusprechen, ist unverzichtbar.“ Danach dankte sie allen Beteiligten.

Landtagspräsidentin zeigt großes Interesse

In anschließenden Gesprächsrunden mit Seminarteilnehmern, Moderatoren und einem Truppenpsychologen zeigte sich Ilse Aigner sehr interessiert an der Einsatzvorausbildung der Soldaten sowie an der Art von Problemen, die bei der Einsatznachbereitung in den Seminaren angesprochen werden. Auch der Aufwand für Organisation und die Betreuung der ENBS beeindruckte die Landtagspräsidentin. 1.400 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 sowie diverser anderer Verbände der Einsatzkontingente für die Auslandsmissionen MINUSMA und EUTM in Mali werden pro Jahr betreut. Einige dieser Seminare werden als Familienseminare mit Kinderbetreuung angeboten.

Soldaten wünschen sich mehr gesellschaftliche Akzeptanz

Viele Einsatzsoldaten bestätigen, dass die Einsatznachbereitung zufriedenstellend ist. Allerdings wünschen sie sich mehr politische Unterstützung und vor allem gesellschaftliche Akzeptanz. Die Einsätze und die damit verbundenen Erlebnisse und Erfahrungen würden nach ihrer Einschätzung hier kaum thematisiert.

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