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Aus der Truppe

Versorgung auf höchstem Niveau




Ein Fahrzeug des Transportzuges nimmt gerade neue Munition auf, um Sie den Gebirgsjägern zuzuführen.

Das Triebwerk des Transportpanzers ist defekt. Mit einem Feldkran wird das beschädigte Triebwerk herausgehoben und das neue direkt eingebaut.

Füssen, 21. April 2022

Versorgung auf höchstem Niveau

Versorgung auf höchstem Niveau lautet der Leitspruch des Gebirgsversorgungsbataillons 8 aus Füssen. Dass es sich dabei nicht nur um leere Worte handelt, zeigten die Soldatinnen und Soldaten bei der diesjährigen Führerweiterbildung der Gebirgsjägerbrigade 23.

„Das Gebirgsversorgungsbataillon 8 hat die zentrale Rolle, dass das richtige Gut zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist“, bringt es Brigadegeneral Maik Keller auf den Punkt. Was trivial klingt, ist in Wirklichkeit durchaus komplex – besonders wenn dieser Auftrag nicht nur im Friedensbetrieb, sondern auch in einem Verteidigungsfall sichergestellt werden soll. Wie das genau aussieht, konnte sich das Führungspersonal der Gebirgsjägerbrigade 23 am 06. und 07. April auf dem Standortübungsplatz Bodelsberg bei Kempten ansehen.

Damit die Gebirgsjäger ihren Auftrag auch über einen längeren Zeitraum erfüllen können, müssen sie versorgt werden – mit Munition, Verpflegung, Wasser, Kraftstoff und Ersatzteilen. „Wenn das nicht funktioniert, ist spätestens nach fünf Tagen bei der Kampftruppe Schluss. Dann fällt kein Schuss mehr und es fährt kein Fahrzeug mehr“, macht Briagdegeneral Keller deutlich. Um das zu verhindern, gibt es in der Brigade das Gebirgsversorgungsbataillon 8 mit seinen drei Versorgungskompanien. Jede dieser Kompanien kann einen Brigadeversorgungspunkt betreiben und bildet dabei drei wesentliche Fähigkeiten ab: Nachschub/Umschlag, Instandsetzung und Transport.

Oberstleutnant Müller (links) und seine Soldaten konnten den Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor von Bulter (mitte) und den Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Keller (rechts) mit anschaulichen Bildern und Professionalität überzeugen

Jeder dieser Bereiche wurde den insgesamt etwa 300 militärischen Führern unterschiedlichster Ebenen im Rahmen eines Stationskreislaufs vorgestellt. Doch zunächst begrüßte der Kommandeur des Gebirgsversorgungsbataillons 8, Oberstleutnant Sascha Müller, die Gäste auf dem Übungsplatz. Im Anschluss wurden die Raumdimensionen eines Brigadeversorgungspunktes mit Blick in das Gelände verdeutlicht und es wurden logistische Grundlagen vermittelt. Danach durften die Besucher Ihre Kameraden in Aktion sehen.

Die Instandsetzung hat sich mit einer Gruppe in einer großen Halle eingerichtet. Mit einem Feldkran wurde das Triebwerk von einem Transportpanzer „Fuchs“ ausgebaut, instandgesetzt und direkt wieder eingebaut.  Mit seinen circa 40 Soldatinnen und Soldaten sowie 15 Fahrzeugen hat der Transportzug seinen Verfügungsraum bezogen. In einem kleinen Waldstück wurden die LKWs so untergezogen und getarnt, dass diese auf den ersten Blick kaum zu erkennen waren. Die Umschlagstaffel veranschaulichte, wie die Kampftruppe mit Betriebsstoff, Munition und Ersatzteilen versorgt wird. Dabei wurde auch die Menge an Verbrauchsgütern deutlich, die eine Brigade benötigt. Auch der Luftumschlag gehört zu den Aufgaben der Umschlagstaffel. Ein LKW wurde für den Außentransport an einem Helikopter vorbereitet. Die Hängeprobe an einem Kran bewies den Zuschauern: der Aufbau hält.

In der Gebirgsjägerbrigade 23 zeigt jedes Jahr ein anderes Bataillon seine Fähigkeiten im Rahmen einer Führerweiterbildung. Vor zwei Jahren war es beispielsweise die Verteidigung aus Stellungen im Hochgebirge, im letzten Jahr das Überwinden von Gewässern durch das Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt. Mit der diesjährigen Führerweiterbildung war Brigadegeneral Keller durchweg zufrieden. „Ich bin begeistert und sehr angetan von der Professionalität und der Ernsthaftigkeit, wie das Gebirgsversorgungsbataillon das hier vorbereitet hat“, lobt er Oberstleutnant Müller und seine Stationsverantwortlichen. An einem der Tage war auch der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor von Butler vor Ort, und überzeugte sich von der Leistungsfähigkeit des Verbandes. Auch er war voll des Lobes ob der inhaltlichen Qualität und der organisatorischen Durchführung durch die Gebirgsversorger.

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