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RAG GebFlaRgt 8

Militärische Aus- und Weiterbildung

Mit dem Gepard von Traunstein an die Ostsee




Ein Traunsteiner Flakpanzer Gepard beim Flugzielschießen auf den Truppenübungsplatz Todendorf

Ein oberbayerische Gepard-Besatzung auf ihrem Flakpanzer im Februar 1988

Ein oberbayerische Gepard-Besatzung auf ihrem Flakpanzer im Februar 1988

Flugabwehrschießen mit dem M42 Flakpanzer in Todendorf 1976

Traunstein 15.12.2015 Vor 25 Jahren: Das traunsteiner Gebirgsflugabwehrregiment 8 verlegt zum Flugabwehrzielschießen auf den Übungsplatz Todendorf an die Ostsee. Historisches Bildmaterial zeigt die oberbayerischen Geparden der Heeresflugabwehr am Ostseestrand.

Ein Traunsteiner Flakpanzer Gepard beim Flugzielschießen auf den Truppenübungsplatz Todendorf

„Todendorf, Gepard, Gebirgsflugabwehr, Fla 8, Prinz Eugen Kaserne“ Das sind für viele ehemalige Wehrdienstleistende aus dem Chiemgau Begriffe die sie mit ihrem Grundwehrdienst im Standort der ehemaligen Gebirgsflugabwehr in Traunstein verbinden. Die Projektgruppe „GebFlaRgt 8 Prinz-Eugen-Kaserne Traunstein“ unter der Führung von OFw.d.Res. Jost Verhülsdonk und HFw a.D. Fritz Behringer hat es sich zum Ziel gemacht, die Tradition der traunsteiner Bundeswehreinheiten wieder lebendig zu machen und historisches Bildmaterial zu sichern. Traunstein war von 1956 bis 1997 Heimatstandort des Gebirgsflugabwehrbataillons 8, der Gebirgspanzerjägerkompanien 220 und 230, der Ausbildungskompanie 6/8 und diverser anderer Einheiten. Durch die Verlegung des Gebirgsflugabwehrregiments 8 nach Pocking und die Standortschließung kam es zu einem Traditionsbruch und viele Exponate und Bildmaterial wurde zerstreut. Im Rahmen des Rechercheprojekts aber auch durch zahlreiche Bildzusendungen aus privaten Sammlungen kam seit August 2014 eine beachtliche Anzahl an Fotos und Annekdoten zu den verschiedenen Themen zusammen.

Die Gebirgsflugabwehr: Mit dem Flakpanzer auf der Jagd auf dem Schleppsack

Das Übungsschießen auf den Schleppsack war für die Gepard-Besatzungen oft unvergessen. Das traunsteiner GebFlaBtl 8 nutzt seit den 1960ger Jahren die Truppenübungsplätze Todendorf, Grafenwöhr, Putlos für Flugabwehr- und Erdzielschießen.
Lange oft mehrtägige Eisenbahntransport oder auch Kolonnenfahren auf den westdeutschen Autobahnen waren nötig und ein typisches Bild des Kalten Krieges. In Todendorf gehörte das Schleppsackschießen, der hinter einen Flugzeug mit einer Leine hergezogen wurde zur Übungs- und manchmal auch zur Königsdiziplin. Zahlreiche Annekdoten ranken sich darum. Manchmal wurde nicht nur der Schleppsack durchsiebt sondern auch das Seil abgeschossen. Beim Erdzielschießen kam es auch manchmal zu entsprechenden Zielabweichungen.

Bild links: Ein Gepard in Lauerstellung am Ostseestrand (Foto privat)

Flugabwehrschießplatz Todendorf

Flugabwehrschießen mit dem M42 Flakpanzer in Todendorf 1976

Der Truppenübungsplatz Todendorf ist als Flugabwehrschießplatz ist eine Außenstelle des Truppenübungsplatzes Putlos. Vor dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet. 1952 wurde das Gelände von den Britischen Truppen vereinnahmt. Ab 1953 übernahmen die US-Amerikanischen Truppen den Bau der Schießanlage. Mit Einrichtung der amerikanischen Kommandantur wurde der „Schießplatz Todendorf“ in „Nato-FlaSchießplatz Todendorf“ umbenannt. Im Jahr 1956 begann unter Leitung der britischen Kommandantur der Ausbau eines weiteren Lagers und einer weiteren Schießbahn. Im Jahr 1956 wurde auf den Schießbahnen in Todendorf an 260 Tagen geschossen.

Bild links: Flugabwehrschießen mit dem M42 Flakpanzer in Todendorf 1976

Ein oberbayerische Gepard-Besatzung auf ihrem Flakpanzer im Februar 1988

Im November 1957 trafen das erste Mal das Gebirgsflugabwehrbataillon 8 Traunstein zum Flugzielschießen mit ihren noch aus amerikansicher Produktion stammenden Halbkettenfahrzeugen M16 und dem Flakpanzer M42 ein. Es folgten regelmäßige Truppenübungsplatzaufenthalte der Traunsteiner an der Ostsee. Am 31. März 1958 wurden die drei britischen Lager und Schießbahnen an den deutschen Kommandanten übergeben. Die Übergabe des amerikanischen Lagers und der Schießbahn erfolgte 1962. Der NATO-Status wurde am 1. Juli 1962 aufgehoben. Die neue Bezeichnung lautete: „Truppenübungsplatz und Flugabwehrschießplatz Todendorf“.
Nach der Umrüstung des Gebirgsfluabwehrbataillons und der gleichzeitigen Ausrüstung mit dem neuen Flakpanzer Gepard A1 in ein Regiment im Jahr 1979, folgte vom 10. bis 21. Juni 1980 das erste Flugzielschießen mit dem neuen Flakpanzer aus deutscher Produktion in Todendorf. Bis zur Verlegung des traunsteiner Regiments nach Pocking 1997 und der bald folgenden Auflösung des Verbandes 2003 folgten regelmäßige Besuche der oberbayerischen „Männer von der Fla“ in Schleswig Holstein. Die Technik, der Zusammenhalt, die Improvisation, die erlebnisreichen Ausflüge am Wochenende nach Hamburg, vieles machte die Aufenthalte in Todendorf und Putlos unvergessen und zu einem Teil des Gebirgsflugabwehrjahres. Beides ist inzwischen Geschichte. Aber für viele unvergessen.

Hier geht es zur Homepage der 2016 gegründeten Traditions RAG GebFlaRgt 8 Prinz Eugen Kaserne Traunstein

Bild rechts: Ein oberbayerische Gepard-Besatzung auf ihrem Flakpanzer im Februar 1988 (Foto privat)

Text: K.Obermayer Fotos: Privat

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