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„Patrouille des Glaciers“: Gebirgsjäger stellen sich dem Wettkampf




Angekommen an der La Rosablance auf knapp 3.200 Metern über Normalnull – das Patrouillenteam der Gebirgsjägerbrigade 23 mit der Startnummer 441 hat bereits Dreiviertel der Wegstrecke geschafft

Bad Reichenhall, 28. April 2022

„Patrouille des Glaciers“: Gebirgsjäger stellen sich dem Wettkampf

Von Zermatt nach Verbier in unter 12 Stunden

Zermatt, Schweiz. Alle zwei Jahre richtet die Schweizer Armee das größte Rennen im Skibergsteigen der Welt, die „Patrouille des Glaciers“ (PDG), aus. Aufgrund der Corona-Pandemie musste dieses Rennen 2020 leider abgesagt werden. Die Bundeswehr entsandte dieses Jahr aus der Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf acht Heeresbergführer sowie den Skibergsteiger Hauptgefreiter Thomas Kletzenbauer.

Geschafft! Das Patrouillenteam mit der Startnummer 364 beim Zieleinlauf in Verbier Oberstleutnant Johannes Schwegler (Mitte), Hauptfeldwebel Beatrice Soyter (links) und Hauptfeldwebel Christoph Gülich

Die legendäre „Patrouille des Glaciers“ (PDG) von Zermatt über Arolla nach Verbier gilt als eines der härtesten und längsten Skitourenrennen der Welt – mittendrin als Teilnehmer neun Gebirgsjäger. Wohl kein anderes Rennen genießt bei den Skibergsteigern so viel Ansehen und flößt so viel Respekt ein, wie die Patrouille des Glaciers in der Schweiz. Die Strecke wird mit sehr großem organisatorischen Aufwand von der Schweizer Armee vorbereitet. Bei der Durchführung der diesjährigen PDG wurde die Schweizer Armee mit Gebirgsspezialisten aus Frankreich, Österreich und Deutschland unterstützt. Hier wurde der Hochgebirgsjägerzug des Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall für die Vorbereitung und das Betreiben des Durchlaufpostens „Schönbiel“ auf einer Höhe von 2.800 hm eingesetzt.

In der Nacht von Mittwoch, den 27. April, auf Donnertag, den 28. April, gingen drei Teams mit Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf – im Schwerpunkt Heeresbergführer – an den Start und stellten sich den Herausforderungen von knapp 60 km Wegstrecke sowie 4.500 hm im Auf-/Abstieg. Die frühen Startzeiten liegen in der über den Tagesverlauf ansteigenden Lawinengefahr begründet. Gleichzeitig musste wegen den außergewöhnlich aperen Schneeverhältnissen in den Walliser Alpen mehr Tragepassagen als zu „Normalzeiten“ bewältigt werden.

Unter 12 Stunden blieb das Patrouillenteam der Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Ausbildungs-stützpunkt Gebirgs- und Winterkampf mit der Startnummer 441. Was für eine Leistung! Bei den Zeiten auf der Uhr handelt es sich um Bruttozeiten, die Teams sind zeitversetzt gestartet

Die Mannschaft 1 der Bundeswehr konnte sich im Militär-Classement bei 27 Mannschaften mit einem 5. Platz weit vorn platzieren. Team 2 überzeugte ebenfalls mit einer starken Leistung und einem Zieleinlauf nach 11:04 Stunden. Die Mannschaft 3 kam mit einer Zeit von 13:19 Stunden ins Ziel und konnte mit dieser Leistung ebenfalls sehr zufrieden sein. Den Sieg sicherte sich das österreichische Team „Military Sportcenter Austia“ mit einer Zeit von 7:39 Stunden, die auch gleichzeitig die Gesamtschnellsten waren. Brigadegeneral Maik Keller, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, ist sehr stolz auf die gezeigten Leistungen seiner Soldatinnen und Soldaten und gratulierte sehr herzlich.

 

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