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Winterausbildung am Hohen Göll




Die letzten Meter am Gipfelhang

Mit Hilfe eines Seils werden die letzten Meter im Abstieg überwunden

Hptm Biedermann wird zum Berufssoldaten übernommen

Aus Oberleutnant wird Hauptmann Riembauer

Bad Reichenhall 29. März 2021 Winterausbildung des GebJgBtl 231 am Hohen Göll. Während die eine Hälfte des Stabes sich in Mali befindet, kämpft sich die „Homeforce“ über den Alpeltalsteig auf den Hohen Göll.

Die letzten Meter am Gipfelhang

Die Winterausbildung ist auch im Bataillonsstab des Gebirgsjägerbataillons 231 in vollem Gange. Frühmorgens am Vortag der Ausbildung erkundete Hauptfeldwebel Sandow, die im Rahmen der Vorbereitung auf den Heeresbergführerlehrgang mit der Durchführung eines Skibergmarsches beauftragt wurde, die Verhältnisse des Alpeltalsteiges am Zustieg zum Hohen Göll, um sich einen Überblick über die Verhältnisse vor Ort zu verschaffen. Bewertung: „Schwierige Verhältnisse, aber möglich.“
Daher verlegt am Folgetag in der Früh der Stab zum Hinterbrand-Parkplatz, den Ausgangspunkt der Tour. Von hier gilt es, die rund 1.450 Höhenmeter sowie fünf Kilometer bis zum Hohen Göll zu erklimmen.
Entlang des Alpeltalsteiges passieren die Teilnehmer zunächst ein durch ein Stahlseil versichertes Felsband sowie eine felsdurchsetzte Schneise bis hin zu einer ca. zehn Meter hohen Felsstufe. Hier wird den Soldaten hohe Trittsicherheit und äußerste Konzentration abverlangt.
Für einige der Teilnehmer ist dies die erste Skihochtour, bei der mit Skischuhen über Felsen geklettert werden muss. Aufgrund der guten Vorbereitung stellt dies die Soldaten jedoch vor keine größere Herausforderung.

Souverän durchqueren sie die Felsstufe und können kurze Zeit später bereits mit Ski unter den Füßen den Steilhang des Alpeltals hinaufsteigen. Die Verhältnisse sind wie erwartet sehr eisig, sodass der Einsatz von Harscheisen notwendig wird.
Knapp nach der Hälfte der Höhenmeter eröffnet sich den Soldaten der fantastische Ausblick in das riesige Alpeltal, das zurecht als eines der schönsten Kare des Berchtesgadener Landes bezeichnet wird.Die Soldaten durchqueren das von Mulden durchsetzte Gelände und steigen weiter Richtung Göllscharte über den Vorgipfel bis zum Hohen Göll auf 2522 Meter auf.

Auszeichnung und Ernennung

Aufstieg über das Felsband

Durch eine fantastische Fernsicht und ein atemberaubendes Alpenpanorama werden die Soldaten für die Anstrengung der vergangenen Stunden belohnt. Der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, Oberstleutnant Dennis Jahn, hat noch eine besondere Überraschung im Rucksack. Am Gipfelkreuz im Angesicht des Bergkristalls wird Oberleutnant Riembauer zum Hauptmann befördert.

Für einen Offizier der Gebirgsjägertruppe wohl einer der eindrucksvollsten und einprägsamsten Momente.

„Wir lassen dann wohl Oberleutnant Riembauer am Gipfel des Hohen Göll und nehmen dafür Hauptmann Riembauer mit zurück in die Kaserne“ scherzt der Kommandeur. Nach einer kurzen Gipfeleinweisung durch HptFw Sandow geht es dann an die Abfahrt.

Nach Bewältigung des ersten Teilabschnitts erfolgt durch den Kommandeur noch eine weitere Personalmaßnahme. Am Beginn des Kares wird Hauptmann Biedermann zum Berufsoffizier ernannt. Sichtlich erfreut sind die Strapazen der vergangenen Tage, in denen der Kompanieeinsatzoffizier der 5./Gebirgsjägerbataillon bereits an einem Gebirgsleistungsmarsch teilnahm, vergessen. Als frischgebackener Berufsoffizier nimmt er anschließend die weitere Abfahrt in Angriff.

Da das angekündigte schöne Wetter leider ausbleibt, firnt der Schnee nicht wie erhofft auf und die Soldaten müssen bei eisigen Verhältnissen ins Tal abfahren.
An der Felsstufe richtet Hauptfeldwebel Sandow ein Seilgeländer ein, um den sicheren Abstieg über das schroffe und absturzgefährdete Gelände zu ermöglichen. Hier ist zum Ende der Tour noch einmal volle Konzentration gefragt.

Die Felsstufen und das Felsband überwunden, kommen alle Teilnehmer einige Zeit später wohlbehalten wieder am Parkplatz an.
Sichtlich stolz auf die Leistungen des Stabes schließt Oberstleutnant Jahn den Tag mit lobenden Worten und einen Ausblick auf weitere Ausbildung ab.

Der Ausblick

Um das Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe im Stab weiter auszubauen und zu vertiefen, ist bereits im April eine weitere Skitour über das Sitterbachtal auf die Hochfeldscharte geplant.

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