DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Kreisgruppe Rhön-Saale

Aus der Truppe

Auftrag ausgeführt: Bataillonsauflösung unter Corona-Bedingungen




Das Deutsche Heer stellt die Ausbildung seiner Offizieranwärter um. In Hammelburg beginnt deshalb der Auflösungsprozess des Offizieranwärter-Bataillons 2. Kürzlich wurden zwei der drei Kompaniechefs verabschiedet.


Bild 1: Bataillonsantreten in „Corona-Formation“
  Auch wenn Formationen und die dazu notwendigen Abstände in den zentralen Dienstvorschriften geregelt sind, hieß es kürzlich beim Antreten des Offizieranwärter-Bataillons 2: Abstand halten. Der Verband war anlässlich der Kompanieübergaben unter den notwendigen Auflagen zur Verringerung des Infektionsrisikos „breit aufgestellt“ angetreten. Die Chefs der ersten und dritten Kompanie wurden verabschiedet – ohne Nachfolger.Corona-Formation und Amtshilfe

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Mathias Steiger, begrüßte die Männer und Frauen des Bataillons und freute sich, dass er trotz strenger Auflagen einen würdigen Rahmen für eine Kompanieübergabe schaffen konnte. „Der Hauptauftrag, die Ausbildung des Führungsnachwuchses in den Lehrgängen des Offizieranwärterlehrgangs (OAL) und des Lehrgangs zur infanteristischen Kompetenzerweiterung (LIKE) sind abgeschlossen“, eröffnete Steiger das Antreten und dankte dabei auch seinen derzeit zur Bewältigung der CoVID19-Pandemie in der Amtshilfe eingesetzten Soldaten für ihr Engagement und Durchhaltewillen. Das Bataillon hatte Soldaten nach Bad Neustadt, Aschaffenburg und Oerlenbach abkommandiert.

Bild 2: V.l.n.r.: Die scheidenden Kompaniechefs Major Christiane Coker, Major Thilo Geiger und Bataillonskommandeur Oberstleutnant Mathias Steiger.

Verabschiedung ohne Nachfolger

Mit der bevorstehenden Auflösung des Bataillons im nächsten Jahr werden die frei werdenden Chef-Dienstposten nicht nachbesetzt. Auch die Gruppen- und Zugführer verlassen nach und nach das Bataillon. Der Verband reduziert sich in den nächsten Monaten personell.

Die „erste Chefin“ verlässt den Verband

Major Christiane Coker war bei ihrer Zuversetzung im Jahre 2017 die erste Chefin des Bataillons. In ihren drei Jahren war sie für die Ausbildung von rund 520 Offizieranwärtern und etwa 350 Offizieren und Feldwebeln verantwortlich. Dazu gehörte auch die Ausbildung von ausländischen Kadetten aus über 18 Nationen. „Dies bezeichne ich als einen herausragenden Beitrag zur Ausbildung unseres Führungsnachwuchses und zur Multinationalität. Sie als Chefin haben dafür einen erfolgreichen Rahmen geschaffen“, blickte Kommandeur Steiger in seiner Ansprache zurück.

Bild 3: Oberstleutnant Steiger (rechts) übergibt interimsweise die Führung der dritten Kompanie an Hauptmann Volkwein (links).

Bild 4: Die erste Kompanie führt übergangsweise Hauptmann Hartmann (links).

Überraschende Verabschiedung in der ersten Kompanie

„So planbar die Verabschiedung von Major Coker war, so hat mich der nächste Wechsel vollständig überrascht“, leitete Steiger den zweiten Führungswechsel an diesem Tage ein. Die Dauer der Führungsverwendungen im Heer sind regelmäßig auf drei Jahre ausgelegt. Nach nur knapp zwei Jahren als Kompaniechef der ersten Kompanie, erhielt Major Thilo Geiger jedoch bereits eine neue Versetzung. In Hammelburg bildete er Soldaten im Offizieranwärterlehrgang und „Lehrgang infanteristische Kompetenzerweiterung“ aus. Darüber hinaus entwickelte er die Sport- und Military-Fitness-Ausbildung des Bataillons weiter. Ebenso führte er den Girls‘Day am Ausbildungszentrum Infanterie durch und nahm mit seiner Kompanie am „rotarian Rowdy River Raft Race“ in Schweinfurt teil, bei dem sich das Team zuletzt den ersten Platz mit Bahnrekord sichern konnte.

Neuer Auftrag steht bevor

Steiger dankte seinen scheidenden Kompaniechefs für eine vertrauensvolle, intensive und durch hohes Engagement geprägte Zusammenarbeit und entband sie vom Kommando. Beide Soldaten stehen nun vor einer neuen Herausforderung. Sie wurden für die Teilnahme am „Lehrgang Generalstabsdienst National“ ausgewählt. Auf sie wartet eine sechsmonatige Sprachausbildung am Bundessprachenamt in Hürth und im Anschluss die rund zweijährige Ausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Bis zur Auflösung des Bataillons werden die Kompanien durch die Ausbildungs- und Lehroffiziere geführt.

 

 

Verwandte Artikel

RK Düren beim Internationalen Hürtgenwaldmarsch 2022

Der Internationale Hürtgenwaldmarsch (IHM) gehört seit je her zum ‚festen‘ Termin innerhalb der Jahresplanung der Reservistenkameradschaft Düren und auch beim...

05.10.2022 Von Marius Liebscher

Ein gelungener Hüttenaufenthalt der RK Rettenbach und RK Waffenbrunn auf dem Großen Osser

Am Wochenende 01./02.Oktober marschierten Teilnehmer der Reservistenkameradschaft Rettenbach gemeinsam mit Kameraden der Reservistenkameradschaft Waffenbrunn auf den Großen Osser. Die Aktion...

05.10.2022 Von Edmund Beiderbeck, Max Gürster
Militärische Aus- und Weiterbildung

38. Internationaler Mönchengladbacher Militärwettkampf

Der Wettkampfkader der Kreisgruppe Aschaffenburg absolvierte einen gelungenen Wettkampf. Nach langer Vorbereitungszeit und etlichen Trainingsstunden hieß es für den Wettkampfkader...

05.10.2022 Von Tino Otrzonsek