DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Reservistenkameradschaft Rothenbuch

Gedenkfeier Volkstrauertag




Bildautor: Peter Placke

Am Sonntag, den 14. November 2021, begannen wir erneut die Gedenkveranstaltung anlässlich des Volkstrauertages, ein Tag des Innehaltens und der Einkehr. Wir gedachten gemeinsam der Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft. Unter Mitwirkung der Kirche, der Gemeinde, der Feuerwehr, des Musik- und Gesangsvereins sowie weiteren örtlichen Vereinen und der zivilen Bevölkerung, gedachten wir den Gefallenen und Vermissten der Kriege und den Opfern des Terrors.

Bürgermeister Markus Fäth gestaltete die Gedenkfeier. Hierbei nahmen Fahnenabordnungen der Vereine sowie eine Fahnenabordnung der Reservisten Rothenbuch mit der Kriegerfahne teil.

In seiner Ansprache bedankte sich Markus Fäth ganz herzlich, auch im Namen des Gemeinderates, bei allen teilnehmenden Vereinen und der Bevölkerung.

Bürgermeister Markus Fäth

Markus Fäth erinnerte in seiner Rede anlässlich des Volkstrauertages an die Opfer von Krieg und Gewalt. Er blickte zurück auf das vergangene 20. Jahrhundert, das von zwei Weltkriegen geprägt war. Neben den 9,5 Millionen Menschen, die allein in Deutschland in diesen beiden Kriegen ihr Leben verloren, hatte auch unser Heimatort Opfer zu beklagen. 79 gefallene und vermisste Soldaten aus Rothenbuch, brachten auch über unsere Familien Leid und Trauer, so Markus Fäth.

Auch andere Nationen pflegen ihre Erinnerungstage. Während unsere Nachbarn jedoch überwiegend ihren Sieg oder ihre Befreiung feiern, ist die Erinnerung der Deutschen anders geprägt. Trauer, Verlust, Niederlage, Schuld und Verantwortung sind die Begriffe, die das öffentliche Gedenken bestimmen.

Mit zunehmendem Zeitabstand zum Zweiten Weltkrieg, schwindet die unmittelbare Erfahrung. Das Andenken zu Bewahren, fällt in die Hände der Nachgeborenen. Sie nehmen den Verlust eines Menschen aus ihrer Familie, denn sie kaum oder gar nicht kannten, als Lücke in der eigenen Lebensgeschichte wahr. Neben dem Gedenken an die Opfer, geht es heute aber auch darum, dass wir uns klar vor Augen führen, dass der Irrsinn kein Ende gefunden hat. Überall auf der Welt schwelen Konflikte und finden Kriege statt. Krisenherde rund um den Erdball. Viele geraten nur deshalb in Vergessenheit oder aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit, weil es nichts Aktuelles oder Spektakuläres über sie zu berichten gibt.

Ende November 1917 endete die Schlacht in Flandern. Eine der verlustreichsten, die die Weltgeschichte bis dahin erlebt hatte. Nach dem Massaker bei den Kämpfen um Verdun und an der Somme im Jahr 1916, hatten erneut 220.000 deutsche und 330.000 britische Soldaten ihr Leben verloren, wurden verwundet, gerieten in Gefangenschaft oder galten als vermisst. Sie starben und litten im Schlamm und Dreck der Materialschlachten, ohne sich wehren zu können, ohne Hoffnung, dem Millioneneinsatz von Granaten ausgesetzt. Wer davon kam, war für sein ganzes Leben gezeichnet.
Die stumme Anklage, die nach Kriegsende von den unzähligen Grabkreuzen ausging, vermochte nicht die Überlebenden zur Besinnung zu bringen. Die weltweit durch den
Ersten Weltkrieg ausgelösten neuen Konflikte, trugen nicht unwesentlich zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, welcher sechs Jahre andauerte, bei. Am 22. November 1942 schloss sich der Ring der sowjetischen Truppen um die 6. Armee bei Stalingrad, 300.000 deutsche, italienische, ungarische und rumänische Soldaten wurden eingeschlossen. Mangelnde Versorgung, Hunger, anhaltende Schneestürme und die unerbittliche Kälte, ließen die Zahlen der Opfer dramatisch steigen. Am 2. Februar 1943 war dort alles zu Ende. Aus Gräben und Trümmern gingen 100.000 Soldaten in die Gefangenschaft, die anderen waren tot oder vermisst. Nur rund 6.000 kamen Jahre später wieder nach Hause.

Der heutige Tag muss alle, ob jung oder alt, immer wieder auf die Verpflichtung und Verantwortung hinweisen. Alles Unrecht, alle Intoleranz, alle Gleichgültigkeit und Unmenschlichkeit, die zu millionenfachen Tod, zu Unterdrückung und Verfolgung oder zu dem Verlust der Heimat führen, dürfen niemals vergessen werden.
Das ist das, was wir den Toten schuldig sind.

Besondere Erwähnung fand hier auch nochmals unsere Reservistenkameradschaft Rothenbuch, die seit vielen Jahren für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Haussammlungen durchführen. Coronabedingt seit vergangenen Jahr durch das Aufstellen von Spendendosen innerhalb der Gemeinde. Es trägt damit bei, die Gedenk- und Gräberstätten in ganz Europa zu pflegen und zu erhalten.

Das Lied vom guten Kameraden beschloss letztlich die Gedenkfeier. Dieses Lied gehört seit langem zum festen Bestandteil des Volkstrauertages.

Als Zeichen der Verbundenheit mit den Gefallenen und Vermissten sowie zur mahnenden Erinnerung, wurde ein Blumen- und Kranzgebinde am Denkmal niedergelegt.

Danke an alle Teilnehmer.

Zu den Bildern vom Volkstrauertag

 

 

Verwandte Artikel
Aus der Truppe

Suchen und Retten am Watzmann

Bad Reichenhall, 5. Dezember 2022 Suchen und Retten am Watzmann Berchtesgaden / Bad Reichenhall. Flink und zielstrebig knattert die kleine...

05.12.2022 Von Gebirgsjägerbataillon 231
Verband

Eröffnung der neuen Geschäftsstelle in Weilburg an der Lahn

Weilburg – „Was lange währt, wird endlich gut!“ Mit diesen Worten begrüßte der Kreisvorsitzende der Kreisgruppe Rheingau-Hessen-Nassau d, Sascha Buschky,...

05.12.2022 Von stb

Schulung der Internetbeauftragten.

Am 04.12.2022 trafen sich die Internetbeauftragten der Kreisgruppe Hildesheim zur jährlichen Weiterbildung in den Räumlichkeiten des Kreissportbundes in Hildesheim ....

05.12.2022 Von Wolfgang Gehrmann / Bilder: Eckehard Salig