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Die Geschichte der West-Allierten in Berlin nicht vergessen!




Die Geschichte der West-Allierten in Berlin nicht vergessen!

Interessiert betrachten Rachel O´Meara aus Los Angeles und ihre Schwester Gabrielle Close aus London die Uniformen und Ausweise der West-Alliierten Soldaten in Berlin. Beide Frauen waren selbst für mehrere Jahre Angehörige der britischen Streitkräfte und einige Zeit in Deutschland stationiert. An vieles können sie sich noch erinnern, wie es damals war – im „Kalten Krieg“ im geteilten Deutschland. Die vier sind für ein verlängertes Wochenende nach Berlin gekommen. Gerade waren die Schwestern dabei, das Olympiastadion zu besichtigen, als sie zufällig auf das „Museum West-Allierte in Berlin“ stießen. „Es ist wirklich großartig, eine kleine Schatztruhe der Erinnerungen“, schwärmt Rachel.
„Das ist kein Zufall, dass wir Touristen zu Besuch haben“, so Ralph Schulz, Vorsitzender des Vereines, der das Museum betreibt. „Seit wir Karfreitag 2015 unseren neuen Standort hier am Olympischen Platz bezogen haben, kommen viel mehr spontane Besucher, auch aus dem Ausland“, ergänzt der zweite Vorsitzende Uwe Eggers, der auch Mitglied der Reservistenkameradschaft 14 ist. 12 Enthusiasten, darunter ehemalige Mitarbeiter der West-Allierten in Berlin, sogenannte „Local Nationals“ haben 2007 den Verein „West-Allierten in Berlin e.V.“ gegründet und 2009 ein kleines Museum in Schöneberg eingerichtet. Seit Ostern hat das Museum nun den neuen Standort bezogen. In vier Räumen präsentieren sie etwa 1000 Exponate zur fast 50-jährigen Präsenz der Amerikaner, Briten und Franzosen in West-Berlin (1945 bis 1994). Die Räume sind zwar thematisch gegliedert, verzichten aber bewusst auf eine museale Präsentation. Es ist uns wichtig, dass uns die Besucher direkt ansprechen und wir sie durch das Museum führen können“, so Ralph Schulz, der selbst für knapp 10 Jahre Zivilangestellter  bei der US-Army war.
„Hier das bin ich“, zeigt Claudio Sili stolz auf ein Foto mit seinen französischen Kameraden. Claudio war 1987/88 als Panzerfahrer bei den französischen Truppen in Berlin stationiert, hat sich in eine Deutsche verliebt und blieb schließlich in der Stadt. „Wir möchten den Deutschen die Geschichte auch aus unserer Sicht erklären“, begründet er sein Engagement für das Museum. Ähnlich sieht es auch Thierry Speldooren, der von 1990 bis 1992 als Infanterist bei der französischen Armee in Berlin stationiert war. „Es ist uns wichtig, dass diese, unsere Geschichte nicht vergessen wird. Deshalb engagieren wir uns!“, so Thierry. Beide sind auch Mitglieder der Reservistenkameradschaft 05 „France“, eine Besonderheit der Berliner Landesgruppe. In ihr sind ehemalige Angehörige der französischen Armee organisiert, die in Berlin verblieben sind (siehe auch LOYAL 10/2014).
Der Verein, der das Museum ehrenamtlich organisiert, zählt heute 40 Mitglieder, auch einige Reservisten und Soldaten der Bundeswehr. Es ist ihnen wichtig, dass das Museum keinen Eintritt erhebt, also ausschließlich von Spenden lebt. So sollen vor allem auch junge und spontane Besucher angelockt werden. Es gibt auch einen großen Raum mit Theke und einen Außenbereich, um regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und Grillabende durchführen. Besonders willkommen sind natürlich Soldaten und Reservisten“, wirbt Uwe Eggers.“Kameradschaften sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu treffen, ihren RK-Abend durchzuführen und das Museum zu besuchen“.
Ralph Erlmeier
 
Museum West Allierte in Berlin e.V.
Olympischen Platz 7 (rechts neben den Imbissbuden!)
Kontakt. 0176 96339830
www.west-allierte-in-berlin.de

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