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Nostalgie und Technik erleben




Bildautor: Max Gürster

Reservisten der Kreisgruppe Oberpfalz Ost im Chamer Rundfunkmuseum

Es ist nicht nur was für Technikfreaks. Was das Rundfunkmuseum in Cham zu bieten hat ist auch ein Streifzug durch die Deutschen Wohnzimmer. Denn viele der Ausstellungsstücke waren einmal als „Bestes Stück“ dort beheimatet. Angeführt von der Organisationsleiterin Helga Reiter hatten sich zwölf Mitglieder der Kreisgruppe der Reservisten zusammengetan um die von Mitglied Anton Lanzl organisierte Besichtigung durchzuführen. Denn leider ist Museum derzeit umständehalber für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Umso freundlicher, dass es sich der Museumsgründer Michael Heller nicht nehmen ließ, sein Werk vorzustellen. Und was da durch ihn und den Mitgliedern des Trägervereins in den Räumen des ehemaligen Chamer Fernmeldeamts zusammengetragen wurde ist schon weit über die Region hinaus zu „der Adresse“ in Sachen Rundfunkgeschichte geworden.

Das geht’s los bei den Anfängen des Radios. Eigentlich schon vorher: dem Tasten- und Sprechfunk der Zeit vor- und während des 1. Weltkriegs. Am 29.Oktober 1923 wurde dann die erste Rundfunksendung in Deutschland ausgestrahlt. Nicht ohne dabei beiläufig auch auf die Kostenpflicht des Empfangs hinzuweisen. Womit die Rundfunkgebühr geboren war. Die ersten Empfangsgeräte waren zur Teil Eigenbau oder aber aufwändige und teure Apparate. Oftmals ein Mehrfaches des Durchschnittslohns kostend. Erst unter der Naziherrschaft änderte sich das. Um das gesamte Volk mit Radiopropaganda zu erreichen kam der Volksempfänger auf dem Markt. Jetzt hatte der größte Teil der Deutschen Haushalte Rundfunk. Aber die Reservisten konnten nicht nur die technischen Entwicklungen und Finessen früher Unterhaltungselektronik besichtigen.

Es gibt auch ein überreiches Angebot an verschiedenster Radiogeräte, aus Westdeutschland, aber auch aus der DDR. Es waren ja nicht nur Geräte, sondern auch Einrichtungsstücke. Und so konnte sich mancher in seine früheste Kindheitserinnerungen zurückversetzen. Nach einer Einführung in die elektronische Physik mit frappierenden Experimenten gings zum Fernsehen. Wieder findet sich ein Abriss der gesamten technischen Entwicklung. Von ersten Versuchen mittels einer Art mechanischer Übertragung zu den ersten Geräten mit dem lange beibehaltenen zentralen technischen Attribut, der Bildröhre. Zunächst wegen ihrer Größe senkrecht verbaut. Das Bild wurde dann mittels Umlenkspiegel sichtbar gemacht.

Ab 1939 gab es dann erste kommerzielle Fernseher. Sie verloren sich aber im Kriegsgeschehen. Richtig los gings -technisch- 1950 mit ersten Fernsehsendungen. Ein Programm und das auch nur zu bestimmten Tageszeiten. Das klingt schlimmer als es ist, denn diese Geräte -das Museum hat sie- waren für eine Deutsche Durchschnittsfamilie ohnehin unerschwinglich. Und viele der Anwesenden werden sich noch an den Moment erinnern an dem er als staunendes Kind die erste Fernsehsendung verfolgen konnte. Oder gar an den ersten Familienfernseher von Grundig, Loewe, Grätz oder wie die Firmen alle hießen die ebenfalls nur noch Geschichte sind.

Aber nicht nur die Geräte zum Empfang der Sendungen gibt’s hier im Museum. Man hält auch die ganze Palette an Sendegeräten, Kameras, Mischgeräten etc. vor. So hat auch die letzte analoge Bluescreen-Anlage des ZDF hier ihre Heimat gefunden. Und wurde so weit instandgesetzt dass sie, wie übrigens die meisten der Ausstellungsstücke, auch praktisch vorgeführt werden können. Angesichts dieser Fülle von Technischen Errungenschaften aber auch persönlicher Erinnerungen die mit solchen Geräten verknüpft waren, dauerte die Besichtigung -von niemandem bedauert- viel länger als vorgesehen. Und so konnte Helga Reiter beim Abschied von Michael Heller guten Gewissens eine Wiederholung des Besuchs mit weiteren interessierten Reservisten ankündigen.

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Text: Hartmut Kyrl

Fotos: Max Gürster

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