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Überwachung, Sicherung und Verteidigung




Der Objektschutz in Theorie und Praxis war das zentrale Thema der DVag vom 02. März 2013. 40 Reservisten meldeten sich bei strahlendem Vor-Frühlingswetter zum Dienst, um ihre militärischen Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

Nach Wochen des Einheitsgraus strahlte endlich wieder einmal die Sonne vom stahlblauen Himmel – eine ideale Ausgangslage für die 40 Reservisten, die sich um 7.00 Uhr in der Julius-Leber-Kaserne trafen, um ihren Dienst anzutreten. Der Objektschutz in Theorie und Praxis hieß das zentrale Thema dieser DVag, die dieses Mal von Hauptfeldwebel d. R. Knop geleitet wurde. Waffenausbildung und Simulationsschießen am AGSHP waren darüber hinaus die weiteren Themen des Stationskreislaufes.

Der Ausbildung in den Stationen ging ein 90minütiger Unterricht voran, in dem Hauptfeldwebel d. R.  Stork die Kameraden in die Grundlagen des Objektschutzes einwies, eine Aufgabenart, die vielen nur wenig oder gänzlich unbekannt war. Im allgemeinen Teil lernten die Reservisten dabei die Arten relevanter ziviler und militärischer Objekte, wie auch Wesen und Ausführung, sowie die rechtlichen Aspekte des zivilen und militärischen Objektschutzes kennen. Anschließend  wurden die Reservisten noch detailliert in den Maßnahmen des Objektschutzes – Überwachung, Sicherung und Verteidigung – unterrichtet und somit auf die praktische Umsetzung vorbereitet.

In der nun folgenden ersten Station wurde die praktische Anwendung des Gelernten geübt. Hauptfeldwebel d. R. Stork setzte dies im Zuge einer Patrouillenausbildung um, zugleich eine Vorbereitung auf die bereits in 2 Wochen anstehende mehrtätigen Übung in der Döberitzer Heide. Die Kameraden wurden dabei in 4 Gruppen mit einer Stärke von 6 bis 8 Männern eingeteilt, jeweils ausgerüstet mit einem Sturmgewehr G 36 pro Mann bzw. zwei Sprechfunkgeräten SM 52 und einem Doppelfernrohr pro Gruppe.

Die Gruppen hatten die Aufgabe, einen innerhalb der Kaserne vorgegebenen Weg zu patrouillieren, sich an befohlenen Meldepunkten zu melden und sich möglichen Vorkommnissen zu stellen. Im Patrouillengang, der innerhalb der Kaserne über das Nordtor, am Grenzzaun entlang bis zur Bekleidungskammer und zurück zum Ausgangspunkt führte, waren vier Szenarien eingebaut.

Als erstes trafen die Soldaten an der Bekleidungskammer auf einen „Mitarbeiter“, der den Schlüssel abgebrochen und einen Benzinkanister in der Hand hatte: entsprechend sollte eine Personen- und Identitätskontrolle durchgeführt und das Ereignis gemeldet werden, sodass der Zugführer die Feldjäger alarmieren konnte. Im Weiteren stand eine Türe der Halle 28A offen, Überreste von Drahtstücken waren zu erkennen: dies wiederum schien auf die Möglichkeit einer Sprengfalle zu deuten. Bereits 40 Meter weiter war  diese vermutete Sprengfalle zu sichten. Beides musste die Patrouille erkennen und melden, sodass der Zugführer die notwendigen Maßnahmen einleiten konnte: Alarmierung der Feldjäger bzw. des Spreng-kommando. Zum Abschluss sollte noch ein offener Bauzaun gesichtet, geprüft und gemeldet werden.

Alles in Allem eine fundierte Übung, die den Reservisten die Grundlagen der Patrouille und des Objektschutzes realitätsnah vermittelte.

In der zweiten Station wurden die (teils) vorhandenen Kenntnisse im Umgang mit der „Panzerfaust 3“ vertieft und gefestigt. Stabsunteroffizier d. R. Pützer erläuterte und übte die Sicherheitsbestimmungen, Ladetätigkeiten und Anschlagsarten der Panzerfaust. Unter Belastung übten die Reservisten weiterhin das Schätzen der Geschwindigkeit und das Zielen im „kleinen Zielfeld“.

Zur Festigung der Routine übte auch auf der dritten Station Hauptfeldwebel d. R. Böhm teils bereits Bekanntes: die Ausbildung umfasste Anschlagsarten und Ladetätigkeiten der Pistole „P8“ und der Granatpistole 40mm, sowie das drillmäßige Zerlegen und Zusammensetzen der Pistole „P8“, teils unter körperlicher Belastung.

Zu guter Letzt wurden nun die in den vorangegangen Stationen vertieften Waffenkenntnisse am AGSHP im simulierten Schießtraining angewandt. Unter der Leitung des Stabsbootsmann a.D. Lilge hatten die Soldaten Gelegenheit, diverse Übungen für die Pistole „P8“ und für die Granatpistole 40 mm zu absolvieren.

Die DVag wurde nach der Waffenreinigung um 17.30 Uhr beendet. Im Ergebnis eine rundum gelungene Veran-staltung: die Beteiligung der Reservisten war hochmotiviert, alle Ausbildungsziele konnten erfüllt werden!

Ralph Erlmeier, Obergefreiter d. R.

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