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Major Sippmann bei der Befehlsausgabe. Einweisung der Teileinheitsführer wird mittels Geländesandkasten durchgeführt

Inbetriebnahme der Feldküche durch den Verpflegungsgruppe der 1. Kompanie. Eine Verpflegungsgruppe stellt normalerweise die Verpflegung für mehr als 800 Soldaten sicher

Inbetriebnahme der Feldküche durch den Verpflegungsgruppe der 1. Kompanie. Eine Verpflegungsgruppe stellt normalerweise die Verpflegung für mehr als 800 Soldaten sicher

Der eingeteilte Erkundungstrupp weißt das Hägglund BV-206 S in seine Box ein. (David Bennewitz)

Die erste Kompanie in Marsch zum Standortübungsplatz Metting. Die Marschsicherung aufgrund der hohen Fahrzeuganzahl übernehmen Feldjäger aus Roding

22.06.2021

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Bei der Kompanieübung „Flinker Fuchs“ wurden alle Fähigkeiten einer Versorgungs- und Unterstützungskompanie der Gebirgstruppe geübt. Für die erste Kompanie des Gebirgsjägerbataillon 232 war die Übung der Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss einer mehrwöchigen Ausbildungsphase, in der alle Kräfte ihr Können unter Beweis stellen konnten: von der Versorgung mit Munition und Verpflegung bis zur Wahrnehmung von Sicherungsaufgaben und dem zügigen Bereitstellen von Funkverbindungen wurde das Profil einer „Ersten“ auf die Probe gestellt.

Während die kämpfende Truppe des Gebirgsjägerbataillons 232 fiktiv an vorderster Linie noch im Gefecht mit den gegnerischen Kräften gebunden ist, bildet sich bei den Soldatinnen und Soldaten der Versorgungs- und Unterstützungsdienste geschäftiges Treiben aus. Der Kompaniechef hat soeben seinen Befehl für den Marsch in den neuen Verfügungsraum erteilt. Im Anschluss beginnt am Standort Bischofswiesen das Auffahren aller Fahrzeuge der 1. Kompanie auf dem zentralen Exerzierplatz.

Bald schon befinden sich gut 40 Gefechts- und Transportfahrzeuge auf dem 200 Kilometer langen Marsch zum Standortübungsplatz Metting. Geordnet aber zügig muss die Verlegung erfolgen. Die Kameradinnen und Kameraden der Infanteriekompanien brauchen schließlich neues Material, Nachschub an Munition und natürlich auch Verpflegung und Getränke.

Weil ein Marsch in einem fiktiven Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung keine lockere Spazierfahrt von A nach B ist, braucht es für den Auftrag auch Kräfte für die Eigensicherung und eine verlässliche Funkverbindung. „Eine erste Kompanie wird im Regelfall nie geschlossen zum Einsatz kommen, dafür sind die Aufgaben der einzelnen Teileinheiten zu unterschiedlich und speziell“, sagt Kompaniechef Major Dirk Sippmann.

Unter Rotlicht werden Feineinstellungen am Nachtsichtgerät LUCIE vorgenommen.

Instandsetzung, Munitionsgruppe, Materialbewirtschaftung, Betriebsstoffversorgung, Verpflegung und Fernmelder, dazu noch speziell in der Gebirgstruppe die spezialisierten Infanteristen des Hochgebirgsjägerzugs – mit dieser Bandbreite sind erste Kompanien zur Unterstützung aller Einheiten des Bataillons organisatorisch aufgestellt. „Ausbildung für so unterschiedliche Fähigkeitsprofile sicherzustellen, ist eine Herausforderung. Die Teileinheiten haben in den Wochen zuvor intensiv in ihrem Aufgabenbereich ausgebildet. Das Ziel der Übung ist es nun, das Knowhow zusammenzufassen und gemeinsam im Rahmen einer fiktiven Lage das Gelernte zu vertiefen.“

Während das Marschband sich dem neuen Verfügungsraum nähert, hat das Vorkommando unter Führung von Stabsfeldwebel Valentin Mondon bereits die Plätze für den Gefechtsstand und die sogenannten Boxen, also die Parkpositionen für die Fahrzeuge erkundet. „Dabei kommt es besonders darauf an, dass die Fahrzeuggrößen, Gewichtsklassen und Abmessungen genau beachtet werden. Wenn da was falsch läuft, dann fährt sich ein LKW schneller fest, als man gucken kann. Das kann ein ganzes Marschband zum Stehen bringen!“ so Stabsfeldwebel Mondon.

Kurze Zeit später rollen die ersten schweren Transportfahrzeuge an. Jetzt zeigt sich, ob die Kräfte des Vorkommandos ihren Auftrag erfüllt haben. Die Fahrzeugführer werden eingewiesen, die Boxen bezogen.

Sobald die Räder stehen, beginnt die eigentliche Arbeit. Auch eine 1. Kompanie muss sich selbst sichern. Die Soldaten des Hochgebirgsjägerzugs übernehmen die Rundumsicherung, während parallel die Fahrzeuge getarnt werden. Fernmelder beginnen mit dem Aufbau von Relaisstellen, Betriebsstoffgruppe und Instandsetzung bauen einen Versorgungspunkt für die Kräfte des Bataillons auf. Nach weniger als 30 Minuten dampfen bereits die Kessel der Feldküche, die Ausgabe der Abendverpflegung ist für den frühen Abend geplant.

Während die Vorbereitungen für die Versorgung der Kräfte des Bataillons in vollem Gange sind, werden an anderer Stelle bereits die nächsten Aufträge geplant. „Abgesehen von kleineren Verzögerungen beim Einfließen in den Verfügungsraum, lief das schon ordentlich“, so Major Sippmann. Weil aber das Wetter nicht immer sonnig und warm wie an diesem Tag ist und die Aufgaben auch bei Nacht erledigt werden müssen, wird nun die zweite Phase der Übung eingeleitet.

In den Morgenstunden beginnt die zweite Befehlsausgabe. Major Sippmann trifft letzte Kleinabsprachen

„Ruhezeit 19 Uhr bis 23 Uhr, 24 Uhr Sammeln an der Nord-Kreuzung zur Nachtausbildung. “ hieß es durch den Kompaniechef nach der Abendverpflegung. Themen sind „Verwendung / Ausbildung an Nachtsehmitteln“, „Erkunden und Beziehen von Verfügungsräumen bei Nacht und Marsch mit Tarnlicht bei Nacht“.

Gegen 04:30 Uhr wurden die Ausbildungen abgeschlossen. Anschließend wurden bereits die Vorbereitungen für die Folgeversorgung des Bataillons besprochen. Denn bereits am Folgetag muss 50 Kilometer nördlich erneut Munition, Material und Betriebsstoff ausgegeben werden und dazu ein neuer Versorgungspunkt aufgebaut werden.

Zur Befehlsausgabe am Geländesandkasten sind die Zugführer am Platz des Kompaniechefs eingetroffen.

Die Kompanieübung endete am vierten Tag mit der Verlegung in den Heimatstandort Bischofsweisen Strub.

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