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Abschlussübung mit Bravur gemeistert




 

Abschlussübung mit Bravur gemeistert
Die „Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie Berlin“ stellt ihre Einsatzfähigkeit erfolgreich unter Beweis!

 
Knapp zwei Jahre nach Indienststellung legte die „Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie Berlin“ Anfang November ihre Abschlussübung für den Aufgabenbereich „Sicherung“ ab. Unter den Augen des Generals für Standortaufgaben, Brigadegeneral Michael Matz, stellten die RSU-Soldaten ihren hohen Ausbildungs- und Wissensstand unter Beweis. Dieser zeigte sich  sehr zufrieden mit der Leistung der Reservisten und lobte deren hohe Motivation.
 
Obwohl die Berliner „Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie“ als letzte der bundesweit 30 RSU-Kompanien erst Ende November 2013 in Dienst gestellt wurde, konnte sie dennoch durch einen straffen Ausbildungsplan das angestrebte Ziel erfüllen: Ende 2015 sollten alle RSU-Kompanien im Bereich „Sicherung“ zertifiziert sein. Für die Berliner Kompanie war deshalb für  Anfang November eine 24-stündige Abschlussübung festgesetzt, bei der  auf einem Teil des alten Flughafengeländes in Berlin / Gatow die Kompanie ihre militärische Fähigkeit zur Bewachung und Sicherung eines militärischen Bereiches nachweisen musste. 45 Soldaten, gegliedert in drei Wachgruppen und Zuggefechtsstand, bewiesen unter der Führung des Kompaniechefs Oberstleutnant Karsten Ahrens und seines Zugführers Hauptmann Torsten Grundmann ihre einwandfreie Befähigung im militärischen Wach – und Sicherungsdienst. General Michael Matz inspizierte diese Abschlussübung nicht nur, er ließ es sich auch nicht nehmen, jeden Soldaten persönlich zu begrüßen, mit ihm zu sprechen und der Kompanie seine abschließende Bewertung mitzuteilen. Im Ergebnis sehr zufrieden und großes Lob und Anerkennung für die hohe Motivation!
 
Als Krisenszenario diente der Zertifizierungsübung eine sehr realitätsnahe Situation: am 30.10.2015, bei Temperaturen um die 10 Grad, fiel in Berlin ohne Vorwarnung der Strom aus. Aus einem anfänglichen, scheinbar beherrschbaren Problem, entwickelte sich schrittweise eine krisenhafte Situation, die außer Kontrolle zu geraten drohte. Der Grund: es gelang nicht, die Energieversorgung in der Stadt wieder herzustellen.  Das öffentliche Leben der Bewohner wurde massiv beeinträchtigt, kritische Infrastrukturen fielen sukzessive aus; dies mündete schließlich in einer katastrophalen Situation. Unruhen, Übergriffe, Überfälle und Vandalismus waren die Folgen. Als nach einigen Tagen immer noch keine Besserung in Sicht war, hat Berlin den Notstand aus- und den Bund zu Hilfe gerufen. Da Polizei-, Ordnungs-, und Sicherheitskräfte teilweise nicht mehr „Herr der Lage“ waren, wurde auch die RSU-Kompanie Berlin alarmiert und zum Schutz militärischer Einrichtungen herangezogen. Der Sicherungszug der Kompanie erhielt den Auftrag, den militärischen Flugplatz Gatow, mit seinen Anlagen zu sichern, auf dem der Bund Nahrungs- sowie Treibstofflieferungen einfliegen und dort vorerst zwischenlagern ließ.
 
Dieser sukzessiv ansteigenden Bedrohungslage bot die ideale Grundlage für diverse Szenarien auf mehreren Ebenen –die Führungsebene konnte ihre Fähigkeit im Bezug auf Lagefeststellung ebenso unter Beweis stellen wie die Mannschaftssoldaten ihre zur Umsetzung der Befehle. Anfänglich wurde von diesen ihre Fähigkeiten im regulären Wachdienst abgefordert: Streifendienst, Personen und Fahrzeugkontrolle. Mit den zunehmenden Spannungen verschärften sich jedoch auch die Herausforderungen. „Zivilisten“ provozierten am Tor, forderten Einlass, zerstörten Teile des Sicherungszaunes, drangen ein, legten Sprengstoffattrappen, die das Sicherheitsrisiko erneut erhöhte. Auch das Festsetzen und Durchsuchen eingedrungener Personen gehörte zu den abgeforderten Fähigkeiten. All diese Aufgaben erfüllten die RSU-Soldaten angemessen und fachlich einwandfrei. Das notwendige Rüstzeug dazu hatten sich die Reservisten in über zwei Jahre intensive Ausbildung erworben. Mehrere Wach- und Gefechtsausbildungen, sowie eine dreitägige Wachübung „Wachsamer Bär“   im November 2014.
 
Kompaniechef, Oberstleutnant,  Karsten Ahrens zeigte deshalb auch vollauf zufrieden mit seinen Soldaten. Für ihn war klar erkennbar, dass in den letzten Jahren, vor allem auch seit der Wachübung „Wachsamer Bär“ nochmal deutliche Fortschritte in Zusammenspiel und in der sicheren Umsetzung der militärischen Fähigkeiten festzustellen waren. Das Ausbildungsziel ist überdurchschnittlich erfüllt,  die in den vorangegangen Ausbildungen erworbenen Fähigkeiten vorbildlich auf die Anforderungen der Übungen umgesetzt worden. „Leicht kann jeder, schwer nur wir“, fasste Ahrens in einem Satz zusammen und dankte seinem Führungsstab, den Ausbildern und den Soldaten für ihren hervorragenden Einsatz und ihre hohe Motivation. „Ausdrücklich denke ich auch dabei an unsere Kameraden, die seit Monaten bereits mit großem Einsatz im Lagezentrum  des Standort Berlin und bei den „Helfenden Händen“ im Bereich der Flüchtlingshilfe unterstützen“, so der Kompaniechef.
 
Ralph Erlmeier
 
Bilder und Bildunterschriften Ralph Erlmeier:
 

Bild 1: Regulärer Wach- und Sicherungsdienst – RSU-Soldaten als Torposten bei der Abschlussübung.

Bild 2: Regulärer Wach- und Sicherungsdienst – RSU-Soldaten bestreifen das Gelände des Flughafen Gatow.

Bild 3: Eskalierende Lage – RSU-Soldaten durchsuchen eine auf das Gelände illegal eingedrungene Person.

Bild 4: Auch das gehört zu den Wach- und Sicherungsaufgaben – RSU-Soldaten führen eine illegal eingedrungene Person ab.

Bild 5: Provokateure und Versuche, illegal einzudringen machen eine deutlich verschärfte Bewachung des Geländes notwendig.

Bild 6: „Sehr zufrieden“ – Brigadegeneral Michael Matz (m.) im Gespräch mit dem Kompaniechef Oberstleutnant Karsten Ahrens (l.) und dem Zugführer Hauptmann Torsten Grundmann (r.).

Bild 7 und 8: „Ausbildungsziel überdurchschnittlich erfüllt“,  Kompaniechef Oberstleutnant Karsten Ahrens vor den angetretenen RSU-Soldaten

Bild 9: Nachbereitung – gründliches Waffenreinigen.
 

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