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Soldat verliert sein Leben beim Versuch seinen Freund zu retten

Bischofswiesen 28.05.2019. Am 23. April ereignete sich am Königssee ein tragischer Unfall bei dem zwei Männer tödlich verunglückten. Einer der Verstorbenen war Soldat des Gebirgsjägerbataillons 232, der beim Versuch, seinen Freund aus einem vollgelaufenen Felsbecken oberhalb des Königsbachwasserfalls zu retten, ebenfalls ums Leben kam.

Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold für besonders hervorragende Leistungen, insbesondere hervorragende Einzeltaten soldatischer Pflichterfüllung unter Gefahr für Leib oder Leben, ohne Dienstzeitbegrenzung.

Bildautor: Bundeswehr/Jessica Schlag

  • Von Hauptmann Tobias Skinner, Presseoffizier Gebirgsjägerbrigade 23
  • 28.05.2019
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Gebirgsjäger

Bischofswiesen 28.05.2019. Am 23. April ereignete sich am Königssee ein tragischer Unfall bei dem zwei Männer tödlich verunglückten. Einer der Verstorbenen war Soldat des Gebirgsjägerbataillons 232, der beim Versuch, seinen Freund aus einem vollgelaufenen Felsbecken oberhalb des Königsbachwasserfalls zu retten, ebenfalls ums Leben kam.

Trotz Lebensgefahr springt Soldat zurück ins Wasser

Die beiden Verunglückten waren in einem der Becken des Königsbachfalles, nur wenige Meter über dem Königssee gelegen, baden gegangen. Nach Angaben der Polizei soll der Soldat aus einer Höhe von ungefähr vier Metern in die Gumpen gesprungen sein und diese nach wenigen Sekunden auch wieder verlassen haben. Anschließend sprang der zweite Mann, tauchte jedoch nicht wieder auf. Als der Soldat das erkannte, sprang er zurück ins Wasser, um  seinen Freund zu retten, was tragischerweise für beide mit dem Tod endete. Trotz eines aufwendigen Rettungseinsatzes kam jede Hilfe zu spät und die beiden Männer konnten nicht mehr lebend geborgen werden. Am Rettungseinsatz waren Kräfte der Bergwacht, der Wasserretter, Feuerwehr und Beamte der Polizeiinspektion Berchtesgaden beteiligt.

„Der Soldat wollte seinem Freund, den er bereits seit Kindestagen kannte, zu Hilfe kommen und kam dabei selbst ums Leben“, ist dem Polizeibericht zu entnehmen.

Ehrenkreuz als Zeichen der besonderen Anerkennung für sein Verhalten

“Der Verstorbene erfüllte alle Anforderungen, welche an einen Soldaten gestellt werden. Dies bewies er auch am Abend des 23. April, als er ohne zu zögern einer in eine Notsituation geratenen Person half. Unter Einsatz seines eigenen Lebens, sich den Gefahren bewusst, unternahm er den Versuch der Lebensrettung. Bei dieser mutigen Tat verlor er sein Leben. Er war und ist für alle Kameraden ein Vorbild in Haltung und Pflichterfüllung“; erklärt Hauptmann Dirk Sippmann. Aufgrund seiner Tat wurde dem „Struber Jager“ das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold posthum verliehen.

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