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Politische Bildung auf besonderem Boden




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Dr. Mathias Irlinger erklärt anhand alter Fotografien die Geschichte des Obersalzbergs.

Auch ein Besuch der Bunkeranlagen steht auf der Agenda.

  • Von Oberleutnant Christian Karl Bauer, Gebirgsjägerbataillon 231
  • 12.09.2021
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Bad Reichenhall, 10. September 2021

Politische Bildung auf besonderem Boden

Ein historisch bedeutsamer Ort war Ziel der aktuellen Politischen Bildung: der Obersalzberg nahe Berchtesgaden. Jener Berg galt Adolf Hitler als Refugium und hier wurden seinerzeit schwerwiegende Entscheidungen getroffen. Unter Führung eines Historikers unternahmen junge Offiziere und Offiziersanwärter der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall eine Exkursion ins Dokumentationszentrum Obersalzberg.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Fahnenjunker Hendel hält seinen Vortrag zum Deutsch-Sowjetischen Krieg.

„Politische Bildung ist ein Gestaltungsfeld der Inneren Führung. Sie verdeutlicht den Soldaten den Wert der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und bestärkt sie, auf dieser Grundlage als „Staatsangehörige in Uniform“ ihren Dienst für Frieden, Recht und Freiheit zu leisten“ hieß es im Befehl zur Veranstaltung. Vor dem Hintergrund des 80. Jahrestages des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion besuchten junge Offiziere bis zum Dienstgrad Oberleutnant sowie Offiziersanwärter das Dokumentationszentrum Obersalzberg. „Wie die Politische Bildung am Herrenchiemsee zum Thema Grundgesetz zählt auch der Besuch auf dem Obersalzberg zu einer festen Veranstaltung des Gebirgsjägerbataillons 231“ so Oberstleutnant Dennis Jahn, Kommandeur der Reichenhaller Jager. Der erste Teil begann mit einer Führung durch eine Ausstellung mit Dokumenten, Bildern und Exponaten. Historiker und Bildungsreferent Dr. Mathias Irlinger führte durch die Ausstellung und stellte sehr lebhaft die Geschichte des Obersalzbergs dar. Auch ein benachbarter Bunker wurde besichtigt.

Offiziersanwärter referieren zum Deutsch-Sowjetischen Krieg

Um die zukünftigen Offiziere aktiv in die Politische Bildung einzubinden, hatten diese zusätzlich den Auftrag, Kurzvorträge zum Krieg im Osten vorzubereiten und zu halten. Dabei wurde die Vorgeschichte des Unternehmens Barbarossa sowie der weitere Verlauf bis zur Wende in Stalingrad beleuchtet. Der militärische Aspekt – etwa die Nachschubsituation oder die Ausrüstung der Soldaten – sollte dabei ebenfalls bedacht werden. Am Ende wurde die Leistung durch die dienstälteren Offiziere ausgewertet und den Vortragenden einige Tipps mit auf den Weg gegeben. „Man merkt, dass Sie sich sehr gut vorbereitet haben. Ich bin mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. Machen Sie weiter so!“ resümierte Oberstleutnant Jahn.

Begehung des Areals

Nach dem Mittagessen folgte der letzte Teil der Politischen Bildung. Gemeinsam mit Dr. Irlinger wurde ein Teil des Geländes begangen. Von den, während der NS-Zeit, vorhandenen Gebäuden, hatten nur noch wenige Reste die Zeit überdauert. Anfang der Fünfziger Jahre wurde der bereits beschädigte Berghof gesprengt. Historische Aufnahmen halfen dabei, ehemalige Standorte zu identifizieren, von denen oft nicht mehr als Mauerreste oder Erdlöcher sichtbar waren. Mit neuen Eindrücken und neuem Wissen erreichte die Veranstaltung am Nachmittag ihr Ende und die Soldaten traten die Rückfahrt nach Bad Reichenhall an.

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