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Rauschbergtreffen 2016 – Gedenkfeier der Männer von der Gebirgsflugabwehr




GebirgsjägerGedenken

Rauschberg 16.10.2016 Gedenkfeier des ehemaligen Gebirgsflugabwehrregiments 8 Traunstein am frisch restaurierten Gedenksteins der Gebirgsflugabwehr an der südseite des Rauschbergs.

Die zum 12. April 2016 neu gegründete Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) GebFlaRgt 8 hatte es sich zur diesjährigen Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den GebFla 8 – Ehemaligen-Verein „Freunde der Rauschberghütte“, den in die Jahre gekommenen und ein unwürdiges Bild abgebenden Gedenkstein „Zur Erinnerung an die während ihrer Dienstzeit verstorbenen Kameraden des GebFlaRgt 8“ zu renovieren. Ein Arbeitskommando der RAG GebFlaRgt 8 führte dazu bereits im Frühjahr einen Bergmarsch auf den Rauschberg durch und transportierte die alten Gedenktafeln ins Tal.

Restaurationsprojekt des Gedenksteins

Die durchgeführte Auffrischung der Gedenktafeln brachte allerdings ein unbefriedigendes Ergebnis. Die unterschiedlichen Größen und Schriften der Tafeln gaben kein, dem Anlass würdiges Bild ab. Wir suchten deshalb nach einer Möglichkeit die Tafeln aufgrund nicht vorhandener finanzieller Mittel kostengünstig von Grund auf zu erneuern. Zufällig stieß ein ehemaliger Angehöriger des Verbandes auf die Homepage unserer RAG GebFlaRgt 8 und erfuhr dadurch von unserem Vorhaben. Dieser Kamerad war auch noch Inhaber einer eigenen Schreinerei und er bot uns an die Gedenktafeln kostenlos zu erneuern.
Es folgte dann eine 2-monatige Planungsphase unter Einholung verschiedener Vorschläge zur Neugestaltung. Nachdem dann Anfang September dem Entwurf die allgemeine Zustimmung erfolgte, konnte zur Anfertigung übergegangen werden. Die Hauptaufgabe, Programmierung des CNC-Fräsers und herrichten des Holzes, übernahm dabei unser Kamerad in seiner Schreinerei. Die farbliche Ausgestaltung wurde dann in Handarbeit durchge-führt. Nebenher bekam der zwischenzeitlich ebenfalls ins Tal transportierte, schmiedeeiserne Rahmen nach einer gründlichen Säuberung und einen neuen Anstrich.

Bild links: Die neugestalteten Taferl am Rauschberggedenkstein der Gebirgsflugabwehr der 1. Gebirgsdivision der Bundeswehr (Foto Verhülsdonk)

Den Transport auf den Rauschberg übernahmen dann ebenfalls die an der Neugestaltung beteiligten Kameraden. Die Gedenktafeln wurden dazu sorgfältig in Schaumgummi verpackt und mit der Gondel zur Bergstation auf den Rauschberg befördert. Anschließend ging es per Fußmarsch über das steil abfallende Gelände zur Rauschberghütte, wo die Tafeln dann wieder am Gedenkstein befestigt wurden. Eine gelungene Operation, mit dem Ziel, die einzig verbliebene Erinnerung an die Zeit der Gebirgsflugabwehrtruppe in Traunstein zu erhalten.

Rauschberggedenkfeier 2016

Am Kirchweihsonntag, dieses Jahr der 16. Oktober 2016, sollte dann der Gedenkstein bei der jährlich stattfindenden Gedenkfeier feierlich eingeweiht werden.

Die anfänglich miserable Wetterprognose, 1 Woche vorher gab es noch Schneefall bis auf 1.000 m herunter, wandelte sich wundersamer Weise bis zum Sonntag in herrlichen Sonnenschein und ließen auf eine gutbesuchte Gedenkfeier hoffen. Dies meinten wir zumindest! Die Hiobsbotschaft kam dann am Sonntag um 08:00 Uhr, die Rauschbergbahn konnte wegen eines technischen Defektes den Betrieb nicht aufnehmen.

Bild links: Gemeinsamer Aufstieg zur „Ersatz-Gedenkfeier“ am frisch renovierten GebFlaRgt 8 Stein unterhalb der ehemaligen Rauschberghütte (Foto Verhülsdonk)

Dies bedeutete, dass alle Teilnehmer, die auf die Gondel angewiesen waren, nicht an der Gedenkfeier teilnehmen konnten. Betroffen davon waren eine nicht unerhebliche Anzahl der älteren Kameraden sowie sämtliches Funktionspersonal. Aus diesem Grunde informierte der Hans Friedrich alle Teilnehmer, die er noch telefonisch erreichen konnte, über den Ausfall der Gedenkfeier. Die Kameraden die zu Fuß hochgehen wollten befanden sich zu diesem Zeitpunkt allerdings schon auf dem Weg zum vereinbarten Sammelpunkt. Nach kurzer Beratung waren sich alle einig, trotzdem hochzugehen und am Gedenkstein den verstorbenen Kameraden zu gedenken.
Am Gedenkstein wurde dann eine Rast eingelegt. Während dieser Zeit kamen immer mehr Kameraden, teils sogar mit ihren Ehefrauen, die trotz der Absage zu Fuß hochgegangen sind, so dass sich bis zum Mittag eine ansehnliche Teilnehmerzahl gebildet hatte. Wir beschlossen dann kurzfristig eine „Ersatz-“ Gedenkfeier zu improvisieren.

Gelungene „Ersatzgedenkfeier“

Einer kurzen Ansprache meinerseits über die Renovierung der Gedenktafeln folgte dann durch unseren ehemaligen Aushilfspfarrhelfer Holger Knuth der besinnliche Teil mit anschließendem Totengedenken und einem gemeinsamen Gebet. So wurde aus der abgesagten Gedenkfeier doch noch eine würdige Veranstaltung.
Sämtliche Teilnehmer waren sich einig, dass es sich trotz der Absage gelohnt hat, den Aufstieg zum Gedenkstein durchzuführen.
Ich bedanke mich bei allen beteiligten Kameraden, die bei der Renovierung des Gedenksteines mitgeholfen haben und bei allen Teilnehmern!

Bild links: Kurze Ansprache durch HFw.a.D. Fritz Beringer und HFw.d.Res. Holger Knuth an die Teilnehmer der Gedenkfeier 2016

Bild links: Zahlreiche ehemalige Angehörige der Gebirgsflugabwehr und Reservisten der Kreisgruppe Oberbayern Südost fanden sich zu einer improvisierten Gedenkfeier ein.

In Gedenken an die verstorbenen Kameraden schließe ich mit einem dreifachen Horrido

Fritz Beringer, Hauptfeldwebel a.D., war von 1974 bis 2002 Angehöriger des Gebirgsflugabwehrregiment 8.
Bei der Gründung der RAG „Gebirgsflugabwehrregiment 8 Prinz Eugen Kaserne Traunstein“ wurde er zum Leiter der RAG gewählt. Er ist Mitglied in der GEMEINSCHAFT DER HEERESFLUGABWEHRTRUPPE E.V. die diesen Bericht ebenfalls in der Herbstausgabe des „Bogenschützen“ veröffentlichen wird.

Text: F.Beringer Fotos J.Verhülsdonk

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