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Beim „Don-Marsch“ die internationalen Kontakte vertieft!




Beim „Don-Marsch“ die internationalen Kontakte vertieft!

Zum 15. Mal fand vom 22. bis 25. Januar “ im Raum Eger in Ungarn der sogenannte „Don-Marsch“ statt, an dem 2015 auch vier Kameraden der Landesgruppe Berlin teil nahmen.
Der Wind pfiff stetig, die Straßen und Wege waren matschig – aber die Temperaturen erreichten frühlingshafte 10 Grad. Soweit die Rahmenbedingungen für den Marsch, der zwei Tage und ca. 60 Kilometer durch Ostungarn führte und unter der Schirmherrschaft des ungarischen Verteidigungsministers Dr. Csaba Hende stand. Etwa 200 Mann umfasste die Marschgruppe mit einer großen Delegation ausländischer Teilnehmer: neben den Deutschen mit Reservisten aus Bayern, Berlin und Sachsen, nahmen noch Kameraden aus Tschechien, Italien und Frankreich teil. Beim Marsch wird in  besonderem Maße der Gefallenen der Kämpfe am Don im Winter 1942/1943 gedacht. Mit ca. 30.000 Toten in einer einzelnen Schlacht traten hier die höchsten Verluste der ungarischen Armee überhaupt auf; ein trauriger Höhepunkt der ungarischen Teilnahme am II. Weltkrieg. Doch nicht nur der Gefallenen, sondern sämtlicher Opfer der Weltkriege wird gedacht. Dementsprechend trifft der Marsch in der Bevölkerung auf große Resonanz: sie beteiligt sich durch Marschteilnahme, durch Feierlichkeiten und Gedenken in den Orten und seit 2014 durch Trommlerformationen, die von einem Trompeter unterstützt die Marschierer bei den Ein- und Ausmärschen aus den Orten begleiten.
Nach Ankunft in Bélapátfalv, der feierlichen Auftaktzeremonie und Begrüßung durch Oberst Munkácsi Sándor gab es für die Berliner und ihrer Kameraden aus Ungarn und Frankreich ein landestypisches Abendessen; sofort kam man sich dabei ins Gespräch. Doch der erste Marschtag startete früh und wartete mit viel Programm auf.  5.00 Uhr Wecken, 07.00 Uhr Abmarsch in Formation nach Szarvaskö, wo am Mittag Gedenkkerzen angezündet wurden. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Felsötarakany, wo gegen 16:00 Uhr eine Gedenkstunde abgehalten wurde. Nach dem Abendessen bezog man dort die Unterkünfte und nutzte die Gelegenheit, mit  den verschiedenen Truppenteilen aus Ungarn, Frankreich und Tschechien in intensiven Kontakt zu kommen.
Am zweiten Tag ging es nach einer weiteren Gedenkzeremonie auf dem Friedhof, der neben ungarischen auch Gräber der damaligen Verbündeten aus Italien und Deutschland aufwies, in Richtung Egerbakta-Felnémet, wo begleitet von Salutschüssen erneut Kränze niedergelegt wurden. An dieser Zeremonie nahm der deutsche Militärattaché in Ungarn Oberstleutnant Uwe Clemes ebenso teil, wie der ehemalige ungarische Militärattaché in Deutschland, der inzwischen Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Budapest ist. Nach dem Mittagessen dann der Weitermarsch nach Eger zum „Dobó Platz”, wo schließlich der Marsch mit einer feierlichen Zeremonie und einer  Gedenkmesse in der Kathedrale der Stadt beendet wurde.
Wie auch schon bei der letzten Teilnahme 2010 war der „Don-Marsch“ für die Berliner Reservisten wieder eine sehr gute Veranstaltung. Gerade die Unterbringung in den örtlichen Turnhallen birgt viele Berührungspunkte mit den internationalen Teilnehmern. Oberstleutnant Tibor Beiszer begleitete die Berliner auf dem gesamten Marsch, sodass es viel Gelegenheit gab, die alten Bande zu erneuern und zu vertiefen. Der „Don-Marsch“ – Ein internationaler Marsch für ein internationales Gedenken!
Dr. Stephan Hühn, Ralph Erlmeier


Bildunterschrift: (Foto. Stephan Hühn)
 
Dobó Platz in Eger v.l.n.r. Oberstleutnant d.R. Tibor Beiszer (MATAZ Budapest), Stabsunteroffizier d.R. Dr. Hühn, Stabsgefreiter d.R. Weißbach, Oberstleutnant Tamás Benke (MATAZ Budapest), Hauptfeldwebel d.R. Graßmel, HF Böhm.

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