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Suchen und Retten am Watzmann




Am Windenhaken in luftiger Höhe. Soldaten der Hochgebirgsjägerzüge trainieren gemeinsam mit Hubschrauberbesatzungen des SAR Kommandos Niederstetten

Bad Reichenhall, 5. Dezember 2022

Suchen und Retten am Watzmann

Berchtesgaden / Bad Reichenhall. Flink und zielstrebig knattert die kleine Maschine des SAR-Kommandos Niederstetten Anfang November an einem sonnigen Morgen, über den Watzmann. Die Hochgebirgsjägerzüge der Gebirgsjägerbataillone 231 und 232 üben über mehrere Tage gemeinsam mit SAR Hubschraubern die Bergrettung.

Bereits einen Tag zuvor bereiteten sich die Hochgebirgssoldaten der Gebirgsjägerbataillone 231 und 232 akribisch darauf vor, unter erschwerten alpinen Bedingungen am Watzmann ausgebildet zu werden. Dabei wurden alle Rettungsverfahren im Gebirge nochmals theoretisch und praktisch, insbesondere auch unter Einsatz der Hubschrauber durchgegangen. Denn für die Hubschrauberbesatzungen sind Flüge im Gebirge längst keine Routine. So hatte auch sie die Möglichkeit, Abläufe zu wiederholen und sich auf das hohe Kompetenzniveau der Soldatinnen und Soldaten einzustellen.

Anflug einer Landezone nach erfolgter Rettung in atemberaubender Kulisse in den Berchtesgadener Alpen

Am Windenhaken auf 2700 Metern

An Tag zwei starteten die Hochgebirgsjägerzüge und die Hubschrauberbesatzung unter besten Wettervoraussetzungen. Schnell zeigten sich jedoch die besonderen Risiken und Wettereinflüsse, die mit einem Anflug an auf 2700 Metern Höhe verbunden sind. Nicht nur für die Hubschrauberbesatzung sind gebirgsspezifische Besonderheiten wie beispielsweise lokale Windströme und rapide wechselnde Höhenprofile fordernd. Auch die „Hochzügler“ erfuhren beim Absetzvorgang mittels Winde den Unterschied zum Absetzen im einfacheren Gelände. Beispielsweise musste die Soldaten darauf eingestellt sein, am Windenhaken hängend, einige Meter hin und her zu schwingen und nicht auf den ersten Versuch auf dem nur ein Meter breiten Watzmanngrat zum Stehen zu kommen. Derartige fordernde Rahmenbedingungen lassen sich erst im realen Gelände abbilden und üben. Die Devise „Ruhe bewahren – konzentriert Handeln“, auf die die Soldaten der Hochgebirgsjägerzüge im hochalpinen Gefahrenbereich körperlich und geistig trainiert werden, gilt in dieser Situation in besonderer Weise.

Von der Höhe in die Tiefe

Tag drei stand dann im Zeichen widriger Witterungsbedingungen. Schauplatz der Ausbildung war der etwas tiefer gelegenere Truppenübungsplatz Silberg bei Berchtesgaden. Obwohl dort flachere Geländegegebenheiten vorherrschen, waren die Soldatinnen und Soldaten durch Schneeregen, Regen und mäßigem Wind weiterhin gefordert, sicher und fokussiert alle zuvor trainierten Methoden in der Arbeit mit dem Hubschrauber abzurufen. Insgesamt konnten die Hochgebirgsjägerzüge der Gebirgsjägerbataillone 231 und 232 mit der sehr erfolgreich durchgeführten Ausbildung und Übung erneut beweisen, dass sie zurecht das Profil Spezialzug im Hochgebirge und in extrem schwierigem Gelände für sich beanspruchen.

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